Scottie James JR, hier beim Dunking, und seine Giessen 46ers haben am Mittwoch die Frankfurt Skyliners zum Hessen-Derby zu Gast. 	 FOTO: KOLB
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Scottie James JR, hier beim Dunking, und seine Giessen 46ers haben am Mittwoch die Frankfurt Skyliners zum Hessen-Derby zu Gast.

Basketball

Frankfurt Skyliners kommt zum Hessen-Derby zu Gießen 46ers

  • vonSebastian Kilsbach
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Den freien Fall haben die Gießen 46ers mit ihrem Sieg in Bayreuth gestoppt. Nun empfängt das Team den hessischen Dauerrivalen Frankfurt im Duell der ehemaligen ProB-Trainer.

Sowohl Gießens Headcoach Rolf Scholz als auch sein Frankfurter Gegenüber Sebastian Gleim haben schon einige Hessen-Derbys miterlebt. Als Trainer der Farmteams in der dritten Basketball-Liga standen sie sich bereits viermal gegenüber. Doch das ist nicht die einzige Parallele vor dem Bundesliga-Duell am heutigen Mittwoch (19 Uhr, MagentaSport) in der Sporthalle Ost.

Beide Mannschaften eint eine gemeinsame Erinnerung, und zwar die an den letzten Spieltag vor vollen Rängen. Anfang März gastierten die Skyliners in der gut besuchten Osthalle. Es war zugleich das »Abschiedsspiel« des scheidenden Geschäftsführers Heiko Schelberg, der im letzten Viertel zu den Anhängern hinter den Korb kam und sich feiern ließ.

Gießen verlor damals mit 82:90, hatte trotz des knapp anmutenden Ergebnisses aber gefühlt zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg. Damit trudelte das Team in den tiefen Abstiegskampf, der aus bekannten Gründen wenig später nicht mehr ausgetragen wurde. Neun Monate später ist der Kampf um den Klassenerhalt aber nach wie vor Thema Nummer eins an der Lahn.

Status Quo: Das Spiel am Mittwoch gegen Frankfurt ist das achte seit dem 8. Dezember. Hinter den 46ers liegt ein Mammutprogramm, das sich diese Woche mit zwei Partien - am Samstag kommt Göttingen - noch fortsetzen wird. Der Sieg in Bayreuth war trotz allen Abzügen in der B-Note daher ein Befreiungsschlag für den ganzen Klub.

Der Gegner: Frankfurt spielte bereits in der Pre-Season und im Pokal gegen die 46ers. Beide Spiele gewannen zwar die Skyliners, gerade das Vorbereitungsspiel beim Cup in Hagen gehörte aber zu den besseren Auftritten der Mittelhessen in den letzten zwölf Monaten. 88:90 hieß es am Ende eines spannenden Schlagabtauschs, bei dem vor allem Liam O’Reilly Akzente setzte. Der Guard kam in Bayreuth allerdings nur zu einem Kurzeinsatz und fiel unter Rolf Scholz (vorerst?) aus der Rotation. Frankfurt indes konnte sich zuletzt gegen Braunschweig durchsetzen. Mit drei Siegen steht der Verein im Tabellenmittelfeld.

Schlüsselspieler : Matt Mobley ist herausragender Akteur des Teams von Coach Gleim. Die Frankfurter überschrieben den Transfer im September stilecht mit »Skyliners holen Hessenderbysieger zurück«. Mobley war bereits im letzten Jahr nachverpflichtet worden, absolvierte aber nur noch die Partie gegen Gießen. Heuer ist der grazile Guard für 18,6 PpS verantwortlich. Mit Marco Völler ist nach wie vor ein alter Bekannter aus Gießener Tagen im Kader.

Personelles: So schön der Sieg in Bayreuth auch war und sich auf die Entwicklung des Teamspirits auswirken könnte: 39 Punkte im letzten Viertel bei Quoten, die einem Weihnachtswunder gleichkommen, werden die 46ers nicht in jeder Begegnung retten. Sowohl Scholz als auch Sportdirektor Michael Koch sehen grundsätzlich Handlungsbedarf bezüglich etwaiger Nachverpflichtungen, wobei Koch auch die Finanzen im Blick hat. Im Basketball-Podcast der Telekom sagte er vor Weihnachten, man wolle zunächst die Spiele gegen Bonn und Bayreuth abwarten. Danach sei ein Gespräch mit allen Beteiligten nötig: »Jeder muss sich ein Stück mehr engagieren. Dann können wir nachdenken, ob man den Kader noch mal verstärkt und zur Not ins Portemonnaie greift.«

Das sagt Trainer Scholz : »Frankfurt ist natürlich aufgrund der Nähe zu uns ein besonderes Spiel - ein Derby. Darauf fiebern wir hin und hoffen natürlich, dass wir den Schwung aus Bayreuth mitnehmen können. Frankfurt hat eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen hungrigen Spielern. Sie haben gute Verpflichtungen getätigt und zudem zuletzt noch mit Joe Rahon qualitativ nachgelegt.«

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