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FC Gießen vor Elversberg: Alle Japaner spielberechtigt

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Von: Sven Nordmann

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Endlich spielberechtigt: Mit der Genehmigung für Takero Itoi (am Ball) dürfen nun rein theoretisch alle drei Japaner des FC Gießen in der Regionalliga Südwest auflaufen. © Oliver Vogler

Immerhin: Vor dem Auftakt in den Dreierpack voll gegnerischer Qualität erhält mit Takero Itoi nun auch der letzte Japaner des FC Gießen seine Spielgenehmigung. Gegner Elversberg ist gut drauf.

Über drei Monate nach seiner Verpflichtung ist nun auch Takero Itoi spielberechtigt - mit dem 23-Jährigen hat damit auch der letzte der drei Japaner des FC Gießen seine Genehmigung erhalten.

Heut darf der offensiv flexibel einsetzbare Itoi erstmals bei der SV Elversberg (14 Uhr) mitwirken - »er ist natürlich erleichtert und wir auch«, sagt Trainer Daniyel Cimen. »Takero ist topfit, er brennt. Wir sind froh, dass wir eine Offensivoption mehr haben. Er wird aber nach der langen Spielpause Einsätze brauchen.«

Zeit zur Eingewöhnung wird der FC Gießen heute nicht bekommen. Die SV Elversberg stellt eine der härtesten Herausforderungen der Fußball-Regionalliga Südwest dar und wartet in Torlaune: In den letzten beiden Ligapartien traf Elversberg zehnmal und streute zwischendrin noch sieben Treffer im Landespokal ein.

Seit den beiden Auftaktniederlagen gegen Offenbach und Ulm ist der Aufstiegskandidat ungeschlagen.

»Wir sind gut im Fluss und haben wieder diese Intensität und das Selbstverständnis, dass wir ein gutes Tempo gehen können«, sagt SVE-Trainer Horst Steffen, einst Bundesligaprofi mit über 200 Einsätzen für Gladbach, Uerdingen und Duisburg.

Er meint: »Gießen hat ein paar alte Hasen in der Aufstellung und ein paar Jungspunde, die von hinten anschieben und ordentlich Tempo haben. Wir müssen schauen, dass wir sauber spielen, Druck auf den Ball haben und dass wir tiefe Läufe, die Gießen in seinen Spielen hat, auch mitgehen.«

Der FC wiederum setzt genau auf jene Tiefenläufe, allen voran vom 20-jährigen Dennis Owusu, aber auch von Ryunosuke Takehara - beide bildeten bei der letzten 0:2-Heimniederlage gegen den FC Homburg die Flügel um den vordersten Angreifer Donny Bogicevic. Während Giuseppe Burgio nach seinem Muskelbündelriss eventuell nächste Woche wieder den Platz betritt, sieht es bei Nejmeddin Daghfous (Darmentzündung) weiter dürftig aus. Hinzu gesellt sich der Ausfall von Ko Sawada (Zerrung) und Benedict dos Santos. Der von Waldhof Mannheim gekommene zentrale Mittelfeldspieler hat sich in dieser Woche einen Faserriss zugezogen und wird zwei bis drei Wochen fehlen. »Das ist ärgerlich, da er gerade in einen Rhythmus gekommen ist«, meint Cimen.

Anknüpfen will der FC Gießen mit Blick auf das Homburg-Spiel an »die Chancenqualität und das Verteidigen bei Standardsituationen«. Vermeiden sollte Gießen individuelle Aussetzer. »Wir haben in jedem Spiel das Ziel zu punkten, manchmal«, sagt Cimen, »wird es eben ein bisschen schwieriger.«

Schon am Dienstag geht es für den FC dann im Hessenderby im Waldstadion gegen die Offenbacher Kickers (16 Uhr) weiter - es folgt am Samstag das Gastspiel beim SSV Ulm. In diesen Dreierpack voller gegnerischer Qualität gehen die Rot-Weißen als Kellerkind: »Es gibt bessere Voraussetzungen, ganz klar«, räumt der FC-Trainer ein. »Wir haben uns eine andere Tabellensituation gewünscht. Aber wir freuen uns auf die Aufgaben - das sind attraktive Gegner. Und bei jedem wissen wir, dass wir eine absolute Topleistung brauchen.«

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