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Es kann immer alles passieren

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Von: Markus Röhrsheim

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Moritz Zörb und Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg empfangen am Mittwoch um 19.30 Uhr Erstligist Frisch Auf Göppingen zum Pokal-Hit in eigener Halle. © Imago Sportfotodienst GmbH

Trotz seiner erst 25 Jahre gehört Moritz Zörb bereits zu den erfahrenen Kräften beim Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg. Der Kreisläufer will am Mittwoch im DHB-Pokal gegen den Erstligisten Frisch Auf Göppingen an einer Handball-Sensation schnuppern.

Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg ist, trotz anspruchsvollem Auftaktprogramm, begeisternd und erfolgreich in die neue Saison gestartet. Vor der nächsten schweren Auswärtshürde beim Erstligaabsteiger HSC 2000 Coburg erwartet die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab morgen Abend den Erstligisten Frisch Auf Göppingen zum Pokalschlager (19.30 Uhr, Sporthalle Hüttenberg). Im Vorfeld der Partie sprachen wir mit Abwehrchef Moritz Zörb.

Wie erklärst du den Super-Saisonstart, nachdem ihr in der letzten Saison lange gegen den Abstieg gekämpft habt ?

Es ist ja bereits zum Ende der letzten Saison ganz gut gelaufen. Die Mannschaft hat sich gefunden und funktioniert gut. Wir hatten im Sommer keinen großen Umbruch, sondern haben im Prinzip nur ›Do‹ (Dominik Mappes - die Red.) dazubekommen, der den Laden hier ja sehr gut kennt. Zudem mit Joel Ribeiro eine weitere Option. Natürlich haben wir mit Niko Weber einen gestandenen Bundesliga-Torhüter verloren, aber Dominik Plaue und auch Simon Böhne machen das auch gut. Und Ian Weber und Niklas Theiß gleichen auch den Verlust von Merlin Fuß, einem der besten Abwehrspieler der Liga, super aus. Es läuft aktuell mit der ultrajungen Mannschaft echt gut - man kann nicht klagen.

Euer Trainer Johannes Wohlrab betont immer wieder den Teamgeist, der auch sichtbar und spürbar ist. Was ist so besonders ?

Es sind oft nur Kleinigkeiten, die zu einer mannschaftlichen Geschlossenheit führen. Das kann man nicht erzwingen. Es kommt darauf wie die Leute zusammenpassen.

Die bisherigen beiden Auswärtspartien gingen gegen Erstligaabsteiger. Nun kommt im Pokal mit Göppingen ein gestandener Erstligist. Mit welchen Erwartungen geht ihr ins Spiel ?

Göppingen ist gut drauf. Die haben keine Krise, über die man sich vielleicht Hoffnungen machen kann. Aber es kann immer alles passieren. Gerade wenn uns dann unsere Zuschauer wieder so pushen wie zuletzt gegen Dresden. Wir haben schon beim Linden Cup in der Vorbereitung gezeigt, dass wir auch gegen Erstligisten bestehen können. Man freut sich jedenfalls mächtig auf so ein Spiel.

Nach fast einem Jahr Verletzungspause bist du wieder zurück auf dem Spielfeld. Wie war die Zeit für dich und bist du nach der langen Pause wieder bei 100 Prozent?

Das mit den 100 Prozent ist schwer abzuschätzen. Durch Corona habe ich sogar fast eineinhalb Jahre nicht gespielt und bin daher auch fast ein Neuzugang (grinst). Im Prinzip war es fast ein bisschen Glück mit der Schulterverletzung, denn dadurch habe ich eigentlich keine zusätzliche Zeit verloren. Ich musste schon schlucken, als es hieß, dass ich nach der Schulter-OP ein halbes Jahr nicht spielen kann. Aber dann hat das mit der Hüft-OP gut zusammengepasst. Das konnte dann alles in München gemacht werden. Wobei ich noch mal sagen möchte, dass ich keine neue Hüfte bekommen habe. Es wurde nur alles ein bisschen in Form gebracht, wodurch nun manche Bewegungsmuster ein bisschen anders sind. Das war schon eine schwere Zeit, denn ich bin keiner, der gut zusehen kann. Egal, ob in der Halle oder vorm Fernseher.

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