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Der Knoten soll platzen: Rackelo-Trainer Patrick Unger stellt sein ProB-Team auf den Gastgeber Oberhaching am Sonntag ein.

Folgt für Rackelos der erste Sieg?

  • VonHarald Friedrich
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(sks). Die Gießen 46ers Rackelos warten in der Basketball-ProB noch auf ihren ersten Sieg. In Oberhaching soll am Sonntag (16 Uhr) der nächste Anlauf gestartet werden.

An Dramatik mangelte es nicht in den ersten vier Spielen, die der Drittligist bereits absolviert hat. Immer spielten die Rackelos bis zuletzt um den Sieg mit. Dennoch stehen die Mittelhessen nach wie vor mit leeren Händen da.

Das ist bitter, musste man sich zweimal doch erst nach Verlängerung geschlagen geben. Im Schnitt ließ man nur vier Punkte mehr als der Gegner zu. Hinzu kommt, dass Center Johannes Lischka und Guard Viktor Ziring zweimal den vermeintlichen Korb zum Sieg markierten. Beide Male kam selbiger aber Sekundenbruchteile zu spät, darunter zuletzt gegen den turmhohen Favoriten aus Koblenz, der sich furios ins Spiel zurückgekämpft hatte.

Damit stehen die Rackelos auf dem vorletzten Platz - und etwas unter Zugzwang, da es nun auf dem Papier gegen einen schlagbaren Gegner geht. Der Aufsteiger von 2019 aus Oberhaching steht im Tabellenmittefeld und gilt als äußerst robust: »Es sind auf jeden Fall viele gestandene Spieler dabei«, erklärt Rackelo-Coach Patrick Unger. Teile der umjubelten Aufstiegsmannschaft gehen im Münchener Speckgürtel noch immer auf Korbjagd. Unger spricht von einer Wundertüte: »Sie haben ein sehr gutes Spiel gegen Erfurt gemacht, dann zwei mittemäßige gegen Frankfurt und Speyer.«

Der ehemalige Damen-Bundestrainer warnt vor den verschiedenen Verteidigungsarten und der variablen Offensive, mit der Haching in der Regel agiert. Topscorer der Tropics ist Janosch Kögler, der in sein siebtes Jahr geht. Coach Mario Matic kann sich auf eine ganze Phalanx an altgedienten Akteuren verlassen. Allen voran ist Moritz Wohlers zu nennen, der bereits seit zehn Jahren für den TSV auf Korb- und Reboundjagd geht.

Gezielt ergänzt wurde der Kader im Sommer durch den ehemaligen Jugendnationalspieler Fynn Fischer. Der 22-jährige Center kann problemlos zweistellig scoren. Einziger »Import« ist der tscheschische Guard John Boyer, der bereits von 2017 bis 2020 bei den Gelbhemden in Oberhaching agierte.

»Bei uns wird es darauf ankommen, dass wir die Basics richtigmachen. Wir müssen rebounden und gut verteidigen, mit sehr viel Druck«, so Unger. Zudem gelte es, die lange Auswärtsfahrt wegzustecken: »Wenn wir das alles machen, hoffe ich, dass wir mit dem ersten Sieg nach Gießen zurückkehren werden.«

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