Der Licher Cross-Triathlon ist längst eine feste Institution im heimischen Sport-Kalender. FOTO_: HF
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Der Licher Cross-Triathlon ist längst eine feste Institution im heimischen Sport-Kalender. FOTO_: HF

Ein Europameister im Starterfeld

  • vonTanja Weber
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(web). "Passend zum Corona-Jahr geht unsere Veranstaltung in die 13. Runde", sagt Oliver Müller-Secci schmunzelnd. Der Vorstandsvorsitzende des Licher Triathlonvereins steckte viel Herzblut in die Organisation des familiären Wettkampfes.

"Probleme mit den Behörden bei der Genehmigung unseres Triathlons hatten wir nicht", sagt er. Gleichwohl habe man einige Anpassungen im Hygienekonzept vornehmen müssen. Statt Plastikbechern mit Wasser gibt es jetzt 0,5 Liter-Plastikflaschen. Zudem habe man die Zahl der Versorgungsstationen vor dem Schwimmbad auf drei erweitert. Hier laufen die Teilnehmer je nach Distanz bis zu fünfmal vorbei. "Damit verhindern wir, dass sich zu viele Athleten gleichzeitig an einer Stelle ansammeln." Da der Dreikampf ohne Kontakt ablaufen muss, dürfen auch keine Rundenbändchen verteilt werden. Jeder Teilnehmer muss seine Runden selbst zählen: Vier anspruchsvolle Radrunden à 11 Kilometer mit dem Crosser, Gravelbike oder Mountainbike sind im Wald auf der olympischen Distanz zu absolvieren, zwei im Jedermann-Rennen. Auch die Nummernbeschriftung der Oberarme ist verboten.

Los geht die Traditionsveranstaltung mit dem Kindertriathlon um 11 Uhr. 30 Kinder schwimmen einmal um das ausgelegte Viereck im Licher Waldschwimmbad. 290 Meter hat eine Runde. Fünf Kilometer Rad fahren auf der asphaltierten Schwimmbadstraße und eine zwei Kilometer lange Umrundung des Waldschwimmbades folgen. Auch hier wird auf die Abstandsregelung geachtet: Die Kinder werden genau wie später die Erwachsenen alle fünf Sekunden ins Wasser gelassen.

Um 14 Uhr erfolgt der Start der 75 Teilnehmer über die olympische Distanz, zeitversetzt der Start des Jedermann-Rennens. Fünf Runden im Waldschwimmbad und insgesamt 1500 Meter stehen für die längere Strecke auf dem Plan, zwei sind es im Jedermannrennen.

Insgesamt wollen 200 Athleten/innen nach langer Rennpause mal wieder Wettkampfluft schnuppern. Neben lokalen Triathlongrößen wie Claudius Pyrlik (Triathlon Team Gießen) oder der Münzenbergerin Rebekka Ott (Triathlon Wetterau) will der Wolfenbütteler Hendrik Becker über die Sprintdistanz an den Start gehen. Becker holte 2019 den EM-Titel in der AK 35 im niederländischen Weert und wurde mehrfacher Deutscher Meister über die Sprint- und olympische Distanz.

Von den Sponsoren, die allesamt aus der Licher Region kommen, habe man volle Unterstützung erfahren. "Wir wurden sogar gefragt, ob das Budget aufgestockt werden soll", freut sich der 1. Vorsitzende des Licher Triathlonvereins. "Wir sind gespannt auf den Samstag", sagt Oliver Müller-Secci.

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