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Erstes Finalspiel soll große Party werden

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Von: Andreas Joneck

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Für Hiroaki Kozai, hier im Duell mit den Bulls, ist es am Sonntag der letzte Auftritt in Wetzlar. © Armin Diekmann

(aj). Nur sieben Tage nach der Entscheidung in der europäischen Königsklasse, startet der RSV Lahn-Dill am Sonntag um 16 Uhr in die Playoff-Finals der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Gegner sind einmal mehr die Thuringia Bulls, die wie die Mittelhessen auf europäischer Bühne zuletzt leer ausgingen. Das letzte Heimspiel in der laufenden Spielzeit soll daher aus vielerlei Sicht zur großen Party in der Wetzlarer Buderus Arena werden.

Sportlich müssen die Hausherren vorlegen, um in der »Best-of-Three«-Serie mit Auswärtsspielen in Partie Nummer zwei und optional Nummer drei, eine realistische Chance auf den Titel zu haben. Dass sie hierzu in der Lage sind, haben sie zuletzt mehrfach bewiesen, denn bereits im Hauptrundenspiel rollten Thomas Böhme & Co. mit 71:69 ebenso als Sieger vom Parkett, wie auch in der Vorsaison beim 82:54-Kantersieg in der Liga oder beim 71:67-Finaltriumph auf der europäischen Bühne. Aber nicht nur der RSV hat dieses Potenzial, sondern natürlich auch der Kontrahent Nummer eins der vergangenen Jahre. So im letztjährigen Meisterschaftsendspiel, als die Ostdeutschen in zwei Spielen glatt die Oberhand behielten oder vor Wochenfrist im Duell um Platz drei im IWBF Champions Cup.

Aber auch die Buderus Arena wird sich am Sonntag von ihrer besten Seite zeigen und mit viel Rahmenprogramm und vor allem einer stattlichen Kulisse überzeugen. »Wir haben bereits vor Wochenfrist die 1000-Besucher-Grenze überschritten und rollen jetzt auf 1500 bis 2000 Besucher zu«, so Niclas Schubert, beim RSV für das Ticketing verantwortlich. Eine Kulisse, die der RSV kennt, hat er doch bereits 2009 in der damaligen Rittal Arena mit 3900 Zuschauern den Rekord für ein Ligaspiel in neue Sphären gehoben.

Unter den Gästen sind aber nicht nur die lautstarken Fans des RSV Lahn-Dill. Pünktlich zum Finalspiel ziehen auch die Fanclubs der beiden in der Arena beheimateten Bundesligisten an einem Strang, denn auch der Fanclub Grün-Weiß des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar ist am Sonntag live vor Ort, um die heimischen Farben hoch zu halten.

Nun gilt es sportlich eine Trotzreaktion zu zeigen, um die klare 51:75-Niederlage gegen die Bulls auf internationaler Bühne am vergangenen Sonntag in Erfurt wettzumachen. Sollte der RSV Lahn-Dill am Sonntagnachmittag die Partie für sich entscheiden, dann hätte er bereits in Duell zwei, sechs Tage später auswärts, einen ersten Matchball. Analog hierzu natürlich auch die Gäste aus Thüringen bei gleicher Konstellation. Nur wenn es nach den ersten beiden Duellen 1:1 nach Siegen steht, käme zu einem entscheidenden Playoff-Finale Nummer drei.

Letzter Heimauftritt für Hiroaki Kozai und Dominik Mosler

Wenn am Sonntag das erste Playoff-Finalspiel ansteht, wird es für zwei Akteure des RSV der letzte Auftritt in Wetzlar sein. Hiroaki Kozai (seit 2017) und Dominik Mosler (seit 2019) werden in der kommenden Saison nicht mehr im Kader des deutschen Rekordmeisters stehen. Kozai wird in seine Heimat zurückkehren, der Vertrag von Mosler läuft aus und wird nicht mehr verlängert.

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