FSV Fernwald beim Tabellenführer Bayern Alzenau zu Gast

(se) Eine Woche nach der 0:5-Heimniederlage gegen die U23-Mannschaft der Offenbacher Kickers kommt es für Fußball-Hessenligist FSV Fernwald erneut knüppeldick: Die Schützlinge von Trainer Daniyel Bulut sind heute (15 Uhr) beim FC Bayern Alzenau zu Gast und damit bei der Mannschaft, die ohne Niederlage mit 19 Punkten auf dem Konto auf dem ersten Tabellenplatz steht. "Alzenau wird Meister", prophezeit der FSV-Trainer.

Das zeigt, wie schwer die Aufgabe der Fernwälder heute in Mainfranken sein wird. Bulut sieht die Sache aus einem etwas anderen Blickwinkel. "Wir können in Alzenau befreit aufspielen", nimmt er den Druck von seiner Mannschaft, nach der Heimniederlage gegen Offenbach in Alzenau unbedingt Zählbares holen zu müssen. Das heißt nicht, dass der FSV Fernwald zwangsläufig als Punktelieferant heute Nachmittag anzusehen ist. "Wir fahren selbstbewusst nach Alzenau", berichtet der Trainer, der seinen gedämpften Optimismus unter anderem daraus bezieht, dass "unser ›Physio‹ (Jahan Golidj) eine gute Arbeit gemacht hat". "Nahezu alle Spieler sind fit, wir haben keine Verletzten", ergänzt der Trainer.

"Am vergangenen Montag haben wir die Spielanalyse vorgenommen", berichtete der Trainer. Die Partie gegen Offenbach ist inzwischen abgehakt, die Fehler wurden angesprochen. "Fußball ist ein Wochengeschäft", stellt Bulut fest. Das heißt, Geschehenes kann man nicht mehr ändern, allerdings die Lehren daraus ziehen. Und anschließend gilt die Trainingsarbeit der kommenden Aufgabe. Und die hat es in sich. Bulut vertraut aber seiner Mannschaft. "Das sind alles gute Typen, die Spieler ziehen mit.

" Auch die Niederlage gegen Offenbach wirft die Mannschaft nicht um. Beim FSV hat sich in den vergangenen Tagen in personeller Hinsicht etwas getan. Domenico Di Rosa hat den FSV verlassen und sich Viktoria Urberach angeschlossen. "Für uns sportlich ein Verlust", berichtet Bulut, "aber auch menschlich." In der Offensive ist Di Rosa aufgrund seiner technischer Fertigkeiten nur schwer zu stoppen. Im Gegenzug ist Idris Akpunar an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Zuletzt hat er für die Offenbacher Kickers in der Hessenliga gespielt, hatte allerdings zuletzt keinen Verein, sodass er noch einen Trainingsrückstand aufarbeiten muss. Aus diesem Grund steht er noch nicht im Aufgebot der Fernwälder. Er wird wohl erst in der "Zweiten" mitwirken.

Die Alzenauer stehen nach dem siebten Spieltag weiterhin auf dem ersten Platz. Der letzte Spieltag hat aber auch gezeigt, dass für die "kleinen" Bayern die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Beim 2:2 am letzten Wochenende in Hünfeld verließ der FCB erstmals in dieser Saison nicht als Sieger den Platz. Geht es nach dem FSV Fernwald, dann soll sich daran nichts ändern. Doch sonderlich wahrscheinlich ist das nicht.

Bayern Alzenau, Aufgebot: Smajlovic, Lourentzakis; Prümm, Stefani, Lange, Neis, Väth, Spring, Popp. Bayini, Goldhammer, Franz, Fröb, Goedecke, Aydin, Wohnsland, Sänger, Puric.

FSV Fernwald, Aufgebot: Schmitt, Mundine; Erben, Pintaric, Bodnar, Völk, Öztürk, Buycks, Gashi, Golafra, Buss, Damar, Marankoz, Helbig, Ehser, Beck.

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