Ex-Hüttenberger Florian Billek (r.).
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Ex-Hüttenberger Florian Billek (r.).

Florian Billek: Lieber Wetzlar als Hüttenberg

(fk) Das sportlich so erfolgreiche Jahr ist für Florian Billek mit einem kleinen Rückschlag zu Ende gegangen. Der Heuchelheimer Handballer in Diensten des HSC Coburg hat sich kurz vor Weihnachten das Syndesmoseband im linken Knöchel gerissen, ist zum Zuschauen verdammt.

»Das ist viel schlimmer, als wenn man selbst spielt. Man kann einfach nicht eingreifen«, sagt der 27-Jährige, der das Jahr mit seinem Klub auf Platz drei der 2. Liga beendet. Dieser Zeitung hat der Rechtsaußen verraten, wie er die Feiertage verbracht hat, was Coburg so stark macht und warum er hofft, dass er nächstes Jahr nicht gegen seinen Ex-Klub TV 05/07 Hüttenberg antreten muss.

Florian Billek, die wichtigste Frage vorweg: Wie geht es Ihrem Fuß?

Florian Billek: Schon wieder besser. Die wichtigste Stelle des Syndesmosebands, die für die Festigkeit und Stabilität verantwortlich ist, ist Gott sei Dank ganz geblieben. Drumherum ist allerdings viel beschädigt. Ich musste jetzt ein paar Tage auf Krücken laufen, bin aber froh, dass es mittlerweile mit einer Schiene geht. Ich werde sicherlich noch ein paar Tage pausieren müssen, vielleicht schaffe ich es, zum Trainingsauftakt wieder fit zu sein. Mitte Januar sollte ich aber wohl wieder ins Training einsteigen können.

Die Verletzung war sicherlich das Weihnachtsgeschenk, auf das Sie gerne verzichtet hätten. Ist die momentane sportliche Situation mit dem HSC das beste Präsent zum Fest?

Billek: Für uns läuft es im Moment ganz gut, das stimmt. Wir sind jetzt zehn Spiele in Serie ungeschlagen, von denen wir neun gewonnen haben. Die Weihnachtszeit auf dem dritten Rang zu verbringen, sieht gut aus. Ich denke, wir können relativ entspannt in die Pause gehen.

Sie spielen in Coburg, kommen aus Heuchelheim. Wie haben Sie die Feiertage verbracht? Blieb trotz Handball etwas Zeit für die Familie?

Billek: Auf jeden Fall. Wir haben am 24. morgens noch mal trainiert, dann bin ich zu meinen Eltern und Großeltern nach Heuchelheim und wir haben gemeinsam Heiligabend gefeiert. Am 25. ging es dann weiter nach Stuttgart zu meiner Freundin. Am 26. war dann in Coburg wieder eine Trainingseinheit in Vorbereitung auf das Spiel gegen Rostock, bei der ich trotz Verletzung vor Ort war.

Sie haben eben Ihre Serie von zehn ungeschlagenen Spielen angesprochen. Was sind die Gründe für den Erfolg?

Billek: Wir haben uns vor der Saison gezielt und gut verstärkt. Im Rückraum haben wir zum Beispiel mit Adnan Harmandic und Romas Kirveliavicius noch mal ordentlich Qualität dazubekommen. Der Kader an sich ist sehr breit und ausgeglichen besetzt. Wir haben eine komplette zweite Reihe, die es uns erlaubt hat, auch verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Vor der Saison haben wir mit unserem Trainer Jan Gorr eine intensive Vorbereitung absolviert, die uns jetzt einige Vorteile bringt, zum Beispiel in Sachen Frische.

Von der Qualität im Rückraum profitieren anscheinend auch Sie auf Rechtsaußen. Schließlich sind Sie zweitbester Feldtorschütze der Liga.

Billek: Das ist eigentlich eine zweitrangige Geschichte. Als Außen bist du am meisten abhängig von deinen Mitspielern. Ich denke, ich profitiere auch von einer sehr guten Deckung und einem sehr guten Torwart, die es uns erlauben, Druck über die erste und zweite Welle zu machen. Aber sicherlich trägt auch die Qualität im Rückraum dazu bei, dass ich mehr Räume bekomme.

Muss der Aufstieg schon in dieser Saison das Ziel sein?

Billek: Wir haben klar nach außen kommuniziert, dass wir innerhalb der nächsten zwei Jahre aufsteigen wollen, deswegen gibt es an der Marschroute einstelliger Tabellenplatz erst einmal nichts zu korrigieren. Klar ist aber auch, dass wir natürlich unseren Tabellenplatz verteidigen wollen und nicht sagen, dass wir Fünfter werden wollen.

Zum Schluss ein Blick auf Ihren Ex-Verein. Der TV 05/07 Hüttenberg sorgt in der 3. Liga für Furore.

Billek: Es war ja klar, dass sie oben mitspielen würden. Dass sie aber so dominieren und bereits sieben Punkte Vorsprung haben, ist beeindruckend. Es spricht sicher für die Arbeit der Mannschaft und für die des Trainers, von dem ich nur Gutes gehört habe. Ich hoffe natürlich, dass sie aufsteigen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich sie nächstes Jahr nicht sehen will, sondern lieber in Wetzlar antreten würde (lacht).

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