Regionalliga Nordost

RW Erfurt: Nun doch Rettung in letzter Sekunde?

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(sid). Spiel auf Zeit oder doch Rettung in letzter Minute? Traditionsklub RW Erfurt erlebte einen turbulenten Wochenstart. Eigentlich sollten am Montag die Lichter ausgehen, doch plötzlich gab es wieder Hoffnung für den Viertligisten.

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt verkündete, der Klub werde zum Wochenstart doch nicht vom Spielbetrieb abgemeldet. Er verhandele noch mit einem möglichen Sponsor. "Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, es könnte sich hier aber eine positive Lösung abzeichnen", so Reinhardt.

Auch das Heimspiel am Samstag gegen Tabellenführer Energie Cottbus (16 Uhr/MDR) soll stattfinden. Kommt es am Ende aber doch nicht zu einer Einigung, müsste sich der Verein aus der Regionalliga Nordost zurückziehen. Erfurt stünde als erster Absteiger fest und müsste im Sommer in der 5. Liga (Oberliga) starten.

Für die Spieler ist die Situation bizarr. Sie hatten mit RW Erfurt schon abgeschlossen, ihre Spinde geräumt und die Mannschaftskasse aufgelöst. Am Montag war nur noch Trainer Robin Krüger auf dem Trainingsgelände anzutreffen. "Wenn wir ein positives Zeichen vom Insolvenzverwalter bekommen, geht es wieder los", sagte Krüger der "Thüringer Allgemeinen".

Voraussetzung dafür ist aber, dass die noch ausstehenden Dezember-Gehälter bezahlt werden. Reinhardt hatte die fehlenden Überweisungen damit begründet, dass der Hauptsponsor seine Zahlungen eingestellt hat. Der Hauptsponsor liegt mit Reinhardt über Kreuz und hatte vor dem Amtsgericht bereits seine Ablösung beantragt - vergeblich.

Angesichts der Grabenkämpfe schloss auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein weitere Finanzhilfen aus.

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