Erfolgreicher Spieltag

  • vonRichard Albrecht
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(ria) In der Volleyball-Oberliga war erneut ein Team des USC Gießen von einem coronabedingten Spielausfall betroffen. Diesmal wurde wegen des gestiegenen RKI-Werts im Lahn-Dill-Kreis die Partie der Herren beim TV Waldgirmes II kurzfristig abgesagt. Die Damen mussten beim Tabellenfünften Bergshausen antreten und entführten nach einem hart umkämpften Fünfsatzsieg zwei Punkte. In der Landesliga Herren kam den beiden Gießener Teams, dem Gießener SV und dem USC Gießen II, die HVV-Auswahl als "Aufbaugegner" gerade recht. Beide gewannen in der Turnhalle Rödgen ihr Spiel mit 3:0, für den GSV war es der erste Saisonsieg.

Oberliga Damen / FSV Bergshausen - USC Gießen 2:3(17:25, 25:17, 10:25, 25:21, 12:15): Die Damen des USC Gießen durchlebten ein Wechselbad der Gefühle, das unter strikten Coronabedingungen ausgetragen wurde. Maskentragen auf der Bank, Spielfeld und Auswechselbänke wurden beim Seitenwechsel gewischt bzw. desinfiziert.

Die Gäste erarbeiteten sich schnell eine Führung und brachten den ersten Satz ungefährdet nach Hause. Im zweiten Satz kämpfte sich der FSV zurück ins Spiel, während sich beim USC die Fehler in allen Bereichen häuften. Nach dem Satzausgleich ging der Gast wie ausgewechselt zurück aufs Feld. In der Abwehr wurden die Angriffe entschärft, die Zuspielerin gewann ihre Spielfreude zurück und setzte ihre Angreiferinnen erfolgreich in Szene. Trotz des deutlichen 25:10 wurde Durchgang vier alles andere als ein Selbstläufer. Mit Angabefehlern und Unstimmigkeiten in der Feldabwehr brachte man den FSV zurück ins Spiel, der zu seiner Stärke aus Durchgang zwei zurückfand und den Tiebreak erzwang. Hier bahnte sich eine schnelle Entscheidung gegen den USC an (3:9), doch mit dem Rücken zur Wand steigerten sich die Gießenerinnen vor allem in der Blockabwehr. Dazu sorgte Parvin Jafari für viel Druck im Aufschlag, sodass doch noch die Wende zum 15:12-Tiebreaksieg herbeigeführt wurde. "Die verschärften Corona-Auflagen waren sehr gewöhnungsbedürftig", zeigte sich am Ende Maria Klapczynski erleichtert und erfreut über den bereits dritten Saisonsieg im vierten Spiel.

USC Gießen: Klein, Lux, Klapczynski, Schnalke, Pollok, Wolfermann, Schmidt, Biedenkapp, Smareglia, Wrobel, Jafari, Wienand.

Landesliga Herren / Gießener SV - HVV-Auswahl 3:0(25:15, 25:18, 25:22): Zum ersten Mal in der Saison konnte Trainerin Inga Gruschwitz auf den kompletten Kader zurückgreifen, Georg Erdmann und Simon Scheffler standen erstmals im Aufgebot. Zuspieler Yann Reus brachte mit sicherem Händchen vor allem seine Außenangreifer immer wieder gut in Szene, dazu sorgte Diagonalangreifer Konstantin Schulz vor allem im ersten Durchgang mit seinen Aufschlägen für viel Druck. Nachdem der erste Satz zügig und glatt unter Dach und Fach war, stellten sich die Gäste zunehmend besser auf die Angriffsbälle der Gießener ein und steigerten sich in der Feldabwehr. Auf der Gegenseite häuften sich Unstimmigkeiten in der Annahme und Eigenfehler, was Gruschwitz zu Auszeiten zwang, in denen sie versuchte, ihr Team wieder auf Linie zu bringen. So wurde es in den Sätzen zwei und drei knapper, dennoch sollte am Ende der GSV seinen ersten Saisonsieg feiern.

Gießener SV: Schulz, Albrecht, Nowikowski, Reus, Gänsslen, Cloos, Erdmann, Scheffler.

USC Gießen II - HVV-Auswahl 3:0(25:17, 25:10, 26:24): "Wir konnten das Spiel nutzen und allen Spielern Einsatzzeiten geben", hakte USC-Sprecher Steffen Kämmerling eine Partie schnell ab, in der es aufgrund der vielen Wechsel erst im dritten Durchgang spannend wurde. So ging es den Gießenern vor allem darum, an technischen und spieltaktischen Elementen zu arbeiten und auch den Nicht-Stammspielern die Möglichkeit zu geben, Spielpraxis zu sammeln. Jonas Klinger kam nach längerer Verletzungspause wieder zum Einsatz und wusste gleich auf der Außenposition zu gefallen. Dass dabei der Gewinn des dritten Satzes auf der Kippe stand, wurde billigend in Kauf genommen.

USC Gießen II: Behrendt, Budzinsky, Clotz, Erber, Golombek, Heck, Kämmerling, Klimov, Klinger, Strömer, Weiß, Weßling.

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