Flensburg patzt

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(dpa). Martin Schwalb genoss bei den Rhein-Neckar Löwen jede Sekunde seiner siegreichen Rückkehr als Bundesliga-Trainer nach 2107 Tagen, Meister-Coach Maik Machulla war nach dem empfindlichen Rückschlag für die SG Flensburg/Handewitt im Titelkampf sichtlich bedient. Der Titelverteidiger kassierte am Sonntag bei Frisch Auf Göppingen eine überraschende 26:28 (13:17)-Niederlage und hat als Tabellenzweiter der Handball-Bundesliga nun bereits vier Minuspunkte mehr als Spitzenreiter THW Kiel.

Ausgelassene Stimmung herrschte dagegen bei "Löwen-Dompteur" Schwalb. Der Ex-Nationalspieler feierte am Samstagabend vor knapp 12 000 Fans beim 30:23 (15:12) gegen die TSV Hannover-Burgdorf eine rundum gelungene Bundesliga-Rückkehr als Trainer der Mannheimer, die nach dem ersten Liga-Heimsieg des Jahres im Kampf um einen internationalen Startplatz wieder kräftig mitmischen. "Es ist unbeschreiblich schön und macht total Spaß. Gerne ganz viel mehr davon. Ich bin echt geflasht, was hier los ist", sagte Schwalb.

In Spiel zwei unter Schwalbs Regie - sein Debüt auf der Löwen-Bank hatte der 56-Jährige am vergangenen Mittwoch im EHF-Cup gegen Liberbank Cuenca (36:25) gegeben - zeigte der deutsche Meister von 2016 und 2017 seine bisher stärkste Leistung in diesem Jahr. "Die Situation war nicht einfach, aber die Jungs haben alles reingeknallt", lobte Schwalb.

"Wir haben heute befreit aufgespielt", stellte Regisseur Andy Schmid fest. Der Schweizer war mit zehn Toren bester Werfer beim Sieger, der als Tabellensechster mit 32:16 Punkten dicht an die Rivalen Hannover, Füchse Berlin (beide 34:16) und SC Magdeburg (35:15) heranrückte. Dennoch verfiel Schwalb nicht in Euphorie: "Es gibt keinen Ersatz für Siege. Aber man muss auch klar sagen, dass nicht alles Gold ist, was da jetzt glänzt."

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