Die Marburg Mercenaries zählen zu den wenigen Teams, die im Herbst Bundesliga-Football spielen wollen. FOTO: SEBASTIAN LEIS
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Die Marburg Mercenaries zählen zu den wenigen Teams, die im Herbst Bundesliga-Football spielen wollen. FOTO: SEBASTIAN LEIS

Football-Beletage nur mit sechs Klubs

  • vonred Redaktion
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(kaja). Nur sechs von 16 Vereinen der German Football League (GFL) haben sich dafür entschieden, an einem möglichen Spielbetrieb im Herbst teilzunehmen.

Neben Vorjahresfinalist Schwäbisch Hall Unicorns und dem mittelhessischen Vertreter Marburg Mercenaries gaben einer Mitteilung des American Football Verband Deutschland (AFVD) nach auch die Berlin Rebels, die Dresden Monarchs, die Munich Cowboys und die Potsdam Royals bis zur Deadline am Freitag ein entsprechendes Signal.

Der amtierende Titelträger und Rekordmeister New Yorker Lions aus Braunschweig verzichtet in diesem Jahr ebenso wie Frankfurt Universe auf einen Start und beginnt, wie alle anderen Klubs, die den sogenannten Exit vorziehen, ab sofort mit den Planungen für den Sommer 2021.

Die Vertreter der übrig gebliebenen Teams werden nun am 31. Juli bei einem Workshop mit dem AFVD und der Liga das weitere Vorgehen besprechen. Die wegen der Corona-Krise verkürzte Saison soll am 5./6. September beginnen. Das Endspiel, der German Bowl, könnte am 10. Oktober in der Frankfurter Commerzbank-Arena steigen.

Die Vereine, die nicht mitspielen, hatten sich im Vorfeld der Entscheidung zusammengetan und in einer konzertierten Aktion mit fast gleichlautenden Begründungen ihren Verzicht öffentlich begründet. Schon zuvor hatte allen voran etwa Universe-Geschäftsführer Alexander Korosek kritisiert, dass der Verband sich nicht an gemeinsame Absprachen gehalten habe, darunter die Zusicherung einer sanktionsfreien Ausstiegsoption, einer sechswöchigen Trainingsphase mit Vollkontakt vor Beginn des Spielbetriebs und der Möglichkeit, 5000 Zuschauer ins Stadion zu lassen.

AFVD-Präsident Robert Huber hatte im Bestreben, die Vereine zum Mitmachen zu bewegen, auf ein Förderprogramm des Bundes hingewiesen, aus dem heraus die GFL bis zu einer Million Euro bekommen könnte, sollte sie vor wenigen oder gar keinen Zuschauern spielen.

Nur acht Teams in zweiter Liga

Auch die Klubs der zweitklassigen GFL 2 mussten bis Freitag ihre Bereitschaft zum Auflaufen zu- oder absagen. Im Unterhaus wollen von 16 Teams acht den Spielbetrieb aufnehmen.

Zu den spielwilligen Teams zählen die Cardinals aus Essen, Berlin Adler, Düsseldorf Panther, Razorbacks aus Fürstenfeldbruck, Langenfeld Longhorns, Saarland Hurricanes, Solingen Paladins und die Straubing Spiders.

Die hessischen Vertreter Wiesbaden Phantoms, Darmstadt Diamonds und Frankfurt Pirates sind derweil nicht darunter. Die Gießen Golden Dragons stiegen in der Vorsaison ohnehin aus der zweiten Liga ab.

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