HSG im Finale gestoppt

(ra) Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat beim 2. Eisele-Cup des TV Bittenfeld das Turnierfinale verloren. Die Mittelhessen unterlagen am Sonntagabend dem von Ex-Weltmeister Markus Baur trainierten Schweizer Champions-League-Teilnehmer Kadetten Schaffhausen mit 33:34 (29:29, 13:13) nach Siebenmeterwerfen.

Von größerer Bedeutung im Hinblick auf die Rundenfortsetzung in zwei Wochen könnte allerdings das verletzungsbedingte Ausscheiden von Rückraumspieler Kristian Bliznac werden, der schon nach wenigen Endspiel-Minuten über Kniebeschwerden klagte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Eine Untersuchung bei Teamarzt Marco Kettrukat am heutigen Montag soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

Gegen den Schweizer Erstligisten spielten die Grün-Weißen über weite Strecken mit der Dreier-Rotation Florian Laudt, Adnan Harmandic und Ivano Balic auf der linken Rückraumseite, da auch Nationalspieler Steffen Fäth noch nicht zur Verfügung steht. Sollte sich die Verletzung von Bliznac als schwerwiegend herausstelllen, würde eine im Januar angedachte Nachverpflichtung für den linken Rückraum wieder zum Thema werden.

In einem komplett ausgeglichenen, kampfbetonten Endspiel beförderte der neunfache Torschütze Tobias Reichmann mit seinem Treffer in der Schlussminute zum 29:29 die HSG Wetzlar ins Siebenmeterwerfen. Als Jens Tiedtke vom Punkt nicht verwandeln konnte, ließen sich die Schaffhausener, bei denen Peter Kukucka fünfmal erfolgreich war, die Chance auf den Turniersieg nicht nehmen. Turnierdritter wurde der gastgebende Zweitligist TV Bittenfeld, Vierter der HC Alpha Hard aus Österreich.

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben nun zwei Tage frei, am nächsten Sonntag folgt in Baunatal das letzte Testspiel gegen den Erstliga-Rivalen TBV Lemgo (16 Uhr), bevor am 8. Januar im Heimspiel gegen den HSV Hamburg (19 Uhr) der Erstliga-Restart erfolgt.

Im Rahmen des viertägigen Trainingslagers in Stuttgart hatte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider am Samstagabend das Halbfinale gegen zweifachen österreichischen Meister HC Alpha Hard deutlich mit 36:26 (18:15) gewonnen. Die Flügelzange Kevin Schmidt/Tobias Reichmann ragte dabei mit zusammen 16 Treffern heraus. Während EM-Rückkehrer Kent-Robin Tönnesen bei seinen vier Treffern bereits wieder Akzente setzten konnte, fehlte sein norwegischer Nationalmannschaftskollege Magnus Dahl wegen einer Magen-Darm-Infektion.

Außerdem waren die Rekonvaleszenten Steffen Fäth und Daniel Valo nicht dabei.

Trainer Kai Wandschneider war sowohl mit dem Turnierverlauf als auch mit den Leistungen seiner Mannschaft hochzufrieden. "Moral und Einstellung waren da. Nach dem Ausfall von Kristian Bliznac haben wir ohne echten Halblinken gute spielerische Lösungen gefunden und am Ende gegen ein Kadetten-Team in Bestbesetzung nur unglücklich im Siebenmeterwerfen verloren." Allerdings weiß der 54-Jährige auch, dass ein längerfristiger Ausfall des Schweden mehr noch für den Innenblock als für den Angriff zu eine personelle Sofortmaßnahme erfordert.

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