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Kirsten Müller und die Tenns-Damen 40 des TC Wettenberg müssen gegen Spitzenreiter Safo Frankfurt nachsitzen.

Erfolge wecken Vorfreude auf das Derby

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Die Niederschläge am Sonntag wirbelten so manchen Spielplan in den Tennis-Verbandsligen durcheinander. Während in der Tennis-Verbandsliga die Herren des TC Rot-Weiß Gießen ihr Heimspiel verlegten, zogen die Damen ihre Heimpartie trotz des Regenwetters durch und verbuchten den ersten Saisonsieg. Verlegt wurden auch die Partien der Herren 30 des TV Lollar (neuer Termin ist der 26.

September) sowie der Herren 40 des TC Wettenberg, die ihre Partie am 17. September nachholen. Besser hatten es die Spielgruppen, die am Samstag zum Schläger greifen durften. Mit Nervenstärke in den Championtiebreaks gewannen die beiden AK 50-Herrenteams TC Wettenberg und TV Watzenborn ihre Partien. Für Watzenborn waren es die ersten Zähler auf der Habenseite. Beide Teams sind bereits voller Vorfreude auf das Derby am kommenden Samstag in Wettenberg.

Damen

TC RW Gießen BW Bad Soden 7:2 (5:1): Das erste Zusammentreffen des Teams nach der mehrwöchigen Pause, das Fehlen von drei Stammspielerinnen sowie die Ungewissheit, ob die Partie angesichts der Wetterlage überhaupt zu Ende gespielt werden könnte - die Voraussetzungen waren für das junge Team um Kapitänin Alena Sättler alles andere als günstig, um die lange ersehnten ersten Punkte einzufahren. Der Gegner hatte immerhin bereits zwei Siege geholt. Lucia Sättler (6:1, 6:3) und Nelly Rexin (6:0, 6:0) demonstrierten sofort Entschlossenheit und sorgten für zwei schnelle Punkte. Aalivah Nies hatte mehr Mühe, aber nach ihrem 6:2, 4:6, 10:6 waren die Weichen gestellt. Zwar musste im Spitzeneinzel Nikol Mircheva verletzungsbedingt beim Stand von 1:6, 0:3 aufgeben, doch Alena Sättler (6:0, 6:1) und Angelina Morsch (6:0, 6:1) machten kurzen Prozess und den ersten Saisonsieg vorzeitig perfekt. Auf die Austragung der Doppelpartien wurde verzichtet, zwei wurden für die Gießenerinnen gewertet. »Nach der langen Pause so ein Wetter zu haben ist natürlich Pech. Wir waren nicht in Bestbesetzung, aber alle haben eine solide Leistung gezeigt, sodass wir fünf Einzel gewinnen konnten. Leider musste Nikol Mircheva wegen einer Verletzung aufgeben«, zeigte sich Alena Sättler von der Teamleistung hocherfreut. »In Bestbesetzung wäre vielleicht auch in den anderen Spielen schon mehr möglich gewesen. Aber wir wollen weiterhin die jüngeren Spielerinnen integrieren und sind zuversichtlich, weitere Spiele zu gewinnen und die Klasse zu halten.«

Herren 50

TC Niedernhausen TC Wettenberg 3:6 (2:4): »Das war eine geschlossene Teamleistung, jeder war voll motiviert«, freute sich Klaus Matthäi über den dritten Saisonsieg »bei bestem Tenniswetter«, mit dem sich die Wettenberger in die vordere Tabellenhälfte vorschoben. Lutz Geipert ließ mit einer souveränen Vorstellung seinem Kontrahenten keine Chance (6:0, 6:0), während Matthias Lepper sich in zwei Sätzen geschlagen geben musste. Bei Klaus Matthäi wurde es nach einem klaren ersten Durchgang noch einmal spannend, doch er zeigte gegen einen immer stärker werdenden Gegner Nervenstärke (6:0, 7:6). Frank Sendler (6:0, 6:2) und Michael Hillmann (6:3, 6:2) bauten mit ungefährdeten Siegen die Führung aus, nach der Zweisatzniederlage von Volker Luh im Spitzeneinzel gingen die Wettenberger mit einer 4:2-Führung in die Doppel. Hier schafften die Gastgeber durch einen Zweisatzsieg gegen Lepper/Hillmann (0:6, 2:6) den Anschluss. Luh/Sendler verloren ihren Auftaktsatz (4:6) und als Matthäi/Geipert nach überlegen geführten ersten Durchgang in den Matchtiebreak mussten, geriet der Sieg noch einmal in Gefahr. Doch Luh/Sendler bogen ihre Partie noch herum und holten mit dem 6:2 und 10:5 im Matchtiebreak den Siegpunkt, Matthäi/Geipert »machten das Ergebnis dann noch rund« (6:0, 6:7, 10:6). »Ein Derby ist immer das Saisonhighlight«, ist Kapitän Klaus Matthäi schon voller Vorfreude auf den kommenden Samstag, wenn sein Team den TV Watzenborn empfängt.

TV Watzenborn SW Frankfurt 5:4 (3:3): Die noch sieglosen Gastgeber kamen schwer in die Partie, den Zweisatzniederlagen von Matthias Pfarschner (2:6, 2:6) und Reinhard Dähne (2:6, 2:6) stand zunächst nur ein souveräner Auftritt von Peter Schreiner (6:3, 6:2) entgegen. Udo Spiller kam erneut für Olgerd Jarzinka im Spitzeneinzel zum Einsatz und unterlag in zwei Sätzen (3:6, 1:6). Nach großem Kampf stellte der nach langer Verletzungspause immer besser in Form kommende Michael Schiller den Anschluss her (7:5, 7:6), dann drehte Volkmar Schäfer seine Partie (4:6, 6:2, 10:2) und sorgte für den Gleichstand vor den Doppeln. Hier gerieten die Gastgeber durch die Zweisatzniederlage von Doppel eins Spiller/Pfarschner (2:6, 2:6) gleich wieder unter Druck. Alexander Wolf gewann an der Seite von Schäfer den ersten Satz, musste dann aber ebenso in den Champions-Tiebreak (6:4, 3:6) wie Schreiner mit Partner Burkhard Rustige, die den Satzausgleich erkämpften (1:6, 7:6). Beide Tiebreaks gingen in die »Crunchtime«, schließlich mit dem glücklichen Ende für die Watzenborner, die beide mit 10:7 gewannen. »Nach fast siebenstündigen Match endlich mal das Glück auf unserer Seite«, war dem Kapitän Volkmar Schäfer die Erleichterung über die ersten Punkte anzumerken. »Wir haben in Sachen Abstiegskampf noch nicht aufgegeben, das Derby kann kommen«. Dann werden zwei bis in die Haarspitzen motivierte Teams versuchen, das Momentum für einen Derbyerfolg zu nutzen.

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