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Tobias Cramer und seinem KSV Hessen Kassel droht wie schon im Vorjahr Punktabzug ? in dieser Saison wegen Nichterfüllen des Schiedsrichter-Pflichtsolls. (Foto: dpa)

Fußball-Hessenliga

FC-Gießen-Konkurrent: Hessen Kassel droht Punktabzug

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Der KSV Hessen Kassel, Konkurrent vom FC Gießen in der Fußball-Hessenliga, hat sein Schiedsrichterpflicht-Soll nicht erfüllt. Das dürfte eine Strafe nach sich ziehen.

Die positiven Nachrichten für den FC Gießen reißen selbst dann nicht ab, wenn der Fußball-Hessenligist überhaupt nicht im Einsatz ist. Aufstiegskonkurrent KSV Hessen Kassel droht ein Punktabzug von bis zu fünf Zählern – weil die Nordhessen ihr Schiedsrichter-Pflichtsoll nicht erfüllt haben. Eine Strafe gilt als sicher, wie Vorstandsmitglied Jens Rose bestätigte: "Wir werden bestraft werden, und wir werden zu Recht bestraft."

Eine endgültige Entscheidung vom Verband kann erst im Winter erwartet werden, schon jetzt aber stellt Rose klar: "Wir haben das Problem nicht wahrgenommen. Wir waren mit der Rettung des Vereins beschäftigt und mit dem Abstiegskampf. Es gab niemanden, der sich um dieses Thema gekümmert hat."

Ein etwaiger Punktabzug würde dem FC Gießen in die Karten spielen. Mit Fulda wurde ein Konkurrent durch den Heimsieg letzten Samstag vorerst auf Distanz (neun Punkte, ein Spiel mehr) gehalten. Kassel liegt mit 13 Zählern aktuell zwei Punkte hinter Gießen.

In den vergangenen Jahren war das bei den Löwen so: Die erste Mannschaft stand als Regionalligist nicht unter der Regie des Hessischen Fußball-Verbandes. Ihr drohten deshalb keine Abzüge. Auch deswegen spielte das Thema Schiedsrichter keine große Rolle. In der vergangenen Saison bekam die Reserve in der Verbandsliga zwei Zähler abgezogen. Für den Abstieg war das nicht entscheidend.

Nun aber spielt der KSV in der Hessenliga. Und es ist die am höchsten spielende Männer-Mannschaft, die die Strafe trifft. Für das Team von Tobias Cramer wäre das ein empfindlicher Rückschlag. Der Trainer möchte derzeit nichts sagen, nur: "Ich äußere mich erst, wenn feststeht, was passiert."

Die Löwen wollen nun Signale setzen und hoffen so, eine mildere Strafe bewirken zu können. "Wir könnten versuchen, Schiedsrichter abzuwerben. Aber das halte ich für falsch. Es löst das Grundproblem nicht", sagt Rose. Er sieht den Verein in der Pflicht, Schiedsrichter ausbilden zu lassen. Und will mit gutem Beispiel vorangehen: "Ich werde selbst an einem Lehrgang teilnehmen", kündigt Rose an. Immerhin gab’s aber auch Positives zu vermelden: Volkswagen soll wieder als Sponsor in Kassel einsteigen, die Höhe der Zuwendungen ist noch unsicher. Am Samstag, 1. September (15 Uhr), gastieren die Löwen im Gießener Waldstadion und treffen auf den FC Gießen.

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