Nur Finnegan Pralle gewinnt

  • VonFrank Drill
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Auch am dritten Spieltag unterstrichen die verlustpunktfreien Spitzenteams aus Fulda und Oberursel ihre Dominanz in der Schach-Verbandsliga Nord. Während der SV Oberursel II den Tabellenvorletzten SG Turm Idstein mit 7:1 abfertigte, kam der SC Fulda zu einem ungefährdeten 5,5:2,5-Erfolg bei den ersatzgeschwächten Biebertaler Schachfreunden. Ohne die beiden Spitzenspieler FM Alexander Krastev (Schulausflug nach England) und Frank Roeberg (beruflich verhindert) waren die Erfolgsaussichten der Gastgeber bereits vor dem ersten Zug auf ein Minimum reduziert.

Auch am dritten Spieltag unterstrichen die verlustpunktfreien Spitzenteams aus Fulda und Oberursel ihre Dominanz in der Schach-Verbandsliga Nord. Während der SV Oberursel II den Tabellenvorletzten SG Turm Idstein mit 7:1 abfertigte, kam der SC Fulda zu einem ungefährdeten 5,5:2,5-Erfolg bei den ersatzgeschwächten Biebertaler Schachfreunden. Ohne die beiden Spitzenspieler FM Alexander Krastev (Schulausflug nach England) und Frank Roeberg (beruflich verhindert) waren die Erfolgsaussichten der Gastgeber bereits vor dem ersten Zug auf ein Minimum reduziert.

Ähnlich desillusionierend wie die nominellen Kräfteverhältnisse war dann auch der Spielverlauf. Philipp Risius, normalerweise ein Muster an Beständigkeit, wurde im orthodoxen Damengambit vom 85-jährigen Oldie Vitali Ugolyk bereits in der Eröffnung um eine Qualität erleichtert, so dass er nach 90 Minuten die Waffen streckte und die »Kapitänsbinde« an Andreas Barth weiterreichte. Letztgenannter bekam mit Schwarz am Spitzenbrett ebenfalls kein Bein auf die Erde. Fuldas Paul Kloninger (DWZ 2260) hatte mit dem Torre-Angriff (1. d4 Sf6 2. Sf3 d5 3. Lg5 usw.) eröffnet und die Felderschwächen des Nachziehenden am Königsflügel partieentscheidend ausgenutzt.

Ein Spiel auf ein Tor – nämlich auf das der Biebertaler – war auch die Begegnung am achten Brett, wo Julia Peschel keinen Zugriff auf die Skandinavische Eröffnung (1. e4 d5 2. ed5: Dd5:) von SCF-Neuzugang Albrecht Töpfer (DWZ 1991) bekam. In der scharfen Position mit heterogener Rochadestellung war Töpfer bereits vor dem 25. Zug am Königsflügel durchgebrochen. Eher unglücklich war hingegen die Niederlage von Florian Reichelt. Er hatte im Skandinavier per Figurenopfer den schwarzen König ins Zentrum gezerrt, dann jedoch den letzten Schritt zum Schachmatt nicht getätigt. Fuldas Martin Küpper bekam so die Möglichkeit, seinen bedrängten Monarchen auf das sichere Feld h7 zu evakuieren und den eigenen Materialvorteil zur Geltung zu bringen.

Dem Kurzremis nach 13 Zügen von Nils Damm gegen den Fuldaer Philipp Reh folgten zwei ausgekämpfte Unentschieden vom 16-jährigen Verbandsliga-Debütanten Jonathan Grunwald (DWZ 1765) und von Routinier Alexander Lähnwitz jeweils im Turmendspiel. Das Biebertaler Fähnlein aufrechthalten konnte Finnegan Pralle (ebenfalls 16 Jahre alt). Pralle hatte im Geschlossenen Sizilianer (1. e4 c5 2. Sc3 usw.) auf die kurze Rochade verzichtet und stattdessen durch Vormarsch des h-Bauern die Linienöffnung forciert, wogegen Ivan Mihaly kein Mittel fand. Als der Biebertaler Nachwuchsspieler sich anschickte, mit der Dame auf h8 matt zu setzen, stellte Mihaly die Uhr ab.

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