Fragwürdiger Schiedsrichter-Pfiff

  • vonSvantje Merker-Gärtner
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(smg). Mit nur sieben Spielerinnen konnten die Bender Baskets Grünberg beim Zweitliga-Meisterschafts-Mitfavoriten Eintracht Braunschweig antreten. Bis kurz vor Ende hatten sie den Sieg in den Händen, kassierten dann jedoch nach einem fragwürdigen Pfiff mit der Schlusssirene den Dreier, der den niedersächsischen Gastgeberinnen den 66:63-Sieg bescherte. "Das ist bitter für uns", war Trainer Dejan Kostic im Anschluss verärgert.

Sein Unmut galt nicht den eigenen Akteurinnen, sondern den Unparteiischen, von denen er in dieser Situation gerne mehr Fingerspitzengefühl gesehen hätte. Denn beim Stand von 63:63 und 17 Sekunden Restspielzeit wurde den Grünbergerinnen an der Mittellinie während des Ballvortrags ein Schrittfehler gepfiffen, der nach dem Eindruck des Coachs keiner war. "Die Athleten sollten ein Spiel entscheiden, nicht die Schiedsrichter", ließ er klare Worte hören. So aber wechselte der Ball zu den Braunschweigerinnen. und Toshua Leavitt beendete mit ihrem sechsten Dreier die Partie.

Obwohl sein Team zeitweise nicht führte und schließlich verlor, fasste Kostic zusammen: "Wir haben das Spiel dominiert". Der Start war den Gästen nicht gelungen. Dafür hatte die Eintracht wie in einem Rausch begonnen. Die Bender Baskets brauchten fünf bis sechs Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, und lagen nach dem ersten Viertel mit 10:20 hinten. Zur Pause hatten sie den Rückstand auf 30:34 verkürzt.

Offensiv und defensiv lief es lange nicht so, wie das bei den Mittelhessinnen vorher besprochen worden war. Als sie ihren Plan umzusetzen vermochten, hatten sie Braunschweig eigentlich im Griff. Es machte sich jedoch der dünne Kader bemerkbar. Dagegen boten die Niedersächsinnen elf Leute auf, fünf davon sind Profis. Trotzdem hatte Grünberg den Sieg fast in der Hand. Der "riesengroße Kampf" wurde jedoch nicht belohnt.

"Im Prinzip hätten wir es verdient, zu gewinnen", so Kostic. Den Bender Baskets ist es nur ganz knapp nicht gelungen, das nächste Top-Team zu schlagen.

Eintracht Braunschweig: Leavitt (21/6 Dreier), Snyder (6), Rosemeyer (12), Ottewill-Soulsby (3), Haertle (5/1), Hatch (16/4), Wittenberg (3), Geilhaar, Baumgardt, Brennecke, Falk.

Bender Baskets Grünberg: Lukow (12/2 Dreier), Meinhart (10/2), Hegele (3), Kohl (8/11 Rebounds), Mihalko (30/4/16), Müller, Poelstra.

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