Gießens Spielmacher Cameron Wells (l.) und seine 46ers-Teamkollegen erwarten am Samstag um 17 Uhr zum Testspiel Bundesliga-Kontrahent BG Göttingen in der Osthalle. (Foto: mv)
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Gießens Spielmacher Cameron Wells (l.) und seine 46ers-Teamkollegen erwarten am Samstag um 17 Uhr zum Testspiel Bundesliga-Kontrahent BG Göttingen in der Osthalle. (Foto: mv)

Erster Heimtest für die Gießen 46ers

(mv) Nach vier Vorbereitungsspielen steht für die Gießen 46ers eine doppelte Premiere in der Preseason an: Am Samstag (17 Uhr) gibt es mit dem Testspiel gegen die BG Göttingen sowohl das erste Duell mit einem Konkurrenten aus der Basketball-Bundesliga als auch das erste Heimspiel in der Sporthalle Gießen-Ost.

"Wir müssen schauen, dass wir das Training in den kommenden Tagen gut dosieren. Gerade bei Tommy Scrubb hat man gesehen, dass der Tank da absolut leer war. Zudem hatte sich Marco Völler im Training den Rücken ein bisschen verknackst", sagte Trainer Denis Wucherer schon nach dem Spiel gegen Gotha in Mainz am Dienstag. Glanzstücke sollte man von den Mittelhessen also nicht erwarten, die sich derzeit im härtesten Teil der Vorbereitung befinden. Nach den anstrengenden ersten Wochen wird nun bis zum Saisonstart die Intensität so angepasst, dass die Spieler zum ersten Punktspiel am 24. September gegen Jena auf den Punkt fit sind.

Dennoch wird das Duell mit den Südniedersachsen eine erste Standortbestimmung, ist die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers doch am gleichen Punkt der Vorbereitung und wird in der kommenden Saison ebenso wie die Gießener zuvorderst den Anspruch haben, die Klasse zu halten.

Nachdem der ehemalige Bonner Andrej Mangold in der vergangenen Woche einen Kreuzband-riss erlitt und somit wahrscheinlich für die gesamte Saison ausfallen wird, verstärkten sich die Veilchen vor wenigen Tagen mit Benas Veikalas: Der Litauer, wie Mangold ebenfalls viele Jahre in Bonn unter Vertrag, gilt als ausgewiesener Scharfschütze und wird in Gießen seinen ersten Auftritt im lilanen Trikot haben.

Die 46ers derweil werden beim ersten Auftritt vor heimischen Fans vor allem ihre neuen Qualitäten unter Beweis stellen wollen: Schnell wird das Spiel sein, mit flinken Fingern in der Defensive, schnellem Umschaltspiel von Verteidigung auf Angriff und einer gehörigen Portion Athletik – damit wollen Cameron Wells und Co. in der kommenden Saison ihre Gegner überrollen.

So können sich die Fans auch auf einen verbesserten Kapitän Wells freuen, der in den bisherigen Spielen deutlich dominanter auftrat als noch in der vergangenen Saison, auf die Athletik von Dwayne Evans, der in den bisherigen Spielen durchweg überzeugen konnte, aber auch auf die Fortschritte von Maurice Pluskota: Der Center macht von Tag zu Tag weiter Fortschritte auf dem Weg zur BBL-Form und will mit einem Jahr Verzögerung im 46ers-Dress angreifen.

Dass der letzte 46ers-Zugang schon am Samstag in der Osthalle aufläuft, gilt derweil als unwahrscheinlich. Zwar befinden sich die Gießener in guten Gesprächen mit einem potenziellen neuen Mann auf den kleinen Positionen, noch konnte allerdings kein Vollzug aus der Geschäftsstelle in der Grünberger Straße gemeldet werden.

Die verbleibende Ausländerposition im Kader der 46ers-Mannschaft wird Trainer Wucherer allerdings wohl dennoch weit vor dem Saisonstart besetzt haben. Und auch ohne den sechsten Ausländer dürfte sich ein Besuch in der Osthalle am Samstag sicher lohnen.

Ebenfalls noch nicht dabei sein wird Steven Key: Der Assistenztrainer von Denis Wucherer verlängerte gestern seinen Vertrag bei den Gießenern um eine weitere Saison. Derzeit steht Key noch in der amerikanischen Damen-Profiliga WNBA an der Seitenlinie. Die Saison dort geht noch bis zum 18. September, danach könnten sich für seine Indiana Fever noch Playoff-Partien anschließen. Sobald die Saison in den USA beendet ist, unterstützt Key gemeinsam mit Milos Petkovic dann wieder Wucherer.

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