Flensburg top

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(dpa). Maik Machulla war voll des Lobes. »Ich bin unglaublich stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein. Manchmal geht es nicht nur um Taktik, sondern einfach darum, zu kämpfen«, sagte der Trainer der SG Flensburg/Handewitt beim Pay-TV-Sender Sky, nachdem seine Schützlinge am Ostersonntag mit einem 32:29-Sieg beim SC Magdeburg die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga erfolgreich verteidigt hatten.

Dass die Flensburger mit 36:4 Punkten noch immer vor dem THW Kiel (35:5) an der Spitze stehen, stand allerdings auf der Kippe. Kreisläufer Simon Hald, der zuvor eine Corona-Quarantäne abgesessen hatte, fiel mit Kreislauf- und Herz-Rhythmus-Problemen aus. Und Spielmacher Jim Gottfridsson kassiert schon in der 21. Minute eine berechtigte Rote Karte. Zudem verdrehte Rückraumspieler Magnus Röd sich das Knie, war nur noch begrenzt einsetzbar.

Dennoch gelang den Flensburgern der erste Sieg beim SCM seit fast zehn Jahren. Machulla kommentierte: »Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll. Bei jedem Spiel fällt ein Spieler aus, und trotzdem kriegen wir es jedes Mal wieder hin.«

Froh dürfte der 44-Jährige auch darüber gewesen sein, dass Hald nach Untersuchungen in einer Magdeburger Klinik mit der Mannschaft zurückreisen konnte. In Flensburg sollen weitere Kontrollen folgen.

Der SC Magdeburg hat sich nach der ersten Niederlage nach zuvor 22 ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie mit 34:12 Punkten aus dem Titelrennen verabschiedet. »Die Rote Karte von Jim Gottfridsson hat uns tatsächlich komplett aus dem Rhythmus gebracht, das tut im Nachhinein arg weh«, sagte SCM-Coach Bennet Wiegert.

THW-Trainer Filip Jicha war unterdessen nach dem 33:28 seiner Kieler über den TVB Stuttgart nicht zu 100 Prozent zufrieden: »Ich musste heute in einigen Phasen sehr kritisch mit meiner Mannschaft sein«, sagte der 38-jährige Tscheche. Was als Routinesieg geplant war, entpuppte sich als extrem schwierige Aufgabe. Jicha: »Wir mussten alles reinwerfen, alles investieren, um gegen starke Stuttgarter zwei Punkte zu holen.«

Frisch Auf Göppingen bleibt derweil im Jahr 2021 ungeschlagen. Das 25:24 (12:12) über die Füchse Berlin war der achte Sieg im achten Spiel, zu dem Linksaußen Marcel Schiller elf Treffer beisteuerte. Zwar traf Berlins Valter Chrintz noch einmal, aber der Ball war erst nach der Schlusssirene hinter Linie. Die Rhein-Neckar Löwen unterlagen bei der HSG Wetzlar 32:34 (15:18). Schon am Samstag schlugen den Eulen Ludwigshafen den HSC 2000 Coburg 22:19 (11:6).

Für die Spitzenclubs aus Kiel und Flensburg geht es schon am Mittwoch in der Champions League weiter. Während der THW Kiel (18.45 Uhr/DAZN) den ungarischen Vizemeister Pick Szeged nach dem 33:28 im ersten Duell zum Rückspiel empfängt, steht für die SG (20.45 Uhr / live DAZN) erst das Hinspiel gegen den HC Zagreb auf dem Programm. Die Partie, die ursprünglich in der vergangenen Woche gespielt werden sollte, war wegen Corona-Fällen beim kroatischen Rekordmeister ausgefallen und findet ebenso wie das Rückspiel am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN) in Flensburg statt.

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