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Mark-Alexander Sauer (l.) und seine »rechte Hand« Armin Noll organisieren die Mittelhessen-Tour.

Erfolgsmodell für die Region

  • VonPetra Pickenhahn
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(pic). Die Mittelhessen-Tour ist ein Erfolgsmodell. Zum siebten Mal schickt die Springsportförderung Hessen, ein Zusammenschluss von Sponsoren, die heimischen Amateure quer durch die Region. Bei den Turnieren werden Prüfungen in der kleinen (Klasse A), mittleren (Klasse L) und großen Tour (Klasse M) ausgeschrieben. Die Teilnehmer erhalten nach jedem Wettbewerb Ehrenpreise wie Jacken, Westen oder Polo-Shirts mit dem Tour-Logo.

Das Ranking während die Saison wird laufend aktualisiert, und zum Ende winken den Siegern des Finales unter anderem Lehrgänge bei renommierten Ausbildern. Wir sprachen mit Mark-Alexander Sauer, dem Organisator der Tour, und Armin Noll, dem »Herr der Zahlen«, der sich um die Statistiken und Auswertungen kümmert.

Besondere Zeiten bedürfen besonderer Regeln. Was ist bei der Mittelhessen-Tour in dieser Saison anders?

Mark-Alexander Sauer: Da das Interesse an den wenigen Springturnieren in diesem Jahr so groß ist, mussten wir die Startplätze begrenzen. Außerdem gibt es diesmal nur ein Streichergebnis, weil einige Turniere pandemiebedingt ausfallen mussten.

Armin Noll: Wir setzen uns stets dafür ein, dass die Tour-Teilnehmer bei jedem Turnier, das zur Serie gehört, starten können. Dafür schaffen wir die nötigen Kapazitäten.

Lich ist die zweite Station der Tour. Lässt sich schon eine Aussage treffen über den bisherigen Leistungsstand?

Sauer: Wir sind sehr zufrieden. Die Amateure haben offenbar fleißig trainiert, auch ohne Startmöglichkeit auf Turnieren. Es ist genug Qualität vorhanden.

Noll: Natürlich fehlt manchmal noch ein bisschen die Routine, das ist klar. Aber alles in allem sind die Ergebnisse ansprechend und Reiter und Pferde gut in Form.

Wie hat sich die Springsportförderung auf diese Saison vorbereitet? Sind alle Sponsoren noch an Bord?

Sauer: Ja, keiner hat sich zurückgezogen. Im Gegenteil. Alle sind nach wie vor mit großem Engagement dabei. Wir haben in neues Hindernismaterial investiert, einen neuen Sprung haben wir sogar direkt vom Hersteller in den Parcours aufgenommen.

Noll: Für den Tour-Sprung haben wir neue Stangen angeschafft. Der Preis dafür ist kurioserweise enorm gestiegen. Der Holzmangel schlägt auch hier offenbar durch.

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden konkret aus?

Sauer: Armin ist mir eine große Stütze, sozusagen meine rechte Hand. Wir besprechen eigentlich alles im Vorfeld. Und wenn sich zum Beispiel an den Sponsoren-Logos etwas ändert, stehen wir schon mal gemeinsam in seiner Garage und ziehen die Folien auf die Fangständer auf.

Noll: Das Folienziehen ist schon etwas speziell (lacht). In den Anfängen der Tour habe ich Mark öfter mal E-Mails geschrieben und ihn auf Kleinigkeiten hingewiesen. Ich interessiere mich eben für die Statistiken und das Zahlenwerk.

Sauer: Daraus ist unsere Zusammenarbeit entstanden. Die schlimmste Vorstellung bei so einer Serienwertung ist doch, dass man jemanden als Sieger kürt, und dann muss man womöglich im Nachhinein sagen: Ich habe mich vertan.

Noll: Deswegen prüfen wir immer alles gegenseitig genau noch einmal nach. Gerechtigkeit und Vergleichbarkeit sind sowieso der Grundgedanke der Tour. Darum gehen auch ausschließlich Prüfungen nach Fehlern und Zeit in die Wertung ein, keine Stilnoten oder Ähnliches.

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