Erneuter Fehlstart, aber keine Wende

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(miw). Nach dem Derby-Auftaktsieg gegen den TV 05/07 Hüttenberg trat die HSG Wettenberg in der Handball-Oberliga der Frauen bei der TGS Walldorf an. Die Südhessinnen, die sich in der vergangenen Saison nur knapp vor dem Abstieg gerettet hatten, konnten nach einem Auftakterfolg über Aufsteiger HSG Lumdatal auch das zweite Spiel für sich entscheiden, nach 60 Minuten leuchtete ein 20:17 (10:5) zugunsten der TGS auf der Anzeigetafel.

Die Gründe für die Niederlage waren für Wettenbergs Trainer Christoph Fähler klar: "Wir haben eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt. Mit der Kurzdeckung gegen Friederike Hicking hat es dann besser funktioniert, wir haben uns rangekämpft, aber insgesamt bestimmt neun freie Würfe nicht verwerten können. Mit nur 17 Toren ist es dann schwierig, Punkte mitzunehmen."

Die Wettenbergerinnen starteten wie auch zum Saisonauftakt schlecht in die Partie und lagen nach zwölf Minuten mit 2:5 im Hintertreffen. Anders als in der Vorwoche, als man nach wenigen Minuten mit 0:4 in Rückstand geriet, schaffte man es nicht, den Schalter umzulegen und den Spielverlauf zu drehen. Allen voran in der Offensive fand man gegen die Heim-Abwehr kaum Lösungen, biss sich immer wieder die Zähne aus und bewegte sich nicht gut, sodass Christoph Fähler nach 23 Minuten und erst drei Treffern seiner Mannschaft bereits zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Zur Halbzeitpause lag die HSG dank der guten Deckungsarbeit und Tania Rinn im Tor "nur" mit 5:10 im Hintertreffen.

Die ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts waren aus Sicht der Auswärts-Sieben weitaus erfolgreicher als die ersten Minuten der ersten Hälfte. Nach zwei schnellen Toren von Katharina Till und Larissa Gocalves verkürzte Wettenberg auf 7:10 (33.) und blies damit zur Aufholjagd.

Mehr und mehr kämpften sich die Fähler-Damen dank einer Umstellung in der Abwehr in die Begegnung und konnten beim 12:12 (44.) erstmals ausgleichen. In der Folge verpassten es jedoch die Wettenbergerinnen, das Spiel an sich zu reißen und einmal die Führung zu übernehmen. Walldorf zog fünf Minuten vor dem Schlusspfiff vorentscheidend auf 17:14 davon, die HSG Wettenberg konnte beim 16:17 und 17:18 jeweils noch den Anschluss erzielen, zu mehr reichte es beim 17:20 aber nicht.

HSG Wettenberg: Rinn, Hohl; Münch (3), Schuldt (1/1), Svenja Pohl, Goncalves (6), Tafferner, Theresa Pohl, Schwab, Tröller (1), Till (2), Kerdi, Stefanie Schön, Katja Schön (4/3)

TGS Walldorf: Schulte, Ursel Unnold; Hicking (7/2), Büßer, Wiener, Schäfer (2), Kornhuber, Christel Unnold (3), Schönhaber (6), Rausch, Gastgeb (1), Grote, Andrikopoulou, Zimmermann (1)

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Rauch/Sattler. - Zuschauer: 100. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten - Siebenmeter: 5/4:6/2.

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