FSV Fernwald

Fernwalds Trainer: "Wir sind noch nicht durch"

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Der FSV Fernwald verliert das Spitzenspiel in der Fußball-Verbandsliga Mitte in Dietkirchen. Trainer Karl-Heinz Stete warnt davor, den Hessenliga-Aufstieg schon als erreicht abzuhaken.

Mit einer verdienten 1:3-Niederlage musste der Spitzenreiter FSV Fernwald am Samstag die Heimreise vom Topspiel der Verbandsliga Mitte beim Tabellendritten TuS Dietkirchen antreten. "Der TuS war der erwartet schwere Gegner und hat verdient gewonnen. Dietkirchen hat den Sieg mehr als wir gewollt. Gegen die robuste Gangart muss man sich das Glück erarbeiten. Wir sind noch nicht durch und müssen in den kommenden zwei Wochen hart arbeiten, um im nächsten Spitzenspiel in Zeilsheim besser gerüstet zu sein", sagte Karl-Heinz Stete.

Der FSV-Trainer agierte mit Dominik Völk und Louis Goncalves als "Doppel-Sechs" und überraschte mit Oliver Richardt als Rechtsaußen. Dafür nahm Torjäger Felix Erben zunächst auf der Bank Platz. Die Gäste waren mit ihren Gedanken noch in der Kabine, als der TuS nach 30 Sekunden in Führung ging. Daniel Erben kam bei einem Zweikampf zu spät, was zu einem Freistoß für die Hausherren führte. Diesen zirkelte Kevin Kratz in den FSV-Strafraum, wo Daniel Erben im Kopfballduell mit Robin Dankof erneut zweiter Sieger blieb – es stand 0:1 aus Sicht des Tabellenführers.

Denis Weinecker verzog kurz darauf nach einem Szymanski-Pass knapp (7.), während Kevin Kratz auf der Gegenseite einen Freistoß knapp neben das Gästetor setzte (8.). Als die Gäste das Leder nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte, traf Kratz per Flachschuss zum 2:0 für den gnadenlos effektiv agierenden TuS (20.). In der Folgezeit wurde die Partie ruppiger und André Marius Jörg musste nach einem nicht geahndeten Ellenbogencheck aufgrund einer Platzwunde über dem Auge behandelt werden. Mit dem nötigen Adrenalin im Blut tankte sich André Marius Jörg kurz darauf nach einem Einwurf bis auf die Grundlinie durch und traf aus spitzem Winkel zum 1:2-Pausenstand (37.).

FSV-Trainer Karl-Heinz Stete reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte mit Ufuk Ersentürk für Daniel Erben sowie Neven Vujica für Oliver Richardt neue Impulse. Zudem rückte Dominik Völk fortan ins Zentrum der Viererkette. Dennoch taten sich die Gäste gegen die im 4-4-2-System geschickt verteidigenden Hausherren weiterhin sehr schwer. "Wir sind mit der Härte des Gegners nicht klargekommen", räumte Stephen Jäckel nach dem Spiel ein.

Ein Schuss von Jason Schäfer strich knapp am Tor des Gästekeepers vorbei (60.), während ein Freistoß von Kevin Bartheld über die Latte des TuS-Kastens strich (63.). Das Spiel der Gäste blieb geprägt von vielen Stock- und Abspielfehlern. Dies machte es der gut harmonierenden TuS-Defensive einfach, ihren Strafraum sauber zu halten. Stattdessen zwang Marco Müller Gästekeeper Stephen Jäckel nach einem Solo zu einer Glanzparade. Nach dem folgenden Kratz-Eckstoß köpfte Müller am langen Pfosten zum 3:1 für den TuS ein (72.).

Fernwald hatte danach noch genügend Chancen, um den Anschluss herzustellen: Szymanski scheiterte mit einem Drehschuss an Keeper Raphael Laux (75.), während ein Bartheld-Freistoß auf die Latte klatschte (79.). Ein Weinecker-Schuss wurde zudem von der Linie gekratzt (90.).

"Meine junge Elf ist bis ans Limit gegangen und hat nach unserem Stotterstart nach der Winterpause die richtige Antwort gezeigt. Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt und das 3:1 war wichtig, da der FSV mit seiner individuellen Klasse immer für ein Tor gut ist", sagte TuS-Trainer Thorsten Wörsdorfer, der mit seiner Elf zumindest weiterhin gut im Rennen um den Relegationsplatz zur Hessenliga liegt.

TuS Dietkirchen: Laux; Nickmann, Kratz, Rademacher, Schmitt, Hautzel, Mink (ab 63. Müller), Wenig, Schäfer (ab 81. Leukel), Dankof, Zuckrigl (ab 87. Dietrich).

FSV Fernwald: Jäckel; Bender, Fischer, Daniel Erben (ab 46. Ersentürk), Jörg, Völk (ab 72. Felix Erben), Goncalves, Bartheld, Weinecker, Richardt (ab. 46. Vujica), Szymanski.

Im Stenogramm: SR: Becher (Karben). – Z.: 180. – Tore: 1:0 (1.) Dankof, 2:0 (20.) Kratz, 2:1 (37.) Jörg, 3:1 (72.) Müller.

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