Fernwald deklassiert Marburg

Dank einer Glanzleistung in der ersten Hälfte gelang dem FSV Fernwald am Freitagabend in der Fußball-Hessenliga ein hochverdienter 5:0-Sieg gegen den VfB Marburg.

(bal) Dank einer Glanzleistung in der ersten Hälfte gelang dem FSV Fernwald am Freitagabend in der Fußball-Hessenliga ein hochverdienter 5:0-Sieg gegen den VfB Marburg. "Schaute man sich die Tabelle vor zehn Wochen an, da hatten wir 16 Punkte Rückstand auf Marburg, nun sind wir punktgleich und wegen des besseren Torverhältnisses vorbeigezogen", freute sich der hochzufriedene FSV-Trainer Stephan Belter über den Sprung seines FSV auf Platz Zwölf.

Bereits nach gut einer halben Stunde war die Partie entschieden. Die Fernwälder überzeugten durch aggressives Pressing in der gegnerischen Hälfte, störten die Marburger früh im Spielaufbau und nutzten ihre Chancen eiskalt. Nachdem FSV-Kapitän Daniel Beck nach 120 Sekunden ein erstes Ausrufezeichen setzte, als er nach Vorarbeit Domenico Di Rosas über das Tor schoss, dauerte es 13 Minuten bis zur Fernwalder Führung. Nach einer gefühlvollen Hereingabe von Burim Gashi legte Beck per Kopf zu Sven Diedrich ab, und der 21-Jährige netzte zum 1:0 ein. Fernwald blieb aggressiv und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Nach einem langen Einwurf des auf der rechten Seite der Viererkette agierenden Kevin Simmons bediente diesmal Kahraman Damar Beck, der auf 2:0 erhöhte (24.).

Der FSV überzeugte in dieser Phase durch schönen Kombinationsfußball und hohe Laufbereitschaft. In der 30. Minute drang Di Rosa nach schönem Zusammenspiel mit Beck in den VfB-Strafraum ein und wurde zu Fall gebracht - den fälligen Elfmeter zum 3:0 verwandelte Dominik Völk gegen seinen Ex-Klub, bei dem er Teile seiner Jugendzeit verbracht hatte. "Wir haben gut kombiniert und haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, nach der Zwei-Tore-Führung lief es dann einfach", konstatierte der 20-Jährige. Im Anschluss an den dritten Fernwalder Treffer dauerte es nicht einmal eine Minute, da musste der am gestrigen Abend nicht zu beneidende VfB-Schlussmann Dennis Katz das Leder erneut aus dem Tor holen. Damar flankte in Richtung Beck, der passte zu Di Rosa, der nach diesem sehenswerten Spielzug zum 4:0-Pausenstand traf.

In der Folgezeit schalteten die Hausherren einen Gang zurück. Marburg war in Durchgang zwei zwar um Besserung bemüht, dass der erste Torschuss der Gäste jedoch erst in der 88. Minute zustande kam, sprach Bände für die Verfassung des VfB. "Dass man als Derbygegner so eine Figur abgibt, ist peinlich. Wir haben versagt, die Konsequenzen werde ich tragen müssen", fand VfB-Trainer Vladimir Kovacevic deutliche Worte.

Zurück zum Spiel: Nach gut einer Stunde verließen Beck und Di Rosa, der in einem Kopfballduell einen Schlag auf die bereits lädierte Nase bekommen hatte, das Feld - Matthias Geist und Kai Helbig kamen in die Partie. Nach 73 Minuten spielte Helbig das Leder in den Lauf Damars, der Geist bediente, dieser vergab aber die Großchance, ehe Damar im Nachschuss scheiterte. Besser machte es der 22-Jährige in der 82. Minute, als er die VfB- Verteidigung nach mustergültiger Hereingabe von Sven Ehser zu Zuschauern degradierte, mit einem wuchtigen Kopfball das 5:0 erzielte und der Partie einen würdigen Schlusspunkt setzte.

Fernwalds Spielausschuss-Mitglied Michael Becker vermeldete indes drei Neuzugänge zur neuen Saison: Daniel Erben (Eintracht Wetzlar) sowie Christopher Schadeberg und Kian Golafra (beide TSG Wieseck) stoßen zum FSV-Kader.

FSV Fernwald: Schmitt; Gashi, Öztürk, König (ab 77. Yildiz), Völk, Beck (ab 60. Geist), Di Rosa (ab 63. Helbig), Ehser, Diedrich, Simmons, Damar.

VfB Marburg: Katz; Saighani, Weidenhausen (ab 57. Zygan), Neprjachin, Schick, Müller (ab 46. Ademi), Saighani, Czyrzewski, Hoss (ab 46. Kilercioglu), Jencik, Eberling.

Im Stenogramm: SR: Iaccarino (Hofheim). - Z.: 120. - Tore: 1:0 (15.) Diedrich, 2:0 (24.) Beck, 3:0 (30./Foulelfmeter) Völk, 4:0 (31.) Di Rosa, 5:0 (82.) Damar.

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