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Auf einen starken Torhüter Dominik Plaue setzt der TV 05/07 Hüttenberg am Samstag im Zweitliga-Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden.

Entwarnung bei Theiß

  • VonMarkus Röhrsheim
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(mro). Nach der ersten Saisonniederlage bleibt den Zweitliga-Handballern des TV 05/07 Hüttenberg nicht viel Zeit zu grübeln. Denn es steht eine englische Woche an mit dem Pokal-Highlight am kommenden Mittwoch gegen Erstligist Frisch Auf Göppingen. Doch zuerst gilt der Fokus der Ligapartie gegen den HC Elbflorenz Dresden, den man Samstag um 19.30 Uhr erwartet.

Heim- gegen Auswärtsstärke: Zum Saisonauftakt zeigten sich die Blau-Weiß-Roten beflügelt von der sehnlichst herbei gesehnten Fanrückkehr. Nach dem 31:20-Kantersieg gegen TuS Ferndorf wird sicherlich jeder, der vor zwei Wochen dabei war, auch am Samstag wiederkommen. Und bestimmt auch einige mehr. Um dabei zu helfen, dass der »Hexenkessel Mittelhessens« auch in dieser Saison wieder kocht. »Unsere Zielstellung zu Hause ist klar: Wir wollen Dresden schlagen. Wir wollen die Zuschauer wieder so mitreißen wie zum Auftakt gegen Ferndorf«, gibt Trainer Johannes Wohlrab die Richtung vor.

Die Gäste bewiesen bereits in der Vorsaison, die sie auf einem ganz starken vierten Tabellenplatz abschlossen, dass sie sich in fremden Hallen sehr wohl fühlen. Mit 21:15 Zählern rangierte der HC auch dort im vorderen Drittel. Und auch in die aktuelle Saison startete man mit einem 25:23-Sieg beim TV Großwallstadt. Allerdings ging man in den beiden bisherigen Heimpartien gegen TV Emsdetten und Erstliga-Absteiger Tusem Essen leer aus.

Wer fehlt? Der portugiesische Neuzugang Joel Ribeiro ist zwar wieder im Training. Für sein Liga-Debüt ist es aber wohl noch zu früh. Der in Nordhorn grippegeschwächte Hendrik Schreiber hat diese Woche wieder komplett trainiert und sollte somit in die Startsieben zurückkehren, in der es am letzten Wochenende für Niklas Theiß nur zu acht Minuten Einsatzzeit reichte. Dann wurde er von Georg Pöhle rüde gefoult, der zwar danach zum Duschen geschickt wurde. Der 18-Jährige aber konnte, nach gerade erst überstandener Reizung der Bizepssehne, nach dem Griff in den Wurfarm verletzt nicht mehr eingesetzt werden, sodass sogar Rechtsaußen Ryuga Fujita und der sonst zumeist in der Deckung eingesetzte Johannes Klein im Rückraum erfolgreich aushelfen mussten. Bei Theiß gibt es aber Entwarnung. Er hat nur eine Zerrung im Deltamuskel der Bizepssehne erlitten. Das Schultereckgelenk ist zum Glück verschont geblieben. HC-Coach Rico Göde dagegen kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

»Rüpel« Moritz Zörb? Drei Saisonspiele - drei rote Karten. Die Rückkehr auf das Handballfeld nach fast einjähriger Verletzungspause hatte sich TVH-Abwehrchef Moritz Zörb sicherlich anders vorgestellt. Klar fehlt nach so langer Zeit die Wettkampfpraxis. Klar kam der 25-Jährige beim Saisonauftakt in Ludwigshafen gegen Hendrik Wagner einen Schritt zu spät und wurde für diese unglückliche Situation zu Recht disqualifiziert. Doch schon gegen Ferndorf war Rot durchaus diskussionswürdig. Und nach dem Spiel in Nordhorn war TVH-Trainer Johannes Wohlrab aufgewühlt. »Es beginnt schon mit einer sehr frühen Zeitstrafe gegen Moritz, die selbst beim Gegner keiner nachvollziehen konnte und mündet in einer fragwürdigen roten Karte. Moritz ist durch und durch Sportsmann und ein feiner Charakter. Das Image eines ›Rüpels‹, das ihm jetzt angehaftet wird, ist komplett fehlplatziert und passt keinesfalls zu Moritz«, stellt sich der 35-Jährige klar hinter seinen Spieler.

Rück- und Ausblick: »In der Nachbetrachtung muss man wirklich sagen, dass wir eine reelle Chance hatten, in Nordhorn zu gewinnen. Wir versuchen aus den Fehlern dort zu lernen und wollen eine stabilere Deckung stellen, um auch unseren Torhütern wieder einen größeren Rückhalt zu bieten«, sagt Wohlrab. Dennoch sieht er den Gegner in der Favoritenrolle. »Dresden will auf Dauer hoch und hat sicherlich einen mehr als doppelt so hohen Etat wie wir. Die Rollen sind also klar verteilt.«

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