Die erste Heimniederlage für den VfB 1900 Gießen

(pst) Die Festung Gießener Waldstadion ist gefallen: Ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres musste der ambitionierte Verbandsligist VfB 1900 Gießen die erste Saisonniederlage vor eigenem Publikum und auch einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Relegationsplatz" nach oben" hinnehmen. Gegen den aufstrebenden FC Ederbergland verlor die Elf von Trainer Stefan Hassler am Samstag mit 1:2 (1:1).

(pst) Die Festung Gießener Waldstadion ist gefallen: Ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres musste der ambitionierte Verbandsligist VfB 1900 Gießen die erste Saisonniederlage vor eigenem Publikum und auch einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Relegationsplatz" nach oben" hinnehmen. Gegen den aufstrebenden FC Ederbergland verlor die Elf von Trainer Stefan Hassler am Samstag mit 1:2 (1:1) - und das, obwohl die Gießener in Führung gegangen waren und in der zweiten Halbzeit ein leichtes Chancenplus besaßen.

"Ederbergland war ein schwer zu spielender Gegner", sagte Hassler nach dem Abpfiff. "Wenn der FCE erst mal führt, dann ist es schwer, das Spiel noch zu drehen. Außerdem haben wir heute nicht so kombiniert, wie sonst."

Gegen einen anfangs eher sich zurückhaltenden und auf Sicherheit bedachten Gast hätte sich der VfB 1900 in der ersten halben Stunde mehr Torchancen erspielen können, als er es letztlich tat. Erste Gefahr versprühte der Kopfball von Kai Ranke in der zwölften Minute, der FCE-Schlussmann Alessandro Casella zu einem guten Reflex zwang. Stark herausgespielt und zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient war dann aber der Führungstreffer der Hausherren sieben Minuten später.

Ürkan Özen setzte sich auf dem linken Flügel im Zweikampf gegen Ederberglands Sergej Pracht durch und bediente mit einer mustergültigen Flanke den in der Mitte lauernden Sergej Maro - 1:0.

Dann aber fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Während die Schussversuche von Dominik Karge (21.) und Oleg Heft (25.) noch zu harmlos waren, machte es FCE-Kapitän Michael Möllmann kurz vor dem Halbzeitpfiff besser. Nach einer Ecke von der linken Seite brachte er den Ball im zweiten Versuch im Gehäuse von Gießens Torhüter Dennis Fall unter (45.).

Im zweiten Spielabschnitt waren es trotzdem die Schützlinge von Stefan Hassler, die mit dem Freistoß von Erdinc Solak (65.) oder Özens Schuss (72.) die besseren Gelegenheiten besaßen. Der entscheidende Treffer gelang allerdings den Gästen. Gießens Michel Mohr hatte sich im eigenen Strafraum regelwidrig an seinem Gegenspieler Mario Ellerich vergangenen, den fälligen Strafstoß verwandelte Dennis Reitz eiskalt (78.). Neun Minuten vor dem Abpfiff hatten alle Heimfans nochmals den Torjubel auf den Lippen. Bei seinem Kopfball stand Maro nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns allerdings im Abseits. Auch der letzte Versuch von Solak (87.) führte nicht mehr zum Ausgleich, so dass die erste Heimniederlage in der laufenden Saison der Verbandsliga Mitte für die Gießener perfekt war.

Ederberglands Trainer Vladimir Kovacevic sprach nach dem Spiel von einem nicht unverdienten Sieg: "Der Wille war da. Außerdem hatten wir mehr Spielanteile." Auch Stefan Hassler sah die Gründe für die Niederlage seiner Mannschaft eher in der Stärke des Gegners. "Wir wollten auf Sieg spielen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben meine Jungs versucht, das Blatt noch zu wenden."

VfB 1900 Gießen: Fall; Schmidt, Michel Mohr, Chabou, Hasan, Özen, Ranke, Spottka (ab 70. Max-Peter Mohr), Solak, Samun, Maro.

FC Ederbergland: Casella; Fabian Mohr, Möllmann, Pracht (ab 71. Biesenthal), Schweizer (ab 46. Schneider), Karge, Reitz, Heft (ab 46. Madarevic), Citlak, Ellerich, Eickhoff.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Eick (Eifa). - Zuschauer: 120. - Torfolge: 1:0 (19.) Maro, 1:1 (45.) Möllmann, 1:2 (78.) Reitz (Foulelfmeter). - Gelbe Karten: Özen, Michel Mohr - Citlak, Madarevic.

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