Erster Saisonsieg für Pointers

(lad) "Das ist eine wahnsinnige Erleichterung; wie ein Eisberg, der gebrochen ist. Jetzt kann die Liga für uns losgehen!", jubelte Dejan Kostic, Trainer der VfB 1900 Gießen Pointers, nach dem gestrigen Pro-B-Spiel seiner Basketballer bei den Wiha Panthers Schwenningen. Denn dort war dem mittelhessischen Aufsteiger nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Spielen mit 70:65 (41:33) der ersehnte erste Saisonsieg gelungen.

Vor allem die beiden unmittelbar vor dem Spiel verpflichteten Amerikaner Marcus DeWayne Johnson und Kimmani Kemar Barrett schlugen sofort ein wie Raketen und hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg.

"Wir haben jetzt einen ›Magic‹", freute sich Kostic in Anlehnung an den berühmten Namensvetter über seinen Wunschspieler Johnson, der mit 20 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists gleich zum besten Akteur auf dem Parkett avancierte.

Bereits die ersten fünf Gießener Punkte der Partie gingen auf sein Konto, dank derer der VfB von Anfang an mit den engagiert kämpfenden Gastgebern mithalten konnte. "Die Mannschaft hat gespürt, dass die Amerikaner zu uns stehen und für das Team spielen", erklärte Kostic die neu gewonnene Sicherheit seiner Pointers. Bereits ohne mit der Mannschaft eingespielt zu sein, sorgten die erst am Freitag (Johnson) und Samstag (Barrett) in Deutschland gelandeten Neuzugänge dafür, dass Gießen in punkto Rebound und Schnelligkeit enorm verbessert war, sodass die Hoffnung besteht, sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten, wenn die beiden Amerikaner erst einmal richtig integriert sind.

In den ersten zehn Minuten konnte sich keine der Mannschaften nennenswert absetzen - die höchste Führung war ein 20:15 für Schwenningen - sodass es mit einem offenen 24:22 aus Gastgebersicht in das zweite Viertel ging. Hier legten die Baden-Württemberger ein 26:22 vor, nach dem die Mittelhessen ihre Stärke entfalteten und innerhalb der nächsten sechs Minuten einen Lauf auf 39:30 (18.) auf das Feld zauberten. So nahmen sie beispielsweise mit einer sicheren Defensivleistung den Schwenninger Überspieler Blake Prince Young gekonnt aus der Partie, der normalerweise Schnitte von 30 Punkten gewöhnt ist, sich diesmal aber mit neun Zählern begnügen musste. Mit einem vielversprechenden 41:33 ging Gießen in die Kabine.

Die Panthers begannen die zweite Spielhälfte konzentriert und verkürzten durch den ehemaligen Licher Tomislav Topic und Jan Fikiel rasch auf 37:41, aber unter anderem dank zweier Dreier von Zeljko Pavlovic waren die 1900er bis zur 25. Minute bereits wieder auf 53:39 enteilt. Dieser Vorsprung hatte bis in die letzte Minute des Viertels bestand, bis Schwenningen durch einen Dreier von Samba Thiam und einen Korbleger von Topic zur Viertelpause auf 48:57 verkürzte. Aber das verunsicherte Gießen (noch) nicht, das mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung drei Minuten vor dem Ende ein 68:54 vorlegte.

Jetzt allerdings begann das Vorgefühl auf den ersten Saisonsieg, die Gäste nervös zu machen, die sich fortan mehrere Fehler erlaubten. Dies nutzte Villingen zur Ergebniskosmetik, aber mehr als ein 65:70 war für die Gastgeber gegen starke Gießener nicht mehr drin.

Wiha Panthers Schwenningen: Gundlach (2), Thiam (7/1 Dreier), Henrichs (2), Topic (21), Fikiel (8), Goehrke (6), Young (9), Schlafke (10/2), St. Robert.

VfB 1900 Gießen Pointers: Wosnitza (4/1), Czepczynski (6/2), Barrett (7), Göttker, Pavlovic (13/3), Sebastian Rotaru (4), Biallas (3), Unger (4), Felix Rotaru (9), Johnson (20/1).

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