Die Favoritenrolle annehmen

(vk) Der 17. Spieltag in der 3. Handball-Liga West der Frauen hat mit der Partie des Dritten TV Beyeröhde (20:8 Punkte) gegen den unbesiegten Zweiten TSG Ketsch (24:2) das nächste Spitzenspiel zu bieten. Derweil hat der nach Pluspunkten führende Tabellenführer 1. FC Köln (25:5) den Drittletzten HSG Gedern/Nidda (6:22), der zuletzt der SG Kleenheim einen Punkt abknöpfte, zu Gast.

Die auf Rang fünf notierte SG Kleenheim (18:8) erwartet Schlusslicht HSG Mörfelden/Walldorf (4:26). Spielfrei hat diesmal TuS Neunkirchen (12:16).

SG Kleenheim – HSG Mörfelden/Walldorf (So., 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Kleenheims Trainer Constantin Cojocar hatte davon gesprochen, das in der Rückrunde andere Bedingungen in der 3. Liga herrschen würden und letzte Woche ausdrücklich vor Kellerkind HSG Gedern/Nidda gewarnt. Am Ende konnten die Kleenheimerinnen von Glück reden, dass sie noch einen Zähler (25:25) aus der Sporthalle des Gymnasiums in Nidda entführen konnten.

Nicht sehr viel anders verhält es sich mit dem nächsten Kleenheimer Gegner, Schlusslicht HSG Mörfelden/Walldorf. Die Mannschaft feierte am vergangene Samstag einen kaum glaublichen 31:26-Heimsieg gegen das mit internationalen Spielerinnen besetzte Team von Roude Leiw Bascharage aus Luxemburg. Es war der erste Sieg im zweiten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Andre Sikora-Schermuly, der von der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim gekommen war. Die Kleenheimerinnen hatten das Hinspiel gegen allerdings nur neun Spielerinnen mit sage und schreibe 40:9 (!) gewonnen.

"Wir können die gesamte Hinrunde canceln", sagt Cojocar. "Mörfelden hatte sein Erfolgserlebnis und will die Klasse halten", erläutert der Kleenheimer Trainer. "Wir sind sicherlich der Favorit und nehmen diese Rolle auch an", so Cojocar weiter. Aber die Gäste haben zuletzt wieder Spiele mit 13 Spielerinnen bestritten, haben vor allem beide Merx-Schwestern Romina (Linksaußen) und Rebecca (Rückraum links), die fünf und acht Treffer gegen Bascharage erzielten, wieder dabei. Im mittleren Rückraum lenkt Jana Schmidt die Geschicke, und mit der jungen Nathalie Pfingstgraef (Jahrgang 92) gehört eine der ganz jungen Spielerinnen im linken Rückraum zum festen Stamm der Mannschaft, die sieben Treffer gegen Bascharage erzielte.

Bei den Kleenheimerinnen hieß es unter der Woche erst einmal Videostudium. "Wir haben unsere Fehler im Spiel in Gedern/Nidda analysiert und müssen daraus lernen. Die Partie müssen wir jetzt abhaken und nach vorne schauen", sagt Cojocar.

Fazit aus der Videoanalyse: Im Angriff müssen die Spielerinnen mehr Cleverness an den Tag legen, die Chancenverwertung muss besser werden.

"Wir haben komplett trainiert, es werden alle Spielerinnen dabei sein plus Laura Timmermann aus der zweiten Mannschaft als weitere Torhüterin", verdeutlicht der Kleenheimer Übungsleiter. "Wir haben ein Heimspiel, haben grundsätzlich den Anspruch, Heimspiele zu gewinnen, müssen dazu aber unsere Fehler reduzieren", so Trainer Cojocar abschließend.

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