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Sander Sagosen (5) muss mit seinem THW Kiel auf dem Weg zum Titel am letzten Bundesliga-Spieltag noch die Hürde Rhein-Neckar Löwen nehmen.

Handball-Bundesliga

Flensburg hofft auf RN Löwen

(sid). Noch ein Punkt fehlt: Im Titelduell um die deutsche Meisterschaft gegen den Erzrivalen SG Flensburg/Handewitt hat Rekordchampion THW Kiel alle Trümpfe in der Hand - aber am letzten Spieltag die kniffligere Aufgabe.

Die für den 22. Meistertitel vielleicht mitentscheidende Erholungsphase begann für den THW Kiel schon während des letzten Heimspiels. Als der Rekord-Champion nach 33 Minuten gegen Pokalsieger TBV Lemgo mit 23:9 führte, ließ Trainer Filip Jicha seine Stars bis zum Schlusspfiff weitgehend auf der Bank.

Körner sparen, bloß keine Verletzungen riskieren - das stand vor dem Fernduell mit dem Erzrivalen SG Flensburg/Handewitt am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) ganz oben auf der Agenda. Und so war der Tscheche erleichtert, als seine Mannschaft Lemgo im Schongang mit 33:23 besiegt hatte.

»Vielleicht hilft das zu einem Prozent«, sagte der 39-Jährige, dessen Schützlinge schon 58 Pflichtspiele in den Knochen haben. Aber eben auch einen Zähler mehr als die SG auf dem Punktekonto, schon ein Unentschieden würde zur erfolgreichen Titelverteidigung reichen, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Und da sind die Zebras im Vorteil.

Allerdings: Die sportliche Herausforderung ist für den Tabellenführer deutlich größer. Beim Ex-Meister Rhein-Neckar Löwen haben die Kieler in den vergangenen Jahren schon so manche Niederlage kassiert. In der Flens-Arena hingegen wäre alles andere als ein Heimsieg der SG gegen die lange vom Abstieg bedrohte HBW Balingen/Weilstetten eine handfeste Sensation.

Da bleibt den Flensburgern nur, mit Fatalismus in das norddeutsche Bundesliga-Finale zu gehen. »Wir können einfach nur bis Sonntag gut regenerieren, dann unsere Arbeit machen und dann sehen, was kommt«, sagte der Norweger Magnus Röd.

Eine Aktion des Linkshänders beim mühsamen 27:26-Sieg der Flensburger am Mittwoch beim HC Erlangen hätte sogar schon das Ende aller Hoffnungen auf den vierten Meistertitel bedeuten können. Röd blockte in der Schlusssekunde einen Erlanger Distanzwurf. Trotz vehementer Proteste sahen die Schiedsrichter darin keinen Regelverstoß und sprachen den Platzherren keinen Siebenmeter zu.

Somit gibt es ihn, den Showdown am 38. und letzten Spieltag. Und er findet planmäßig, termingerecht und zumindest vor kleinem Publikum statt. Trotz 41 pandemiebedingter Spielverlegungen und obwohl - auch wegen Corona - erstmals 20 statt wie sonst gewohnt 18 Ligamannschaften am Start waren.

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