Erste Regatta, acht Medaillen

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(kf). Nach fast zwei Jahren Pause war es wieder soweit: Die Junioren und Kinder des RC Hassia Gießen hatten bei der 85. Kasseler Ruderregatta wieder einen Wettbewerb zu absolvieren. Die Freude, endlich wieder Rennen fahren zu können, zeigte sich bereits im Meldeergebnis. Anstatt wie üblich nur hessische Vereine, begaben sich auch Teilnehmer aus Berlin und Nürtingen auf den Weg an die Fulda.

Für die Hassia-Trainer begann das Regattawochenende bereits am Freitag. Jannik Reiting setzte sich für seinen Jugendverein in den Stadtachter, um dabei zu helfen, die schnellste Mannschaft aller Kassler Vereine zu stellen. In diesem ersten Rennen zeigte sich aber schon, dass sich in zwei Jahren vieles verändern kann. Der Ruderverein Cassel konnte sich bei seiner ersten Teilnahme den Sieg sichern, für die Hassianer reichte es nur zum dritten Platz.

Am Samstag waren dann die Junioren und Kinder an der Reihe. Für Marlene Gelzenleuchter begann die Saison mit dem Junior-Mixed-Doppelzweier B gemeinsam mit Nils Ruppel. Das Feld in diesem Rennen beschränkte sich auf drei Boote. Nach 500 Metern zeigte sich, dass der Sieg bereits entschieden war. Im Kampf um den zweiten Platz hatte Flörsheim vor Gießen die Nase vorn.

Im dritten Rennen der Hassia reichte es endlich zur ersten Medaille. Magda Brach wollte sich im Mädchen-Einer 14 Jahre für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Über 3000 m wurde der Sieger in einem Zeitfahren bestimmt. Brach durfte das Rennen beginnen und fand sich in der Rolle der Gejagten gut zurecht. Unbeeindruckt vom Kentern der direkten Verfolgerin fuhr Brach in der Endabrechnung auf den zweiten Platz vor.

Brach sollte nicht die einzige Medaillenträgerin der Hassia am Samstag sein. Neu-Hassianerin und Steuerfrau des Frauen-Achters, Anna Langemann, konnte ihr Können an den Steuerseilen unter Beweis stellen. Jeweils im Vierer mit Berlin und im Achter mit Kassel feierte sie Siege.

Am Sonntag ging es nach der Mittagspause für Ruppel Schlag auf Schlag. Zuerst stand der Mixed Zweier mit Gelzenleuchter an. Das Rennen war unter starkem Regen deutlich ausgeglichener als noch am Tag zuvor, aber für unseren Zweier reichte es erneut nur für den dritten Platz.

Es erfolgte ein schneller Wechsel im Boot und wenige Minuten später standen Weber und Ruppel am Start für den leichten B-Junioren-Doppelzweier. Das Wetter war weiterhin stark regnerisch. Erst im Endspurt zeigten sich die Anstrengungen der vorausgegangenen Rennen. Der neu formierte Zweier musste sich auf Rang drei geschlagen geben.

Auch Gelzenleuchter hatte keine lange Pause und durfte nach etwa einer Stunde im Einer in die Startblöcke rudern. Vom Start weg klebte sie am Boot der Wiesbadenerin, die Konkurrentin aus Weilburg konnte dem hohen Tempo nicht folgen und musste früh abreißen lassen. Auch bei Gelzenleuchter zeigten sich im Endspurt Auswirkungen vom Zweier, dennoch stand am Ende Rang zwei hinter Wiesbaden zu Buche.

Für Brach bestand weiterhin die Hoffnung, sich über einen Sieg über 1000 m noch für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren. Anders als am Samstag wurde das Rennen klassisch ausgefahren. Am Ende standen zwei zweite Plätze in der ersten Regatta für Brach zu Buche.

Wie schon am Samstag, waren auch die Trainer Sina Knefel und Jannik Reiting sowie Steuerfrau Langemann wieder aktiv. Dieses Mal alle gemeinsam im Senioren-Mixed-Vierer. Das Boot wurde komplettiert von Pia Groß aus Hamburg und Daniel Richter aus Kassel. Nach dem Start waren die Bugbälle des Friedrichsgymnasiums Kassel, des Rudervereins Tegel Berlin und der heimischen Renngemeinschaft gleichauf. Als erstes mussten die Kasseler sich der hohen Geschwindigkeit geschlagen geben und fielen zurück. Bis zur Streckenhälfte war das Rennen weiterhin spannend. Mit einem starken Zwischenspurt konnte sich die Gießener Renngemeinschaft etwas absetzen. Angespornt von Steuerfrau Langemann wuchs der Vorsprung bis ins Ziel auf über eine Länge an. Insgesamt kehrten die Hassianer mit acht Medaillen von der ersten großen Regatta zurück.

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