Fernwald unterliegt in Stadtallendorf mit 0:1

(se) Ein weiterer Rückschlag für den Fußball-Hessenligisten FSV Fernwald, der am Samstag bei Eintracht Stadtallendorf eine deutliche 0:3-Niederlage hinnehmen musste und in der Tabelle damit auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschte. Die Hausherren gewannen unter dem Strich auch in dieser Höhe verdient; denn nur sie entwickelten in dieser Partie Torgefahr, während der FSV in den gesamten 90 Minuten kaum eine nennenswerte Chance herausspielte und trotz zahlreicher guter Ansätze völlig zu Recht mit leeren Händen dastand.

Dabei spielte der FSV auf dem Kunstrasenplatz neben dem Herrenwaldstadion - der Rasen im Stadion musste nach dem Hessentag neu eingesät werden und steht erst im nächsten Jahr wieder zur Verfügung- nicht nur ordentlich mit, sondern besaß, zumindest im ersten Spielabschnitt sogar deutliche Vorteile, bis zum Führungstreffer, einem von Marc Schilhabl verwandelten Strafstoß, den Fernwalds Torhüter Sven Schmitt an Dennis Lepper verursachte. "Er wollte den Strafsto?, berichtete hinterher FSV-Coach Daniyel Bulut, der als Trainer der Wiesecker A-Junioren den jungen Stadtallendorfer unter seinen Fittichen hatte. Nach dem Rückstand musste sich der FSV erst wieder ins Spiel zurückfinden, das er in der Viertelstunde vor dem Tor kontrolliert hatte. Die Fernwälder ließen auf dem schnellen Geläuf den Ball in den eigenen Reihen laufen. Die Hausherren reagierten mit Härte, zum Leidwesen von Sven Ehser, der nach 20 Minuten verletzt ausscheiden musste. Schiedsrichter Boris Reisert ließ es bei den Attacken gegen Ehser mit Ermahnungen bewenden. Trotz ihrer Überlegenheit gelang es den Gästen nicht, das Tor von Dusan Olujic ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der Stadtallendorfer Keeper musste zwischen der zwölften und 15.

Minute mehrfach eingreifen, als Ahmet Marankoz, Kian Golafra, Dominik Völk und Daniel Beck ihr Glück versuchten, doch stellten die Versuche kein Problem für Olujic da. Nach dem Rückstand in der 25. Minute benötigten die Fernwälder eine gewisse Zeit, um wieder ins Spiel zu finden. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff versuchte noch einmal Golafra sein Glück, doch auch diesmal ließ sich der Eintracht-Keeper nicht bezwingen.

Nach Wiederbeginn wurde die Eintracht stärker, zielstrebiger. Der FSV gefiel zwar mit seinem sicheren Kombinationsspiel, doch in Tornähe waren die Gäste mit ihrem Latein am Ende. In der 62. Minute fiel dann die Entscheidung. Einen abgewehrten Eckball nahm Fejz Hodaj auf, und gegen seinen noch abgefälschten Direktschuss hatte Sven Schmitt keine Abwehrchance. Den Toreschlusspunkt setzte 20 Minuten vor dem Ende Ingo Czyrzewski, der zuvor von Daniel Hainmüller glänzend freigespielt worden war und aus kurzer Distanz Schmitt das Nachsehen gab. Drei Minuten vor dem Ende erhielt Stadtallendorfs Dennis Lepper die Rote Karte, der nach Anzeigen des Schiedsrichterassistenten vom Unparteiischen des Feldes verwiesen wurde. Auf den Ausgang der Partie hatte dieser Platzverweis aber keinen Einfluss mehr.

FSV-Trainer Daniyel Bulut beklagte die Harmlosigkeit seiner Mannschaft, aber auch, dass der junge Unparteiische seine Spieler, allen voran Sven Ehser , vor unfairen Attacken nicht seiner Aufgabe entsprechend schützte. "Wir haben im entscheidenden Moment unsere Tore gemacht", bilanzierte Stadtallendorfs Dragan Sicaja, der sich vor allem über die Rote Karte für Dennis Lepper ärgerte.

Eintracht Stadtallendorf: Olujic - Rasiejewski, Kasseckert (ab 45. Celiksoy), Schilhabl, Blöss - Ademi (ab 58. Cramer), Hainmüller, Vidakovics, Lepper - Hodaj, Czyrzewski (ab 87. Wagner).

FSV Fernwald: Schmitt: Erben, Schadeberg, Bodnar, Öztürk - Buycks (ab 61. Gashi), Golafra, Völk, Ehser (20. Damar) - Marankoz, Beck.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Reisert (Rödermark). - Zuschauer: 300. - Torfolge: 1:0 (25.) Schilhabl (Foulelfmeter), 2:0 (62.) Hodaj, 3:0 (70.) Czyrzewski. - Gelbe Karten: Hodaj (50.), Rasiejewski (68.), Czyrzewski (87.) - Buycks (25.), Marankoz (68.), Damar (79.). - Rote Karte: Lepper (82./Stadtallendorf).

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