FSV Fernwald II steigt auf

Ausgesprochen spannend gestaltete sich das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga B Gießen, Gruppe 3, in der sich mit den zweiten Mannschaften des FSV Fernwald und des TSV Großen-Linden zwei Teams recht frühzeitig von der Konkurrenz abgesetzt hatten und sich einen Zweikampf um den Titel lieferten. Zwar befanden sich die Fernwälder lange Zeit in der Rolle des Verfolgers, doch mit dem 3:0-Erfolg am 9. Mai im direkten Duell mit den Lindenern machte der FSV den Weg an die Tabellenspitze frei.

(se) Ausgesprochen spannend gestaltete sich das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga B Gießen, Gruppe 3, in der sich mit den zweiten Mannschaften des FSV Fernwald und des TSV Großen-Linden zwei Teams recht frühzeitig von der Konkurrenz abgesetzt hatten und sich einen Zweikampf um den Titel lieferten. Zwar befanden sich die Fernwälder lange Zeit in der Rolle des Verfolgers, doch mit dem 3:0-Erfolg am 9. Mai im direkten Duell mit den Lindenern machte der FSV den Weg an die Tabellenspitze frei. Der Rest war Formsache. Drei deutliche Siege in den verbleibenden Spielen bescherten dem FSV dann den Meistertitel und den Aufstieg in die Kreisliga A, den der TSV Großen-Linden via Relegationsrunde dann auch geschafft hat. Im Ziel hatte Fernwald II einen Punkt Vorsprung vor dem TSV II, verfügte bei 128:28 Saisontreffern über die deutlich bessere Tordifferenz.

Obwohl der Meister und sein "Vize" die Konkurrenz recht deutlich beherrschten, gab es auch Rückschläge, wie Trainer Marko Semlitsch berichtete. So stand der Trainer phasenweise nicht zur Verfügung. "Mir wurde eine 6,5 Kilogramm schwerer Tumor aus dem Körper entfernt", berichtete der Coach. In dieser Phase war an Fußball-Spielen natürlich nicht zu denken. Fast nicht, denn Marko Semlitsch "verpflichtete" mit Dirk Luley einen langjährigen Weggefährten als seinen Stellvertreter, der das Training übernahm und auch als Spieler wertvolle Dienste leistete. Unter Dirk Luley setzte der FSV seine Erfolgsserie fort. Auch Michael Meyer kam im Laufe der Saison wie drei weitere Spieler dazu und trug sich neunmal in die FSV-Torschützenliste ein. "Unser erfolgreichster Torschütze war Florian Siebert mit 17 Toren", berichtete Semlitsch. Weitere "Toptorschützen" bei der FSV-"Zweiten": Volkan Öztürk mit 16 Toren, Marc Balser traf 14-mal ins Schwarze. Der Spielertrainer selbst war trotz seiner krankheitsbedingten Pause fünfmal erfolgreich. "Wir haben im gesamten Saisonverlauf 42 Spieler eingesetzt", berichtete der 41-Jährige. Eine zweite Mannschaft hat eben auf die Gegebenheiten der ersten Rücksicht zu nehmen. Trotzdem war das Team für die Spieler keine Durchlaufstation.

Nur fünfmal ist der FSV Fernwald II in der vergangenen Runde nicht als Sieger vom Platz gegangen und kassierte am 6. September mit dem 1:3 beim VfB 1900 Gießen II sowie in der Rückrunde mit dem 1:6 auf eigenem Platz ebenfalls gegen die Gießener die beiden einzigen Niederlagen. Wichtig war, dass die Bilanz gegen den großen Konkurrenten positiv gestaltet wurde: Einem 1:1 am 18. Oktober in Großen-Linden folgte das wichtige 3:0 im Spiel der Rückrunde. "Am Ende ist es sehr gut gelaufen", freute sich Marko Semlitsch, der nach dem 3:0 am 29. Mai bei Teutonia Watzenborn-Steinberg die Meisterschaft mit seinen Teamkollegen feiern konnte. Die zweite Mannschaft des FSV Fernwald spielt künftig in der Kreisliga A um Punkte.

"Vor dieser Klasse habe ich keine Angst", sagte Semlitsch, denn aus seinen Zeiten als Trainer in Annerod kennt er die Liga bestens. Er weiß also, was auf ihn und seine Mannschaft zukommt. Mit dem Aufstieg ist dem FSV Fernwald auch gelungen, die Lücke zwischen der ersten Mannschaft in der Hessenliga und der "Zweiten" zu verkleinern. Das ist ein erster Schritt, die zweite Mannschaft für interessierte Fußballer attraktiver zu machen.

Und Spieler aus dem Kader des Hessenligateams, die vorübergehend hier keine Berücksichtigung finden oder nach einer Verletzung wieder an ihre alte Leistungsstärke herangeführt werden sollen, haben in der "Zweiten" die Chance, sich für andere Aufgaben anzubieten.

Das geht über eine Mannschaft in der A-Liga besser als bei einem B-Liga-Team. Zwar liegen noch immer vier Klassen zwischen dem FSV I und dem FSV II, aber mit dem Aufstieg hat die zweite Fernwälder Mannschaft den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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