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Stürmer Felix Erben erzielte am Freitag seinen ersten Saisontreffer. (Foto: ras)

FSV Fernwald

Das Fernwälder Offensivquartett

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Fernwalds Stürmer Felix Erben stellt seine Kollegen vor, denen in dieser Verfassung und nach dem Kantersieg zum Auftakt in der Fußball-Verbandsliga alles zuzutrauen ist.

Wenn es richtig gut läuft, dann steht’s zur Halbzeit schon 6:0 oder gar 7:0", sagt Fernwalds Stürmer Felix Erben am Sonntag. Auch zwei Tage nach dem 6:0-Auftaktknaller bei der SG Kinzenbach meint der Verbandsliga-Fußballer: "Man spielt das alles vorher mal so im Kopf durch, aber das konnte man sich einfach nicht vorstellen." Fünf Treffer gingen auf das Konto des Fernwälder Offensivquartetts, das mit der Gala-Vorstellung zunächst mal durchaus vorhandene Zweifel an Trainer Roger Reitschmidt beseitigte. Sportvorstand Becker: "Sind sehr zufrieden mit Reitschmidt" Seit Monaten wird im Kreis trotz der sportlichen Erfolge darüber spekuliert, ob Reitschmidt der Richtige für die ambitionierte Fernwälder Mannschaft sei. FSV-Sportvorstand Michael Becker äußerte sich am Sonntag dazu: "Ich finde das unangebracht. Der Fußball ist nun mal erfolgsorientiert. Roger hat uns die Klasse gehalten und ist dann zweimal aufgestiegen. Das spricht für ihn." Wenn jemand sage, dass Reitschmidt nicht der passende Trainer sei, "dann bin ich anderer Meinung. Wir sind im Verein sehr zufrieden mit ihm, es gibt aktuell überhaupt keine Diskussion über ihn."

Bauen kann Reitschmidt auf sein Offensivquartett, das sicherlich zum Besten der Fußball-Verbandsliga Mitte zählt. Wie abgeklärt Denis Weinecker einschob, wie kraftvoll Felix Erben sich durch die Kinzenbacher Abwehr tankte und wie leichtfüßig Brian Mukasa beim 6:0 Verteidiger und Torhüter am Fünfmeterraum austänzelte, das hatte Klasse. Neuentdeckung Silvio Penava: "War kaum zu halten"

Die drei heimischen Fußballer glänzten – als Neuentdeckung aber fiel vor allem Silvio Penava auf. Der erst 20-jährige Rechtsaußen kommt aus Bosnien-Herzegowina, kam erst im März dieses Jahres nach Deutschland und spielte zunächst in Bad Nauheim. Da Reitschmidt dort lebt, kam der Kontakt durch den FSV-Coach zustande. Penava überzeugte und stellt eine gelungene Erweiterung der Offensive dar.

Bei dieser Qualität ist einiges möglich, da ist sich auch Felix Erben, der im Vorjahr in der Gruppenliga Gießen/Marburg 38 (!) Treffer erzielte, sicher. "Jeder weiß, dass wir kein normaler Aufsteiger sind. Natürlich würden wir uns wahnsinnig freuen, wenn wir erneut aufsteigen, aber das ist ein sehr weiter Weg, das kann jetzt kein Thema sein." Für das erste Spiel habe man sich vorgenommen, "ein Ausrufezeichen zu setzen. Das ist uns gelungen. Aber wie die Saison verläuft, das kann keiner wissen." Erben, 24, spielte am Freitag auf Linksaußen, erzielte einen Treffer und spricht hier über seine drei Kollegen.

Denis Weinecker (27, u.a. 117 Torbeteiligungen in 201 Hessenligaspielen): "Denis ist ein absoluter Teamplayer. Er hat große Erfahrung und ist nicht umsonst unser Kapitän. Auf ihn kann man immer zählen."

Brian Mukasa (22, u.a. 14 Treffer in der letzten Gruppenligasaison): "Wir verstehen uns blind. Brian ist ein überragender Fußballer, der in Kinzenbach zum Beispiel auch viel geackert hat. Für mich ist das ein Spieler, der immer in die erste Elf gehört."

Silvio Penava (20, Neuzugang aus Bad Nauheim): "Silvio war so etwas wie eine Wundertüte, weil er erst seit rund zwei Wochen bei uns ist und seine Schnelligkeit im Training nicht so auffiel wie im Spiel am Freitag. Da war er ja kaum zu halten."

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