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Mit seinem späten Treffer zum 2:1 löst Johannes Hofmann (3.v.l.) am Samstag einen Gießener Jubelsturm aus und macht den FC Gießen zum vorzeitigen Hessenliga-Meister. Er hat entscheidenden Anteil an der herausragenden Saison der Gießener. (Foto: Friedrich)

FC Gießen

FC Gießen nach Aufstieg: Wer geht? Wer bleibt? 

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Nach dem Aufstieg des FC Gießen: Die Spieler in der Einzelkritik und ein Ausblick auf die Regionalliga. 

Herausragende Saison

Michael Fink (defensives Mittelfeld): Der 37-Jährige stand in allen bisherigen Ligaspielen in der Startelf. Erst spät fiel die Entscheidung, den Ex-Profi zu reaktivieren – zum Glück fiel sie, denn Fink entpuppte sich im zentralen Mittelfeld als die Säule schlechthin im Gießener Spiel. Stopft Löcher, dirigiert, spielt viele kluge Pässe. – Zukunft: weiterhin völlig offen.

Starke Saison

Kevin Nennhuber (Innenverteidigung): Der 31-Jährige fehlte nur in einem einzigen Hessenligaspiel. Kam dank des Kontakts von Fink aus Mannheim und erfüllte seine Rolle als Abwehrchef zur Zufriedenheit aller. Rigoros im Zweikampf, gutes Stellungsspiel, teilweise sogar torgefährlich. – Zukunft: Er bleibt.

Cem Kara (offensives Mittelfeld): Der 24-Jährige kam vom FSV Frankfurt und war einer der wichtigsten Torlieferanten des FC. An über 30 Treffern beteiligt, zweitbester Gießener Schütze. Gefährlich bei Standards und mit Fernschüssen, kann sich aber noch mehr ins Spiel einbinden. – Zukunft: Er bleibt.

Johannes Hofmann (flexibel im Mittelfeld): Der 24-Jährige steigerte sich in dieser Saison enorm und war ein ständiger Aktivposten im Spiel des FC. Umtriebig und lauffreudig, Teil der ständigen Offensivrochaden. Zudem hat sich der Lollarer als Identifikationsfigur etabliert. – Zukunft: Er bleibt.

Christopher Spang (flexibel in der Defensive): Der 26-Jährige mit Regionalligaerfahrung erwies sich als Spieler, auf den man sich verlassen kann, ob im Mittelfeld oder der Innenverteidigung. Ehrlicher Arbeiter mit guter Zweikampfführung, zudem flexibel einsetzbar. – Zukunft: Er bleibt.

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Damjan Marceta (Angriff): Der 24-Jährige ist Gießens Topstürmer der Saison mit bislang 20 Treffern – und muss wohl doch gehen. Weil man einen neuen Stürmer Nummer eins mit mehr Durchsetzungsvermögen und Verlässlichkeit sucht. Trotzdem: Starke Saison, per Kopf und Fuß gefährlich. – Zukunft: Er wird wahrscheinlich gehen.

Vaclav Koutny (flexibel in der Defensive): Der 27-jährige Kapitän steht seinen Mann, fehlt aber seit Ende November mit einem Wadenbeinbruch. Gute Einstellung, zweikampfstark. – Zukunft: Er bleibt.

Timo Cecen (zentrales Mittelfeld): Der 24-Jährige hat fußballerisch große Fähigkeiten, leitet viele Angriffe gekonnt ein. Zuweilen aber schwankend in seinen Leistungen, steht sich mit seiner Einstellung teilweise selbst im Weg. Einer der Topverdiener muss den Verein daher wohl verlassen. – Zukunft: Er wird wahrscheinlich gehen.

Hat seinen Beitrag geleistet

Markus Müller (Angriff):Der 30-Jährige beendet nach der Saison seine Karriere. Mit ihm verliert der FC einen Leader und einen wuchtigen Stürmer, der auch diese Saison überzeugte. – Zukunft: Er geht sicher.

Ricardo Antonaci (Außenverteidiger): Der 24-Jährige ist rechts hinten quasi konkurrenzlos, macht seine Sache gut und schaltet sich offensiv ein. – Zukunft: Er bleibt.

Noah Michel (Angriff): Der 23-jährige gebürtige Licher fiel zunächst verletzt aus, hat dann in elf Partien zehn Torbeteiligungen vorzuweisen. Als wendiger Stürmer nächste Saison fest eingeplant. – Zukunft: Er bleibt.

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Barbaros Koyuncu (offensive Außenbahn): Der 27-Jährige Lollarer wirbelte ein ums andere Mal, ist aber nicht konstant und körperlich genug, als dass man mit ihm in die Regionalliga gehen möchte. – Zukunft: Er wird wahrscheinlich gehen.

Brian Mukasa (flexibel im Mittelfeld): Der 24-jährige Gießener überraschte alle, indem er häufig in der Startelf stand. Laufstark. Muss sich nächste Saison wieder beweisen. – Zukunft: Er bleibt.

Christopher Schadeberg (Innenverteidigung): Der 27-jährige Gießener spielte sechsmal über 90 Minuten und erwies sich als wichtiger und verlässlicher Backup. – Zukunft: Er bleibt.

Tolga Sahin (Torhüter): Der 22-Jährige lieferte bis zur Winterpause als Stammkeeper solide Leistungen, wurde dann abgelöst von Frederic Löhe. – Zukunft: Er wird gehen.

Tim Korzuschek (offensive Außenbahn): Der 20-Jährige kommt auf 16 Einsätze. Unkonventionelle Spielweise, dribbelstark und mit Potenzial. – Zukunft: Er bleibt.

Frederic Löhe (Torhüter): Kam zur Winterpause von Regionalligist Steinbach, teils gute Paraden. Sein Wert dürfte nächste Saison zum Tragen kommen. – Zukunft: Er bleibt.

Mitläufer

Erdinc Solak (flexibel in der Offensive): Der 28-jährige Gießener kam zur Winterpause aus der Regionalliga, konnte seine Qualitäten noch nicht so einbringen. – Zukunft: Die Verhandlungen laufen, er soll bleiben.

Alban Lekaj (Außenverteidiger): Der 25-Jährige war links meist gesetzt, defensiv stabil, seine Offensivflanken sind verbesserungswürdig. – Zukunft: Er bleibt.

Andrej Markovic (Außenverteidiger): Der 20-Jährige kam im Winter und verletzungsbedingt nur auf zwei Einsätze. Da aber nicht schlecht. – Zukunft: Noch offen.

Mirkan Kara (flexibel in der Offensive): Der 24-Jährige kam von RW Frankfurt, war bei seinen wenigen Einsätzen gewillt, sich zu zeigen, aber bislang ohne Wirkung. – Zukunft: Er wird wohl bleiben.

Oliver Laux und Serkan Pancar kamen nicht zum Einsatz. Bei beiden ist die Zukunft offen. Ersatztorhüter Stephen Jäckel wechselte im Winter zum FSV Fernwald.

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