Die Gießener Studentin Jule Schriefer trägt ihren Teil zum Klassenerhalt in der Oberliga bei. ARCHIVFOTO: HN
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Die Gießener Studentin Jule Schriefer trägt ihren Teil zum Klassenerhalt in der Oberliga bei. ARCHIVFOTO: HN

Erklärte Ziele erreicht

  • vonUwe Hermann
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(hn). Am Wochenende wurden die deutschen Mannschaftsmeister im Schwimmen ermittelt. In drei Ligen waren dabei die 27 Aktiven des TV Wetzlar vertreten. Die erste Mannschaft der Männer ging in der 2. Bundesliga Süd an den Start, die erste Mannschaft der Frauen in der Oberliga Hessen und die zweite Mannschaft der Männer in der Landesliga Hessen. "In allen drei Ligen haben wir souverän den Klassenerhalt gefeiert", freute sich TV-Abteilungsleiter Reinhard Felten über die Ergebnisse.

Bei der DMS werden alle Strecken des Wettkampfprogramms in Brust, Rücken, Schmetterling, Freistil und Lagen von 50 bis 1500 absolviert, jede Strecke muss dabei zweimal geschwommen werden. Jeder Sportler darf maximal fünfmal zum Einsatz kommen, aber keiner eine Strecke doppelt schwimmen. Die erreichten Zeiten über die insgesamt 34 Strecken werden bei der DMS in Punkte umgerechnet, wobei der Weltrekord mit 1000 Punkten als Grundlage dient und zum Gesamtergebnis addiert wird.

2. Bundesliga Süd: Nachdem einige Leistungsträger den Verein verlassen hatten, war der Klassenerhalt das Ziel. Als Aufsteiger gingen die Männer erstmals in Freiburg in der 2. Liga an den Start. Mit sieben neuen Bezirksrekorden und einem hervorragenden sechsten Platz geht der TVW auch im nächsten Jahr wieder in der 2. Liga an den Start. Großen Anteil daran hatten die Neuzugänge der Wetzlarer. Mit WM-Teilnehmer Thierry Bollin (Jahrgang 2000) aus der Schweiz hatten die Wetzlarer ein Ass im Ärmel. 50 m Rücken in 24,16 Sekunden, 100 m Rücken in 53,01 sowie 200 m Lagen in 2:05,55 Minuten waren die Zeiten von Bollin, der damit drei neue Vereinsrekorde aufstellte. Viermal in die Bezirksrekordliste trug sich Ivo Staub (Jg. 1995) ein. Der Schweizer ist ebenfalls WM-Teilnehmer für sein Heimatland und sprintete die 50-m-Strecken und 100 m Lagen in Freiburg. Neue Bezirksrekorde stellte Staub über 100 m Lagen (56,50), 50 m Freistil in 22,64, 50 m Brust in 28,77 und 50 m Schmetterling in 24,97 auf. Mit Gabriel Jegher (Jg. 1999), der einen neuen Vereinsrekord über 200 m Freistil in 1:49,71 aufstellte, hatten die Wetzlarer einen dritten Top-Schwimmer aus der Schweiz am Start. Zusammen mit Kjetil Längauer (50 m Brust in 29,02), Maxime Chuard (Jg. 99 / 100 m Freistil in 52,82) und Cedric Luc Veuve (Jg. 2003 / 100 m Brust in 1:05,91) hatte der TV sechs Schweizer vom Schwimmclub Bern am Start.

Erstmals in der 2. Liga sind Leon Prinz (Jg. 2002), der Wettenberger Niklas Römer und Moritz Wrzesniewski (beide Jg. 2005) sowie Konstantin Veit (Jg. 1993 - Launsbach) gestartet. Gerade "Oldie" Veit hatte sich seinen Start verdient. In 59,73 blieb er erstmals unter 60 Sekunden. Römer stellte über 200 m Rücken in 2:12,81 eine Bestzeit auf, Wrzesniewski war über 400 m Lagen in 4:51,90 so schnell wie nie zuvor. Mit 20 992 Punkten und dem sechsten Platz sind die Wetzlarer in der 2. Liga angekommen.

Platz sieben für Frauen-Team

Oberliga Hessen: Zeitgleich gingen die Frauen in Frankfurt an den Start. Trainerin Hannah Ney musste noch kurzfristig den Ausfall von Emma Nikles (Jg. 2006 - Hüttenberg) verkraften. Die Umstellungen in der Mannschaft zahlten sich aber aus, mit dem siebten Platz wurde auch hier souverän der Klassenerhalt gefeiert. Ein Wiedersehen gab es dabei mit Elena Peppler (Jg.94 - Wieseck), die extra zur DMS angereist war und das Team über 50 m Brust in 37,03 unterstützte. Andreea Augustinov (Jg. 98 - Gießen) war über 100 m Schmetterling in 1:08,50 schnellste Schwimmerin Ihres Teams, Julia Dittrich (Jg. 2000 - Kleinlinden) stellte sich über 800 m Freistil in 10:07,75 in den Dienst der Mannschaft. Jule Schriefer (Jg. 2000 - Linden) stellte über 400 m Freistil in 4:58,84 eine neue Bestzeit auf. "Meter-Meister" wurde Helene Weber (Jg. 2004 - Lahnau) in Frankfurt, die es auf insgesamt 2600 Wettkampfmeter brachte. Besonders über 1500 m Freistil (19:06,69) zeigte Weber ein tolles Rennen. Mit 15 282 Punkten erreichte Wetzlar einen guten siebten Platz.

Rang acht für die "Zweite"

Landesliga Hessen: In Griesheim ging die zweite Mannschaft an den Start. Als Aufsteiger aus dem Vorjahr ging es auch hier um den Klassenerhalt. Fleißigster Punktesammler war Luca Dominik Schuster (Jg. 2000 - Kleinlinden), der mit zwei Bestzeiten über 100 (1:08,23) und 200 m Brust (2:30,31) frühzeitig den Kurs auf Klassenerhalt stellte. Mit vier Bestzeiten zeigte sich Egor Formuzal (Jg. 2004 - Gießen) top und in Bestform. 200 m Schmetterling in 2:32,87 sowie 400 m Lagen in 5:12,51 waren seine besten Leistungen. Nichts verlernt haben Christian Balser (Jg. 93 - Gießen), Leonard Schneider (Jg. 95) und Georg Buddensiek (Jg. 2003 - Gießen). Balser mit 30,13 über 50 m Rücken, Schneider mit 25,51 über 50 m Freistil sowie Buddensiek mit 58,37 über 100 m Freistil steuerten so die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt bei. Mit 13 962 Punkten und dem achten Platz war dieser jederzeit sicher.

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