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Die Pferde, wie hier Cover Girl von Wolfgang Seidler (RFV Holzheim/Grüningen), springen ab diesem Wochenende auf Wettkämpfen wieder in heimischen Gefilden.

Fest für Pferde, aber ohne Zuschauer

  • VonPetra Pickenhahn
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(pic). Acht Minuten. In dieser kurzen Zeit waren die nahezu 1600 Startplätze der 27 Prüfungen bei den Mücker Pferdetagen restlos vergeben.

Das zeigt, wie groß nach all den Pandemie-Monaten die Motivation der Reiter ist, sich und ihre Vierbeiner beim ersten heimischen Turnier präsentieren zu dürfen. Der Reit- und Fahrverein Mücke lädt ab dem heutigen Donnerstag auch wieder Amateure ein zur Jagd auf goldene Schleifen. Zuschauer sind jedoch nicht zugelassen.

Ein strenges Hygienekonzept wird auf der weiträumigen Anlage in Atzenhain umgesetzt. Der Verein steht in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, um die Auflagen zu erfüllen.

»Die meisten unserer Helfer sind zur Kontrolle der Maßnahmen eingeteilt«, sagt Monika Bellof vom Ausrichter. Ein Volksfest, wie sonst bei den Mücker Pferdetagen, wird es diesmal nicht geben.

»Aber das Wichtigste ist doch unser Sport«, sagt Bellof »wir freuen uns darauf, endlich wieder Wettbewerbe auszurichten.«

Am Samstag beginnt in Atzenhain die Mittelhessen-Tour der Springsportförderung Hessen, erstmals ist die Zahl der Teilnehmer pro Prüfung begrenzt. Dennoch gehen 80 Paare jeweils in der kleinen (Klasse A**), mittleren (Klasse L) und großen Tour (Klasse M*) in den Parcours. Das M*-Springen zählt auch als erste Wertung der Kreismeisterschaft des Kreisreiterbunds Rhön-Vogelsberg in den Leistungsklassen 2 und 3. Die zweite Wertung folgt am Sonntag mit einem M*-Springen mit Joker.

Schwerste Prüfung: Springen der Klasse S* mit Stechen

Die schwerste Prüfung des Turniers ist ein Springen der Klasse S* mit Stechen. 57 Teilnehmer sind hierfür gemeldet. Parallel läuft im Viereck nebenan die Qualifikation für den Osthessen-Cup, eine Dressur der Klasse M*.

Besonders fiebern sicherlich die Jüngsten im Sattel dem Wochenende entgegen. Im Springreiterwettbewerb und der E-Dressur dürfen sie ihr Können zeigen. Bei den Prüfungen für junge Pferde wurde ebenfalls der besonderen Umstände gedacht.

In der Dressurpferdeprüfung Klasse A dürfen nun auch siebenjährige Vierbeiner außer Konkurrenz teilnehmen, um Erfahrung zu sammeln. Oder wie es Bellof formuliert: »Ein Fest der Pferde soll unser Turnier auf jeden Fall werden.«

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