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Sorgt für den Ehrenpunkt ihres NSC Watzenborn-Steinberg gegen den TSV Schwabhausen in der Tischtennis-Bundesliga: Christine Engel. (Foto: Friedrich)

Frauen-Team des NSC W.-Steinberg wird aufgelöst

(ms/-) Tischtennis der Spitzenklasse gehörte in den letzten Jahren nach Mittelhessen und war untrennbar mit den Damen des NSC Watzenborn-Steinberg verbunden. Doch nach dieser Spielzeit endet diese Ära.

Wie der Verein mitteilte, wird nach insgesamt 14 Jahren Bundesliga (elf Jahre 2. Bundesliga und drei Jahre 1. Bundesliga) das aktuelle Damen-Bundesliga-Team des NSC Watzenborn-Steinberg aufgelöst werden. Dies teilte Martin Keizl (Geschäftsführender Vorstand Sport) gestern Abend mit

Die Verantwortlichen des Vorstandes und der Cheftrainer des NSC, Markus Reiter, wurden in einer Sitzung Ende Dezember von den Spielerinnen über diese Entscheidung informiert. Die fünf Spielerinnen Sonja Bott, Angelina Gürz, Christine Engel, Désirée Menzel, Inka Dömges wollen geschlossen nach dieser Saison einen Schlussstrich unter diese sehr erfolgreiche Bundesliga-Zeit und unter ihre sportliche Karriere im Leistungssport ziehen.

Zuvor waren diese aber am gestrigen Sonntag in der Bundesliga beschäftigt. Doch auch im zehnten Saisonspiel blieb man ohne Punkt. Im Heimspiel gegen den TSV Schwabhausen blieb dem NSC Watzenborn-Steinberg in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen der erste Punktgewinn überhaupt verwehrt. In Garbenteich verlor die Truppe von Trainer Markus Reiter zum Rückrundenstart am Sonntag vor 40 Zuschauern nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit mit 1:6.

"Es war ein unterhaltsames Spiel, und für uns war mehr drin", sagte Reiter, der in dieser Partie auf die verletzte Inka Dömges verzichten musste.

Engel sorgt für Ehrenpunkt

Sonja Bott/Angelina Gürz trafen im ersten Doppel auf Andrea Bakula und Christina Feierabend und mussten sich glatt in drei Sätzen mit 7:11, 5:11, 8:11 geschlagen geben. Weitaus spannender war das zweite Doppel, in dem für den NSC Christine Engel und Désirée Menzel gegen Ting Yang/Agnes Kokai spielten. Die Gäste gewannen Satz eins mit 11:5, ehe das NSC-Duo mit 11:8 ausglich. Im dritten Durchgang war die TSV-Paarung mit 11:6 obenauf, ehe im vierten Satz Engel/Menzel mit 12:10 die Oberhand behielten. Und der fünfte Satz brachte den Gastgeberinnen drei Matchbälle (10:7). "Doch es hat leider nicht gereicht", führte Reiter aus. Denn der TSV kam zu fünf Punkten in Folge, es hieß 2:0 für den Gast.

Im ersten Einzel war dann für den NSC Angelina Gürz gefordert, die auf Andrea Bakula traf. Die NSC-Spielerin trumpfte zunächst stark auf, gewann den ersten Satz in der Verlängerung mit 16:14, ehe sie auch den zweiten mit 12:10 zu ihren Gunsten entschied. Im dritten Satz war es erneut ein Duell auf Augenhöhe, diesmal aber mit dem besseren Ende für Bakula, die mit dem 11:9 die Niederlage verhinderte. In den Sätzen vier und fünf war dann die Schwabhausenerin besser – sie gewann mit 11:6 und 11:5. Chancenlos war Désirée Menzel gegen Ting Yang, die Chinesin setzte sich glatt in drei Sätzen mit 11:3, 11:3 und 11:6 durch. Damit stand es 4:0 für den TSV Schwabhausen. "Es hätte auch 2:2 heißen können", haderte Reiter ein wenig mit den Niederlagen von Engel/Menzel und Gürz.

Für den Ehrenpunkt der Mittelhessinnen sorgte Christine Engel, die in vier Sätzen gegen Agnes Kokai gewann. Allerdings deutete im ersten Satz wenig auf einen Sieg hin, denn Engel verlor glatt mit 1:11. Aber dann lief es besser, viel besser. Mit dem 11:8 war der Ausgleich geschafft, ehe im dritten Satz ein hart erkämpftes 12:10 zum 2:1 folgte. Im vierten Satz machte Engel mit dem 11:8 den Sack zu – der erste Punkt für den NSC. "Ein Sieg im Einzel zählt für uns im Geiste doppelt und dreifach", freute sich Markus Reiter für die siegreiche Christine Engel.

Derweil verlor Sonja Bott in vier Sätzen gegen Christina Feierabend, die die beiden ersten Sätze mit 11:6 und 11:8 gewann, ehe die NSC-Akteurin mit dem 11:7 zum 1:2 verkürzte. Aber das war es dann, denn im vierten Satz überrannte Feierabend ihre Kontrahentin, die mit 11:0 triumphierte.

Im letzten Spiel standen sich dann Angelina Gürz und Ting Yang gegenüber. Die Chinesin agierte erneut humorfrei und gewann Satz eins klar mit 11:1. Spannendes ging es im zweiten Durchgang zu, doch zu mehr als einem 7:11 aus Sicht von Angelina Gürz reichte es nicht. Der dritte Satz verlief wieder einseitig, Ting Yang gewann locker mit 11:2 – gleichbedeutend mit dem 6:1-Endstand aus Sicht des TSV Schwabhausen.

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