Frank fährt nach Steigerung auf Platz drei vor

Stephanie Frank, Mountainbikerin der Sportfreunde Romrod, kehrte am Wochenende überglücklich mit der Bronzemedaille von den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften aus Bad Salzdetfurth zurück.

(ahf) Stephanie Frank, Mountainbikerin der Sportfreunde Romrod, kehrte am Wochenende überglücklich mit der Bronzemedaille von den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften aus Bad Salzdetfurth zurück. "Das war mein Ziel", erklärte die U19-Bergamont-Fahrerin aus Windhausen freudestrahlend nach ihrem Zieleinlauf. Auch die Ergebnisse der übrigen hessischen Mountainbiker konnten sich mit sieben Top-Ten-Platzierungen sehen lassen. Christopher Platt aus Wettenberg erreichte mit Rang acht ein gutes Ergebnis in der Juniorenklasse U 19.

Die Stadt Bad Salzdetfurth veranstaltete die Deutschen Meisterschaften zusammen mit dem RSC Hildesheim für alle Altersklassen, also von der Schülerklasse U 15 über die Elite Damen und Herren bis zu den Masterklassen. In 2008 und 2009 hatten die Veranstalter bereits mit der Durchführung von Bundesligarennen auch ihre Tauglichkeit für ein solches Event bewiesen.

Der Start- und Zielbereich in Bad Salzdetfurth lag unmittelbar in der historischen Altstadt, deren Fachwerkhaus-Fassade so durch bunte Zielbögen und Zuschauertribünen ergänzt wurde. Wo gewöhnlich Autos vor den Geschäften parken, befanden sich nun hölzerne Anliegerkurven, meterhohe Gerüstbrücken, aufgeschüttete Sandhügel und mit Baumstämmen verbaute Treppenabfahrten. Das Flüsschen Lamme wurde an drei Stellen mit Pontonbrücken überspannt. Doch neben all diesen künstlichen Hindernissen bot der an die Stadt angrenzende Sothenberg die typischen Merkmale einer anspruchsvollen Mountainbikestrecke. Steile Anstiege wechselten mit rasanten Downhills, nach engen Kurven folgten Stufen und Sprünge, und auch die bei Nässe so gefährlichen Wurzelpassagen durften nicht fehlen. Insgesamt waren auf einer Runde 4,6 Kilometer und rund 220 Höhenmeter zu absolvieren. Für die Nachwuchsklassen U 15 und U 17 war die Strecke auf 3,4 Kilometer und 135 Höhenmeter verkürzt.

In der Juniorinnen-Konkurrenz sicherte sich Stephanie Frank in einem spannenden Rennen Platz drei. In der ersten Runde hatte sie hinter Johanna Techt, Helen Grobert und Sophia Ries noch auf Platz vier gelegen. In der zweiten Runde schoben sich Theresa Wolfrum und Regina Genser noch dazwischen, sodass die Bergamont-Teamfahrerin auf Platz sechs zurückfiel. Techt und Grobert, die auch die bisherigen Bundesligarennen dominierten, hatten bis dahin schon über zwei Minuten Vorsprung. Während Wolfrum und Ries ihr anfangs hohes Tempo nicht halten konnten, steigerte Stephanie Frank ihre Geschwindigkeit. Sie überholte zunächst Sophia Ries und anschließend auch noch Theresa Wolfrum sowie Regina Genser. Bis zum Ziel fuhr sie gar noch über eine Minute Vorsprung auf Platz vier heraus. Davon unbeeindruckt gelang es Johanna Techt (Lindau) drei Minuten vor Helen Grobert (Remetschwiel) als Erste die Ziellinie zu überqueren.

In der Juniorenklasse U 19m stellte der Hessische Radfahrerverband mit Wenzel Böhm-Gräber einen der Favoriten auf den Meistertitel. Unangefochtener Sieger wurde am Ende aber Julian Schelb. Böhm-Gräber errang die Bronzemedaille. Im gleichen Rennen fuhr Christopher Platt aus Wettenberg auf einen guten achten Platz.

Christopher Platt und Stephanie Frank wurden daraufhin vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zu den Weltcuprennen nach Champéry (Schweiz) und Val de Sole (Italien) eingeladen.

Völlig unangefochten gewann indes Sabine Spitz das Rennen der Elite Frauen. Hanna Klein und Anja Gradl versuchten mitzuhalten, aber manchmal schien es, als wollte die Favoritin Spitz nur die Tempohärte ihrer Verfolgerinnen testen, denn in der letzten Runde zog sie uneinholbar davon. Der Meistertitel im Eliterennen der Herren ging am späten Sonntagnachmittag an Moritz Milatz. Jochen Käß wurde Vizemeister. In den Masterklassen 1 und 2 gingen die Siegerpokale unterdessen an Thorsten Pott und Joachim Öchsner.

Ergebnisse / Junioren U 19 (fünf Runden, 51 Klassierte): 1. Julian Schelb, 1:12,35 Stunden, 2. Sascha Bleher, 1:13,46, 3. Wenzel Böhm-Gräber, 1:13,55, 8. Christopher Platt, 1:17,00.

Juniorinnen U 19 (fünf Runden, 17 Klassierte): 1. Johanna Techt, 1:08,22, 2. Helen Grobert, 1:11,02, 3. Stephanie Frank, 1:14,59.

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