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"Wir müssen dieses Spiel gewinnen", sagt Hüttenbergs U 23-Trainer Mario Weber (l.) vor der Partie gegen Vellmar. Ob der Coach den Spielern um Jonas Schleenbecker die richtigen Worte mitgegeben hat, wird sich morgen um 19.30 Uhr in Hüttenberg zeigen. (Foto: Friedrich)

Existenzkampf gegen Vellmar

(mri) In der Handball-Oberliga der Männer greifen mit Kleenheim und Hüttenberg auch die beiden zuletzt spielfreien Mannschaften wieder ins Geschehen ein. Dabei könnten in Münster und gegen Vellmar zwei Erfolgserlebnisse herausspringen.

Wetzlars U 23 erwartet Hanau und Pohlheim gastiert in Gensungen.

TV Hüttenberg U 23 – TSV Vellmar (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): "Wir freuen uns, dass es wieder losgeht, wissen aber auch um die Bedeutung der nächsten Wochen und vor allem um die des Spiels gegen Vellmar", so Hüttenbergs Trainer Mario Weber. Sein Team steckt angesichts der überschaubaren Erfolgsbilanz von 8:18 Punkten (Platz zehn) in argen Nöten und darf sich im Kellerderby gegen die punktgleichen Nordhessen (Rang elf) eigentlich keine Blöße geben. Daraus macht Weber keinen Hehl. "Wir müssen dieses Spiel gewinnen und dafür das starke Angriffspiel sowie deren erste Welle unterbinden. Schaffen wir das wie im Hinspiel, dann haben wir gute Chancen." Dieses konnten die Weber-Schützlinge mit 32:26 souverän für sich entscheiden und damit einen Saisoneinstand nach Maß feiern. Das aber ist einige Monate her. Seitdem setzte es einige Niederlagen, die den Druck auf das junge Nachwuchsteam des TVH sichtlich erhöhten. Weber selbst muss wegen den Nachwehen einer Operation passen und wird vom Trainer des Frauen-Drittligisten Ober-Eschbach Marc Langenbach vertreten.

HSG Wetzlar U 23 – HSG Hanau (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Münchholzhausen): Zehn schwache Minuten waren dafür verantwortlich, dass sich die U 23 der HSG Wetzlar gegen Klassenprimus Gelnhausen mit 34:36 (16:16) geschlagen geben musste. Dafür übernahm unmittelbar nach Schlusspfiff Trainer Andreas Klimpke die Verantwortung. "Diese Niederlage wurmt. Sie geht auf meine Kappe. Ich habe in einer wichtigen Phase falsche Entscheidungen getroffen." Gelegenheit. diese Niederlage vergessen zu machen, bietet sich nun zum Rückrundenauftakt gegen die punktgleiche HSG Hanau (16:10 Punkte), vor deren Offensive Klimpke großen Respekt hat. "Sie verfügen mit Tilmann Werner, Jan Eric Ritter, Daniel Kegelmann und Yaron Pillmann über einen sehr guten Rückraum. Außerdem spielen sie mit ihren schnellen Außen einen starken Gegenstoß. Da muss neben einer guten Abwehr vor allem unser Rückzugsverhalten passen." Fehlen wird neben Lukas Loh (verletzt) und Tim Weber (beruflich) eventuell auch Lukas Wallwaey (krank).

TSG Münster – SG Kleenheim (Sonntag, 18 Uhr, Eichendorffschulhalle Kelkheim-Münster): Nach fünf Wochen Punktspielpause startet auch die SG Kleenheim in die Rückrunde. Gegner zum Aufgalopp ist der ehemalige Zweitligist Münster, der nach schwachem Saisonstart mit zuletzt 14:2 Punkten in Serie einen positiven Trend verzeichnen konnte. Die Aufgabe wird also sicher richtig schwer für die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab, der hofft "die Euphorie vom Hessenpokalsieg mit in die Rückrunde nehmen zu können. Münster", so Wohlrab weiter, "ist besonders auf den beiden Halbpositionen stark besetzt. Eryk Kaluzinski war schon Torschützenkönig in der zweiten Liga und hat jede Menge Routine und Milan Stancic hat uns aus der zweiten Reihe einige Probleme bereitet. Aber auch Jonas Ulshöfer auf der Rückraum Mitte Position ist ein sehr guter Spieler, der den besten und schnellsten Wackler in der Liga besitzt. Hinzu kommt die Qualität ihres Trainers Thorsten Schmidt, der einige meiner Spieler und mich selbst schon trainiert hat. Wir müssen diszipliniert und als Mannschaft auftreten, um in Münster zu gewinnen. Sollte uns das gelingen, haben wir sicherlich eine Chance etwas Zählbares mitzunehmen."

ESG Gensungen/Felsberg – HSG Pohlheim (Samstag, 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen): "Im letzten Spiel konnten wir viele Dinge ausprobieren, da die Partie schon nach zehn Minuten zu unseren Gunsten entschieden war. Die Verteidigung im Mittelblock im Zusammenspiel mit dem Torwart hat sehr gut funktioniert und im Angriff konnten wir den einen oder anderen Ablauf festigen beziehungsweise ausprobieren", gab HSG-Trainer Thomas Wallendorf nach dem überzeugenden 38:21 beim designierten Absteiger Kassel zufrieden zu Protokoll. Die nächste Aufgabe der Wallendorf-Sieben stellt da ganz sicher ein anderes Kaliber dar. Die ESG Gensungen/Felsberg (14:12 Punkte, Platz acht) konnte nach verletzungsbedingt schwachem Saisonstart die letzten sieben Spiele gewinnen und gilt damit als echter Prüfstein für jeden Kontrahenten. Dementsprechend erwartet die Blauhemden, die mit 20:6 Punkten und vier Zählern Rückstand auf Platz zwei rangieren, "ein hartes Stück Arbeit", zumal mit Niklas Happel, Lorenz Heß, Dominic Sames und eventuell auch Tomasz Jezewski zahlreiche Akteure ersetzt werden müssen. "Wir müssen schauen wie wir die verletzten und angeschlagenen Spieler kompensieren können.

Es ist für uns ein richtungsweisendes Spiel um den Abstand zu Gelnhausen nicht noch größer werden zu lassen. Wenn aber jeder an seine Leistungsgrenze geht, haben wir die Möglichkeit zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen."

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