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Gino Parson (l.) wird vom Kinzenbacher Ufuk Ersentürk nicht aus den Augen gelassen.

Entscheidung in der 78. Minute

  • VonPeter Froese
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(fro). Dank des goldenen Treffers von Eduardo Dursun setzte sich der FC Turabdin/Babylon am Sonntag im Gießener Sportkreis-Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte mit 1:0 bei der SG Kinzenbach durch. Während die Gäste durch ihren achten Saisonsieg auf Rang vier vorrücken konnten, rutschte die SG auf den elften Tabellenplatz ab. »Das war ein dreckiger Arbeitssieg.

Es war klar, dass der gewinnt, der das erste Tor schießt. Die SG hatte die klareren Chancen, aber Mustafa Yaman hat uns im Spiel gehalten. Am Ende haben wir den Sieg vielleicht einen Tick mehr gewollt«, sagte Gino Parson, der zusammen mit Pierre Chabou für den privat verhinderten Sherwin Rahmani in der Verantwortung stand.

Mit Mustafa Yaman, Nelson Delzer, Dominik Zeller, Kevin Rennert und Ahmet Marankoz standen fünf Spieler in der Startelf des FC, die eine Vergangenheit im Trikot des Gegners vorweisen konnten. Entsprechend engagiert begannen die Gäste, die durch Ahmet Marankoz nach zwei Zeigerumdrehungen nur das Außennetz trafen. Im Anschluss an einen Eckstoß von Marius Klotz roch der FC-Torjäger bei einem Kopfball erneut an der Gästeführung (15.). Die ersatzgeschwächten Hausherren hielten in der Folge gut mit. Es entwickelte sich ein rassiges Derby, bei dem Torchancen aber Mangelware blieben. Eine Verletzung von SG-Spielführer Nicolas Anker, der mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste, trübte die Stimmung im Lager der Rot-Weißen (20.). Özcan Alkan zwang SG-Keeper Henrik Flechtner mit einem Schlenzer zu einer Glanzparade, ehe Kevin Rennert den Nachschuss aus spitzem Winkel an den Außenpfosten setzte (38.). Die größte Gelegenheit der ersten Halbzeit ließ Hakan Güngör ungenutzt, als er nach einer flachen Hereingabe von Robin Sajonz an FC-Torwart Mustafa Yaman scheiterte (44.). »Hier müssen wir das 1:0 machen, was uns noch mehr in die Karten gespielt hätte«, sagte Oliver Dönges.

Der SG-Trainer hatte am Auftreten seiner Elf auch in den zweiten 45 Minuten nur wenig zu bemängeln. Tommy Ried und Co. hatten die gefährliche FC-Offensive gut im Griff und versuchten, Nadelstiche zu setzen. In beiden Strafräumen tat sich aber wenig, so dass die 150 Zuschauer bei nasskaltem Herbstwetter wenig Erwärmendes geboten bekamen. Lediglich ein Schuss von Özcan Alkan, der aus 16 Metern knapp neben dem SG-Tor landete, sorgte für Gefahr (69.). Auf der Gegenseite hatte Tommy Ried die Führung mit einem Distanzschuss, der vom Außenpfosten ins Toraus prallte, auf dem Fuß (71.). Ein verdeckter Flachschuss von Eduardo Dursun, der zum 1:0 für den FC im langen Eck des SG-Kastens einschlug, sollte für die Entscheidung sorgen (78.). »Da haben wir nicht konsequent genug geklärt und sind gleich bestraft worden«, ärgerte sich Dönges. Seine Elf versuchte in der verbleibenden Spielzeit alles, doch zwingende Chancen oder gar das erhoffte Tor sollten sich nicht mehr einstellen.

SG Kinzenbach: Flechtner; Jörg, Yildirim, Akin, Sajonz, Mark (ab 88. Grouls), Ried, Alber, Ersentürk, Güngör, Anker (ab 21. Pantke).

FC Turabdin/Babylon: Yaman; Klotz, Szymanski, Zeller, Delzer, Dursun, Parson, Krasniq (ab 68. Basmaci), Alkan (ab 75. Hiromoto), Rennert (ab 90. Dalkilic), Marankoz.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Römer-Lenssen (Darmstadt). - Zuschauer: 150. - Tor: Dursun (78.). - Gelbe Karten: Pantke, Güngör - Szymanski, Zeller.

Kevin Rennert (l.) wird vom Kinzenbacher Andre Marius Jörg attackiert.

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