Der FSV Fernwald jubelt über seine Comeback-Qualitäten in Friedberg.
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Der FSV Fernwald jubelt über seine Comeback-Qualitäten in Friedberg.

Fußball

FSV Fernwald macht in Friedberg aus 0:2 ein 3:2

  • vonred Redaktion
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Der FSV Fernwald findet in die Erfolgsspur. In Friedberg dreht der Fußball-Hessenligist einen 0:2-Rückstand in einen Sieg und ist damit wettbewerbsübergreifend seit nun sechs Partien ungeschlagen.

Ratlosigkeit bei den Fußballern von Türk Gücü Friedberg, Riesenjubel im Lager des FSV Fernwald: Nach drei Spielen, aus denen ohne eigene Treffer lediglich ein Zähler herausgesprungen war, musste der Wetterauer Hessenligist gestern Nachmittag gegen den zuletzt dreimal in Folge ungeschlagenen FSV Fernwald nicht nur eine bittere 2:3 (2:0)-Heimniederlage hinnehmen, sondern hat womöglich auch noch ein Trainer-Problem.

Weshalb, wurde in der anschließenden Pressekonferenz deutlich, die Türk Gücü-Coach Carsten Weber dazu nutzte, einen Rundumschlag in quasi alle Richtungen zu verteilen.

Der Friedberger Übungsleiter sprach von massiven Schwierigkeiten, mit denen er sich im Umfeld der Mannschaft befassen müsse: "Und damit meine ich nicht nur die desolaten Platzverhältnisse". Das klang unmissverständlich und warf die Frage auf, ob er sich einen Rücktritt vom Traineramt vorstellen könne. "Kann schon sein", antwortete Weber ohne zu zögern.

Man darf gespannt sein, wie es in Sachen Coaching bei den Kreisstädtern, die sportlich gesehen trotz der jüngsten Nackenschläge durchaus auf Kurs liegen, in dieser Woche weitergeht.

Derweil freute sich Fernwalds Trainer Daniyel Bulut, der speziell dem früh eingewechselten Mica Hendrich ein Sonderlob attestierte, über den gelungenen Auswärtscoup: "Klar, nach dem recht deutlichen Pausenrückstand wäre ich auch mit einem Remis zufrieden gewesen. Aber meine Spieler haben in den zweiten 45 Minuten Gas gegeben, Charakter gezeigt und sind nicht unverdient als Sieger vom Platz gegangen. Hut ab vor dieser Leistung".

Das Spiel an sich begann aus Sicht des FSV suboptimal: Es lief die dritte Minute, als Fernwalds Daniel Vier Friedbergs Torjäger Noah Michel, früher für den FC Gießen aktiv, im Strafraum von den Beinen holte, und der Gefoulte selbst den Elfmeter sicher verwandelte. Shelby Printemps verdoppelte das TG-Polster in der 21. Minute nach Patrick Schorrs Linksflanke.

Offensiv-Bemühungen der Bulut-Elf endeten zunächst weit vor Koobs Kasten - Deniz Vurals Distanzschuss (10.) blieb lange Zeit die große Ausnahme. Halbzeit zwei bot andere Verhältnisse: Friedberg verlor die klare Linie und baute zusehends ab- Fernwald machte mächtig Dampf. Die Folge waren drei Gäste-Treffer: Tim Richter verkürzte aus halblinker Position per Flachschuss ins lange Eck (58.), zehn Minuten später egalisierte Julian Bender nach Erdinc Solaks Ecke zum 2:2, und in der Schlussminute verwertete Nicolas Strack einen Querpass von Mirko Freese sogar noch zum FSV-Siegtreffer.

Friedberg: Koob - Jan-Philipp Häuser, Weigand, Dudda - Scheffler (73. Hagley), Usic, Fukuhara, Schorr, Eren - Printemps (73. Tahirovic), Michel.

Fernwald: Yaman - Vier (21. Hendrich), Simon, Bender, Kaguah - Vural, Göbel, Mukasa, Solak - Ademi (63. Strack), Richter (85. Freese).

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (3.) FE Michel, 2:0 (21.) Printemps, 2:1 (58.) Richter, 2:2 (68.) Bender, 2:3 (90.) Strack. - Z.: 180. - SR.: Stübing (Breitenborn).

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