May fällt länger aus

(mw) Zuletzt hatte Tim May von Trainer Daniel Heinrizi etwas weniger Eiszeiten erhalten, nun hat sich das Thema Eishockey für den 22-Jährigen für mindestens vier Wochen erledigt. Der Stürmer verletzte sich am Dienstag im Training am Meniskus und wurde bereits gestern von Mannschaftsarzt Dr. Marco Kettrukat operiert.

May ist neben Taylor Carnevale, Dan Ringwald und Chris Heid der vierte Langzeitausfall des Zweitligisten. Für die beiden Partien am Wochenende in Dresden (heute, 20 Uhr) und gegen Bremerhaven (Sonntag, 18.30 Uhr) ist außerdem der Einsatz des am Kopf verletzten Dennis Reimer fraglich. Die Devise lautet, den Rückstand von fünf Punkten auf Rang acht zu verringern und die eklatante Auswärtsschwäche zu beenden.

Erstmals in seiner Amtszeit konnte Heinrizi mit der Mannschaft drei Tage in den Einheiten voll durchziehen. "Wir haben sehr hart trainiert und an unseren Schwächen wie Zweikämpfe und Powerplay gearbeitet", sagt Heinrizi, der die Mannschaft in mehreren Aspekten gut vorbereitet sieht. "Es war eine gute Woche. Das Team hat richtig rangeklotzt. Außerdem haben wir einen Mannschaftsabend gemacht, den hatte es lange nicht mehr gegeben."

In Dresden kassierte der EC Bad Nauheim die erste Niederlage der Saison überhaupt am 22. September (2:3), das vorerst letzte Duell gegen die Sachsen war die Cheftrainer-Premiere von Daniel Heinrizi drei Monate und sechs Tage später (1:3). Das erste Heimspiel gewann Bad Nauheim mit 5:2. "Das ist eine hart arbeitende Mannschaft. Es wird entscheidend sein, wer mehr Zweikämpfe gewinnt", meint Heinrizi. Die Eislöwen rutschten nach einer Siegesserie zuletzt in der Tabelle ab und verloren am vergangenen Wochenende in der Fremde beide Partien deutlich. Beim 0:4 in Bremerhaven bekamen sie allerdings zwei Tore aberkannt und hatten mit einem ähnlichen Problem wie die Bad Nauheimer zu kämpfen – der Chancenverwertung. Die meisten Überzahltore der gesamten Liga hat Eislöwen-Verteidiger Petr Macholda erzielt (zehn in 35 Partien), mit 35 Punkten ist er zudem der drittbeste Verteidiger in der DEL 2.

Die Fischtown Pinguins sind am Sonntag im Colonel-Knight-Stadion zu Gast. Die Norddeutschen haben zuletzt sieben von acht Partien gewonnen. Keiner ihrer Stürmer steht unter den Top 20 der Liga, dafür haben sie mit dem 22-jährigen Förderlizenzler Jonas Langmann den Torhüter mit dem zweitbesten Gegentorschnitt in ihren Reihen; er hat allerdings erst 20 Spiele absolviert. Vor eigenem Publikum streben die Roten Teufel gegen die "zweite Mannschaft der Stunde" (O-Ton Heinrizi, nur Riessersee ist aktuell formstärker) den fünften Heimerfolg in Serie an. Am zweiten Spieltag gewann Bad Nauheim 5:3.

Heute spielen: Landshut – Kaufbeuren (19.30 Uhr), Crimmitschau – Bietigheim, Riessersee – Heilbronn, Bremerhaven – Weißwasser, Dresden – Bad Nauheim, Ravensburg – Rosenheim (alle 20 Uhr). - Sonntag: Weißwasser – Landhut (17 Uhr), Bietigheim – Riessersee, Kaufbeuren – Dresden, Rosenheim – Crimmitschau (alle 18 Uhr), Bad Nauheim – Bremerhaven, Heilbronn – Ravensburg (18.30 Uhr).

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