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Harry Lange (r.), der hier Michael Fröhlich attackiert, hat den Treffer zur 3:2-Führung der Roten Teufel beim 4:2-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren aufgelegt. (Foto: Merz)

Erster Heimsieg für Bad Nauheim

(mn) Acht Sekunden vor dem Ende waren auch die letzten Zweifel verwischt. Als Kyle Helms mit einem Schuss ins inzwischen verwaiste Tor der Gäste getroffen hatte, konnte in Bad Nauheim im dritten Heimspiel der Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 der erste Sieg gefeiert werden; gegen den Spitzenreiter.

Mit 4:2 (0:0, 1:0, 3:2) besiegten die Roten Teufel den ESV Kaufbeuren, der sich vor 1953 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion allerdings überhaupt nicht wie ein Tabellenführer präsentierte. 35 Minuten dauerte die Geduldsprobe, ehe Drew Paris mit einem Powerplay-Tor aus kurzer Distanz den Defensiv-Riegel geknackt hatte, nach einem 1:2-Rückstand stellte schließlich Ex-Nationalspieler Vitalij Aab mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg (51./54.).

"Kaufbeuren hat erwartet passiv gestanden und es uns in der neutralen Zone schwer gemacht. Der Sieg ist verdient, dazu haben wir uns defensiv verbessert gezeigt und die Zahl der Gegentreffer auf zwei reduziert", zog Verteidiger Daniel Ketter Bilanz.

Kaufbeuren überließ den Gastgebern die Initiative und vertraute auf einen starken Stefan Vajs. Der Torwart der Allgäuer lieferte sich insbesondere mit Matt Beca einen unterhaltsamen Zweikampf und war vom letztjährigen RT-Top-Scorer nicht zu überwinden. Gerade zum Ende des ersten Abschnitts lag ein Treffer in der Luft, doch dauerte es bis Minute 35, ehe Paris für einen kollektiven Aufschrei sorgte. Allein auf Keeper Vajs zusteuernd, verpasste es Aab kurz vor dem zweiten Wechsel, die Führung auszubauen.

Im Schlussabschnitt waren gerade einmal 26 Sekunden gespielt, als ein Schlagschuss von Mathias Müller zum Ausgleich im Netz zappeln sollte. Und als Michael Fröhlich die Orientierungslosigkeit des dritten RT-Blocks zum ESV-Führungstreffer genutzt hatte, schwante den RT-Fans Böses (49.). Dann zeigte Aab, warum er geholt wurde. Mit dem zweiten Überzahl-Tor markierte der 33-Jährige den Ausgleich und hielt drei Minuten später seinen Schläger in einen zentimetergenauen Pass von Harry Lange zum 3:2.

EC Bad Nauheim: Guryca - Ringwald, Paris, Schütz, Blankart, Ketter, Noske - Frosch, Lange, Aab, Beca, Campbell, Helms, Gerbig, Oppolzer, Strauch, Spöttel, May, Müller.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Kwiet, Müller, Waddel, Stein, Heider, Winkler - Snetsinger, Marquardt, Mayr, Fröhlich, Schmiedle, Menge, Lautenbacher, Thomas, Hadraschek.

Steno: Tore: 1:0 (35.) Paris (Campbell, Beca - 5-4), 1:1 (41.) Müller (Snetsinger, Marquardt), 1:2 (49.) Fröhlich (Schmiedle, Menge), 2:2 (51.) Aab (Paris, Frosch -5-4), 3:2 (54.) Aab (Lange, Ketter), 4:2 (60.) Helms (Empty-Net). – SR: Iwert. – Strafmin.: 8:6. – Z.: 1953.

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