Flensburg verpasst Final 4

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Die stärkste Liga der Welt guckt wieder mal nur zu, wenn der europäische Handball am ersten Juni-Wochenende in Köln den Besten seiner Besten kürt. Als letzter deutscher Klub scheiterte Meister SG Flensburg/Handewitt im Viertelfinale der Champions League am ungarischen Spitzenklub Telekom Veszprem, das 22:28 aus dem Hinspiel erwies sich als zu große Hypothek. Trotz eines furiosen Starts hieß es in Ungarn am Ende 25:29 – zum dritten Mal in Folge stieg die Handball-Bundesliga (HBL) vor der Endstation Köln aus.

Die stärkste Liga der Welt guckt wieder mal nur zu, wenn der europäische Handball am ersten Juni-Wochenende in Köln den Besten seiner Besten kürt. Als letzter deutscher Klub scheiterte Meister SG Flensburg/Handewitt im Viertelfinale der Champions League am ungarischen Spitzenklub Telekom Veszprem, das 22:28 aus dem Hinspiel erwies sich als zu große Hypothek. Trotz eines furiosen Starts hieß es in Ungarn am Ende 25:29 – zum dritten Mal in Folge stieg die Handball-Bundesliga (HBL) vor der Endstation Köln aus.

Dabei erwischte Flensburg in Ungarn einen Start nach Maß. Keine fünf Minuten waren gespielt, da führte die SG bereits 5:0, Veszprem erzielte erst in der neunten Minute den ersten Treffer. Doch die Gastgeber blieben cool, glichen in der 20. Minute erstmals zum 9:9 aus und ließen die Flensburger fortan nicht mehr weiter als bis auf zwei Tore davonziehen. "Nach 20 Minuten haben wir unsere Linie und unsere Lockerheit verloren", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Mitte der ersten Halbzeit zeichnete sich ab, dass es für den deutschen Meister nicht reichen würde. "Die letzten zehn Minuten waren hammerscheiße", sagte Flensburgs Spielmacher Rasmus Lauge – der übrigens in der nächsten Saison in Veszprem sein Geld verdient.

Fünf Jahre nach dem Champions-League-Triumph der Flensburger, dem bisher letzten deutschen Titel, verliert die HBL im europäischen Vergleich erneut ein bisschen an Boden. "Natürlich wären wir gerne beim Final Four dabei, aber eben nicht um jeden Preis", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann kürzlich der Stuttgarter Zeitung. Soll heißen: Kein Verein in der HBL verfügt über die Gelder, die beispielsweise Veszprem, der polnische Vertreter KS Kielce oder Frankreichs Topklub Paris St. Germain zur Verfügung haben.

Dass Geld allein aber auch kein Garant für den Erfolg ist, bekam zuletzt PSG mit seinem 20-Millionen-Etat zu spüren. Das Starensemble um Deutschlands Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer schied in der Champions League im Viertelfinale gegen KS Kielce aus.

Das kann für die kommende Saison nur eines bedeuten: Den Kader aufzustocken. Kein Problem, glaubt Bohmann, denn: "Wenn die noch mehr Geld bräuchten, würde man es ihnen wohl zur Verfügung stellen." Davon kann Flensburg mit seinem Etat von geschätzten sieben Millionen nur träumen.

Für das Team von Trainer Maik Machulla geht es nun mit voller Konzentration in der Meisterschaft weiter, am kommenden Sonntag steht das Spitzenspiel bei Rekordmeister THW Kiel an. Gewinnen die Flensburger, ist ihnen bei dann sechs Punkten Vorsprung in der Tabelle der insgesamt dritte Meistertitel nach 2004 und 2018 wohl kaum noch zu nehmen. "Das wird eines der größten Spiele, die es gibt", sagte der nach der Saison scheidende SG-Kapitän Tobias Karlsson am Sky-Mikrofon. Vielleicht geht es ja im nächsten Jahr noch ein bisschen größer.

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