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Der starke Michael Fink lässt sich auch von einem Cut nicht beeindrucken

FC Gießen

FC Gießen: Der wertvolle Michael Fink

  • Michael Schüssler
    VonMichael Schüssler
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Oft wird über die Faktoren Routine und Erfahrung im Fußball gesprochen. Ein Paradebeispiel dafür, war am Samstag in der Fußball-Regionalliga Südwest Michael Fink vom FC Gießen.

Der FC Gießen hat am Samstag in der Fußball-Regionalliga Südwest sein Minimalziel erreicht. Im Heimspiel gegen den VfR Aalen kam die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen zu einem 0:0. »Das Ergebnis geht insgesamt in Ordnung. Vielleicht hatten wir ein ganz leichtes Chancenplus«, sagte Cimen nach dem Spiel. Am Ende ein gerechtes 0:0, das die Mittelhessen im Klassement sogar ein wenig nach oben schob. Aktuell wird der FC Gießen auf Rang 13 geführt, da der zuvor punktgleiche KSV Hessen Kassel mit 0:2 gegen die SV Elversberg verlor.

Es war ein gutes Spiel, was die Kontrahenten auf schwerem Geläuf im Gießener Waldstadion boten. Zumal beide immer wieder den Torerfolg suchten, es hätte auch 3:3 am Ende heißen können.

Bereits in Minute zwei gab der Aalener Alessandro Abruscia den ersten Warnschuss ab, ehe auf der Gegenseite ein Platzfehler Tim Korzuschek in die Karten spielte, doch er scheiterte an VfR-Keeper Daniel Bernhardt. Es ging munter weiter, wobei der FC nach sieben Minuten Glück hatte. Nach Flanke von Kolja Herrmann scheiterte Nikita Marusenko an der Querlatte. Die Kontrahenten schenkten sich nichts, wobei beide taktisch zu gefielen wussten. Nur selten boten sich Anspielstationen. Eine weitere Chance bot sich dem Team von der Ostalb in Minute 18, als Leon Volz zum Abschluss kam, doch FC-Keeper Frederic Löhe war zur Stelle. Nur kurz darauf kam der FC Gießen zu einer Doppelchance. Erst wurde der Schuss von Jonas Arcalean geblockt, das Leder kam zu Aykut Öztürk, der es erneut versuchte. Doch ein Aalener rettete noch vor der Linie. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurde es dann in Sachen Torchancen ruhiger, das meiste Geschehen spielte sich im Mittelfeld ab.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte der FC Gießen Druck. In der 48. Minute kam Gabriel Weiß zu einer Flanke, der in Tim Korzuschek auch einen Abnehmer fand, der aber das Ziel mit einem Kopfball knapp verfehlte. Gießen blieb dran, verzeichnete ein paar Ecken, aber ohne Erfolg. Die beste Chance für die Gastgeber hatte schließlich Gabriel Weiß nach rund einer Stunde Spielzeit, doch er setzte das Spielgerät aus rund zwölf Metern über das Gehäuse.

Kurz darauf prallten dann Michael Fink und Steffen Kienle bei einem Kopfballduell im Mittelfeld mit den Köpfen aufeinander. Kienle blieb liegen, konnte aber kurz darauf weiterspielen, während sich Fink einem Cut über dem rechten Auge zugezogen hatte. Doch der Routinier scherte sich darum nicht. Er ging kurz vom Feld, ließ sich behandeln und kehrte mit einem Verband und dick geschwollenem Auge wieder aufs Spielfeld zurück. »Es spricht für ihn, selbst in seinem hohen Alter keine halben Sachen zu machen. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann ist das schon seine dritte Platzwunde. Aber er ist eben ein absolutes Vorbild für viele junge Spieler«, lobte Cimen seinen Routinier, um dann noch anzumerken: »Ich habe am Sonntag ein Foto von ihm bekommen, das Auge sieht komplett zu aus.«

In der Zeit, in der Fink fehlte, ging bei seinem FC die Ordnung verloren. Aalen machte Druck, im Mittelfeld der Hausherren fehlte die ruhige Hand. Als Fink wieder auf das Spielfeld kam, dauerte es dennoch einige Minuten, bis der FC wieder auf Augenhöhe mit dem Gast war. Das war wieder Michael Fink zu verdanken, denn der klärte im allerletzten Moment gegen Abruscia, der ansonsten freie Bahn auf das FC-Tor gehabt hätte. Eine ganz starke Aktion des 39-Jährigen, der sich dann auch wieder in Kopfballduelle schmiss.

Ein weiteres Mal durchatmen mussten die Mittelhessen eine Viertelstunde vor Schluss. Abruscia setzte einen Freistoß ans Gebälk, Löhe wäre chancenlos gewesen. Die letzte Aktion verzeichnete der FC Gießen, doch ein Kopfball von Hendrik Starostzik verfehlte sein Ziel. Das war es dann, kurz danach pfiff Referee Luca Schlosser ab. »Die Jungs haben alles gegeben«, war Daniyel Cimen mit dem Auftritt seiner Truppe zufrieden. Für die geht es am kommenden Samstag erneut mit einem Heimspiel weiter, dann erwartet man ab 14 Uhr im Waldstadion zu Gießen den FSV Mainz 05 II.

FC Gießen: Löhe; Weiß Boras, Starostzik, Takehara - Fink, Trkulja, Arcalean (ab 62. Celik), Ibrahimaj, Korzuschek (ab 72. Salem) - Öztürk.

VfR Aalen: Bernhardt - Sakai, Stanese, Windmüller, Herrmann - Grupp (ab 46. Appiah), Marusenko (ab 90. Knipfer), Hoffmann (ab 82. Morabet) , Volz (ab 82. Barini) - Abrusica (ab 89. Müller) , Kienle.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Luca Schlosser (Stahnsdorf). - Gelbe Karten: Starostzik, Boras - Grupp, Abruscia, Windmüller.:

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