Alena Sättler geht auch in der bevorstehenden Freiluftsaison als Spielführerin der Gießener Rot-Weiß-Damen auf den Tennisplatz. FOTO: FRIEDRICH
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Alena Sättler geht auch in der bevorstehenden Freiluftsaison als Spielführerin der Gießener Rot-Weiß-Damen auf den Tennisplatz. FOTO: FRIEDRICH

Experimente erwartet

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Auf eine entspannte Saison können sich die Tennis-Damen des TC Rot-Weiß Gießen freuen, die in der Verbandsliga-Gruppe 2 an den Start gehen und nicht den Abstieg fürchten müssen. Dieser wurde in dieser Spielrunde bekanntlich ausgesetzt. Ebenfalls die heimischen Farben vertritt im weiblichen Bereich der TC Wettenberg, der mit seinem Damenteam in der Altersklasse 30 dabei ist.

Damen (6er), Gr. 2 / RW Gießen:"Wir können befreit aufspielen", freut sich Gießen Mannschaftsführerin Alena Sättler auf die kommenden Partien. Insgesamt sieben Begegnungen warten auf die Gießenerinnen, die zum Saisonstart am kommenden Wochenende - die Spiele werden traditionell sonntags ab 9 Uhr ausgetragen - auf der schmucken Anlage des TV Buchschlag in Dreieich aufschlagen. Sieben Mannschaften gehören dieser Klasse an; neben den beiden genannten Teams noch der TC und TV aus Marburg sowie der TC Bierstadt, der TK Langen und der FTC Palmengarten Frankfurt. Alena Sättler sieht ihre Mannschaft gut aufgestellt, obwohl Anna Spengler verletzungsbedingt zunächst einmal zum Zuschauen verurteilt ist. Mit ihr ist nach den Sommerferien zu rechnen. "Wir haben in dieser Saison keinen Druck", sagt die Spielführerin, und das lässt auf eine interessante Runde hoffen. Vielleicht können die Gießenerinnen in diesem Jahr auch einen kleinen Blick nach oben werfen. Allerdings sind die anderen Mannschaften dieser Klasse nur schwer einzuschätzen, zumal wegen coronabedingten Nichtantretens den Teams die Möglichkeit gegeben wird, leistungsstarke Spielerinnen von anderen Klubs an Land zu ziehen. Der TC Rot-Weiß Gießen machte von dieser Möglichkeit allerdings keinen Gebrauch. Man setzt auf eigene Spielerinnen, wobei Nikol Mircheva und Anna Sidorenko als Youngster das Feld anführen. Zur Verfügung steht dem Verbandsligateam auch die erfahrene Barbara Seeger, die bei personellen Engpässen aushelfen wird und damit einen Beitrag dazu leisten könnte, dass sie Saison einen erfolgreichen Verlauf nimmt. Nicht mehr dabei sind dagegen Julia Kraft und Clara Seifert.

Am 28. Juni folgt gegen den TV Marburg das erste Heimspiel, ehe nach einer siebenwöchigen Pause mit der Partie gegen Bierstadt die bis zum 13. September dauernde Runde fortgesetzt wird. Auf jeden Fall fühlen sich die Gießenerinnen für die anstehenden Aufgaben gewappnet. "Wir starten konzentriert und versuchen, die anstehenden Partien gut zu spielen", erklärt Alena Sättler. "Wir haben uns gut vorbereitet und ›nach Corona‹ regelmäßig trainiert. Aaliyah Nies spielt jetzt fest in der Mannschaft mit. Deswegen wird es auch besonders spannend hinsichtlich der Doppel, denn die Doppelaufstellungen werden sich verändern." Mit Teresa Dickler wird außerdem eine routinierte Spielerin aushilfsweise zur Verfügung stehen.

Aufgebot: Nikol Mircheva, Anna Sidorenko, Barbara Seeger, Anna Spengler, Alena Sättler, Aaliyah Nies, Ann-Katrin Inderthal, Teresa Dickler.

TCW verfügt über riesengroßen Kader

Damen 30 (4er) Gr. 15 / TC Wettenberg:Da waren es nur noch vier. Insgesamt neun Tennisteams sollten ursprünglich in der Gruppe 15 der Verbandsliga Damen 30 an Start gehen, und mehr als die Hälfte dieser Teams machten von der Möglichkeit Gebrauch, die eigene Teilnahme ruhen zu lassen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Am Ball geblieben ist unter anderem die Vierermannschaft des TC Wettenberg, die mit dem BSC Urberach, dem ESV Blau-Weiß Limburg und dem TK Langen (am Sonntag um 9 Uhr in Wißmar zu Gast) in Hin- und Rückrunde den Titelträger ausspielt. Absteiger gibt es nicht, aufsteigen kann man ebenfalls nicht. Bei den Viererteams sind Hessenligisten nicht vorgesehen. Die Vereine können in dieser Runde also einiges ausprobieren, ohne sportlichen Schaden anzurichten. Wettenbergs Spielführerin Minke Ampt berichtet: "Es können jetzt Spielerinnen eingesetzt werden, die nicht über eine so große Spielpraxis verfügen." Der Kader sei riesengroß, ergänzt Ampt, unter anderem auch, weil die Wettenbergerinnen keine Damen-40-Mannschaft gemeldet haben. Die Zahl der Spielerinnen liegt im unteren zweistelligen Bereich.

Beim TC Wettenberg will man die Saison nutzen, um Spielpraxis zu sammeln und nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Da das Team als Gruppenliga-Zweiter quasi im Nachrückverfahren aufgestiegen ist, hätte man als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben. Der ist aber bekanntlich gesichert. Nun wird dem Team die Gelegenheit gegeben, sich in der neuen Klasse zu etablieren. Welche Spielerinnen zum Einsatz kommen, ließ Minke Ampt offen. Die Zahl der Akteurinnen sei zu groß, als dass man sich auf die Benennung des Kaders festlegen könnte. Neu bei den Wißmarerinnen ist Sibylla Glaubitz, die in der vergangenen Saison bei der MSG Manderbach/Schönbach um Gruppenliga-Punkte gespielt hat.

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