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Der ehemalige spanische Ausnahmehandballer Iker Romero ist neuer Coach der SG Bietigheim.

Fragezeichen hinter Zörb und Rompf

  • VonMichael Wingefeld
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(mro). Bevor die Länderspielpause den Zweitliga-Handballern des TV 05/07 Hüttenberg ein spielfreies Wochenende beschert, heißt es noch eine schwere Auswärtsaufgabe zu meistern. Zum Abschluss der englischen Woche gastiert das »Original aus Mittelhessen« am Sonntag um 17 Uhr bei der SG BBM Bietigheim.

Belastung : Drei Spiele innerhalb von neun Tagen sind fordernd, zumal die Mittelhessen dabei auch zweimal auf Reisen gehen. Mit Gummersbach und nun Bietigheim aber zumindest von den weiten Fahrten verschont bleiben. Die Sonntags-Gastgeber haben zwar zweimal Heimrecht, hatten aber mit der Auswärtsaufgabe in Nordhorn Mitte der Woche über 1000 Kilometer unter die Räder zu nehmen. Beide Teams mussten in ihren engen Partien am Mittwoch alles geben. Während Bietigheim dabei nach einer unglücklichen Ein-Tore-Niederlage mit leeren Händen dastand, konnte der TVH einen 30:28-Sieg gegen Eisenach feiern. Zwar hatte Trainer Johannes Wohlrab in der ersten Hälfte die Spielanteile verteilt, in Abschnitt zwei waren aber die Leistungsträger fast durchgehend gefordert. Was durch die Ausfälle von Moritz Zörb und Christian Rompf, die auch für Sonntag fraglich sind, noch schwerer wog.

»Gut, dass wir nicht schon am Samstag spielen.« schnaufte ein abgekämpfter Hendrik Schreiber am Mittwochabend durch. Sollten Zörb und Rompf weiter fehlen, wird Wohlrab vermutlich wieder seine Leihspieler Philipp Opitz, Patrick Jockel und Tristan Kirschner genauso bringen wie Co-Trainer und Stand-by-Spieler Stefan Kneer.

Prominenter Trainer : In Iker Romero haben die Baden-Württemberger im Sommer ein Schwergewicht verpflichtet. Der ehemalige 200-fache Nationalspieler und Weltmeister war vier Jahre Co-Trainer bei Erstligist TSV Hannover-Burgdorf, bevor er nun seine erste Cheftrainerstelle angetreten hat. »Man sieht seine neue Handschrift. Die spanische Schule ist erkennbar in der Deckung in der 5:1-Variante. Das ist etwas Neues. Daher ist es nicht überraschend, dass am Anfang die Ergebnisse nicht ganz so sind wie sie es sich vielleicht erhofft haben. Das ist für uns eine große Herausforderung in der Kürze der Zeit dagegen Lösungen zu finden«, hat Wohlrab analysiert.

Bietigheimer Schlüsselspieler : Seit Jahren eine Bank auf Rechtaußen und vom Siebenmeterstrich ist Bietigheims Christian Schäfer, in der letzten Saison Torschützenkönig der Liga. Mit dem erstligaerfahrenen Jonas Link und Neuzugang Sven Wesseling haben die Gastgeber zudem viel Durchschlagskraft im Rückraum und mit Jonathan Fischer einen gefährlichen Kreisläufer. Seit Sommer hütet mit Konstantin Poltrum ein Ex-Hüttenberger den Kasten.

Formkurve: Nach dem Pokalsieg bei HC Empor Rostock legte die SG mit zwei Niederlagen einem Fehlstart in die Saison hin. Nun kommt man aber langsam ins Rollen. Besonders der 34:25-Heimsieg gegen Erstliga-Absteiger TuSEM Essen war ein Ausrufezeichen. Neu-Trainer Romero fordert aber mehr Engagement und Feuer in den Aktionen, die Hintermannschaft stand in zu vielen Situationen nicht kompakt genug, die Abstimmung untereinander war unzureichend.

Das sagt der TVH-Coach: »Ich bin superstolz auf meine Mannschaft, wie sie die Rückschläge mit den Ausfällen von Rompf und Zörb weggesteckt haben. Dann sind die jungen Spieler aus den eigenen Reihen in die Bresche gesprungen«, schwärmt Wohlrab noch vom Sieg gegen Eisenach, der die Punkteausbeute auf 12:4 schraubte. »Wir werden auch in Bietigheim wieder als Gesamtpaket auftreten müssen und füreinander spielen. Dann bin ich überzeugt, dass es auch dort möglich ist, zwei Punkte mitzunehmen. Dafür müssen wir in der Deckung aber noch einen Tick mehr drauflegen.«

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