Merlin Fuß und der TV 05/07 Hüttenberg peilen den ersten Heimsieg der Saison an. FOTO: THÜRMER
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Merlin Fuß und der TV 05/07 Hüttenberg peilen den ersten Heimsieg der Saison an. FOTO: THÜRMER

Ersten Heimsieg im Visier

Sieben auf einen Streich. Die Zweitliga-Partie gegen Bayer Dormagen bedeutet für den TV Hüttenberg, dass er von noch keinem Spielausfall heimgesucht wurde. Dieser Trend und der sportlich positive der letzten Wochen soll auch am Samstag anhalten.

Im Schatten aller Spielabsagen der 1. und 2. Handball-Bundesliga trifft der TV 05/07 Hüttenberg am Samstagabend auf den TSV Bayer Dormagen. Anpfiff in der Rittal-Arena Wetzlar ist um 19:30 Uhr.

Eine gewisse Erleichterung dürfte geherrscht haben bei den Verantwortlichen des TVH, als die Spiele der tschechischen Nationalmannschaft aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. So entgingen Dieudonne Mubenzem und Vit Reichl der Gefahr einer möglichen Infektion über die Länderspielreise - wie dieser Tage in der deutschen Nationalmannschaft geschehen. Auch deshalb kann (Stand jetzt) das Duell gegen Dormagen stattfinden.

Darüber wird man auch beim TSV glücklich sein, kennen sich die Spieler und Verantwortlichen mittlerweile bestens mit Spielabsagen aus. Gerade erst sollte am vergangenen Wochenende die bereits einmal abgesagte Partie gegen den TuS Ferndorf nachgeholt werden, musste sich der Gegner erneut in Quarantäne begeben. "Wichtig ist jetzt, dass wir in Rhythmus bleiben. Deswegen haben wir das Nachholspiel gegen Ferndorf auch auf den nächsten Samstag gelegt", sagte Dormagens Geschäftsführer Björn Barthel noch im Vorfeld. Ein Rhythmus, der seiner Mannschaft sicher gutgetan hätte, hat sie doch überhaupt erst drei Partien absolviert.

Zum Vergleich: Hüttenberg steht bei sechs absolvierten Spielen ohne bisherige Absagen. Die bisherigen Ergebnisse des TSV Bayer Dormagen hinterließen allerdings den Eindruck, als sei ein stetiger Rhythmus nicht zwingend von Nöten. Zwar verloren die Westfalen am 2. Oktober zu Hause gegen den aktuellen Tabellenführer Dessau-Roßlauer HV (21:24), entführten dann aber beide Punkte beim Aufstiegsaspiranten Bietigheim, ehe nach satten drei Wochen Pause wegen Spielabsagen ein 25:25-Unentschieden gegen Nettelstedt gelang.

"Die Ergebnisse zeigen die Qualität von Dormagen. Wer gegen Nettelstedt unentschieden spielt, der weiß schon, was er tut", zollt Hüttenbergs Coach Frederick Griesbach dem kommenden Gegner Respekt. Sein Blick im Abwehrspiel geht dabei auf das Kollektiv Dormagens. Die Hüter-Brüder Ian und Patrick in ihrem Mitte-Kreis-Zusammenspiel, dazu mit dem Kroaten Ante Grbavac (16 Tore) auf Rückraum Links und Andre Meuser (11 Tore) auf Rückraum rechts starke Schützen, die den Hüttenberger Abwehrblock beschäftigen werden. "Dormagen ist so ein bisschen ein Vorbild für uns. Die Mannschaft spielt seit zwei, drei Jahren zusammen, mit jungen, guten Spielern und entwickelt sich jede Saison als Team weiter."

Doch der TV Hüttenberg wird sich alles andere als verstecken müssen. Die Formkurve der Mittelhessen zeigt nach oben. Vom bereits angesprochenen Rhythmus her kam ihnen die viel diskutierte Länderspielpause vielleicht gar nicht so zu Gute, holte die junge Griesbach-Truppe vor der Pause doch drei Punkte aus den letzten beiden Spielen gegen Dresden und in Eisenach.

Physisch ist Griesbach dennoch froh: "Wir konnten die Pause mal nutzen, um die Akkus aufzuladen. Gerade im stark beanspruchten Rückraum wird uns das für die anstehenden Aufgaben helfen." Als "Big Point-Spiel" betitelt er das Duell am Samstag. Wohlwissend, das mit der derzeitigen Entwicklung jederzeit ein Abbruch der Liga möglich ist und bislang nicht klar wäre, wie und ob eine Wertung der Saison stattfinden würde.

60 Minuten lang ungeachtet dessen, fehlen im Kader der Hüttenberger für die Partie weiterhin Stefan Kneer und Moritz Zörb. Der Trend soll aber auch ohne die beiden Langzeitverletzten weiter nach oben gehen - im besten Fall mit zwei weiteren Punkten.

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