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Merlin Fuß (vorn) verabschiedet sich Richtung HSC Coburg vom TV 05/07 Hüttenberg.

Endspiel um den DHB-Pokal

(jsa). Der TV 05/07 Hüttenberg empfängt zum Abschluss der Saison 2020/21 in der 2. Handball-Bundesliga am Samstagabend den Dessau-Roßlauer HV. Neben einigen Abschieden geht es für die Mittelhessen auch noch um die Qualifikation zur Teilnahme am DHB-Pokal 2021/22.

Wer denkt, mit dem sicheren Klassenerhalt ginge es für den TV 05/07 Hüttenberg um nichts mehr, der irrt. Durch eine Veränderung des Qualifikationsmodus nehmen die Plätze 1 bis 14 am DHB-Pokal in der neuen Saison teil, die Plätze 15 bis 19 nehmen nicht teil. Genau diesen 14. Platz hat aktuell der TVH inne - dicht gefolgt vom Gegner am letzten Spieltag, dem Dessau-Roßlauer HV. Zwei Punkte trennen beide Teams voneinander, der direkte Vergleich dürfte aller Voraussicht nach aber an den DRHV gehen, da die Dessauer das Hinspiel mit 28:19 für sich entschieden. Den direkten Vergleich als entscheidenden Faktor für die Platzierung können die Hüttenberger mit einem eigenen Sieg oder einem Unentschieden zur Akte legen und sich die Qualifikation sichern. Für Spannung am Samstagnachmittag ist also gesorgt, wenn um 18 Uhr in der Rittal-Arena Wetzlar der Anpfiff ertönt. So wie in der gesamten Liga, denn traditionell werden alle Spiele am letzten Spieltag zeitgleich angepfiffen. Erneut dürfen bis zu 800 Zuschauer auf den Tribünen Platz nehmen.

Im letzten Heimspiel gegen den TV Emsdetten war dies für den TVH ein gutes Omen, als er sich einen 25:23-Sieg ergatterte. »Wir konnten in den letzten beiden Spielen jeweils unsere Zielstellungen erreichen. Gegen Emsdetten konnten wir den Klassenerhalt sichern und dann haben wir die 30-Punkte-Marke in Ferndorf geknackt. Das neue Ziel lautet DHB-Pokal, für den wir uns qualifizieren möchten«, hat TVH-Coach Johannes Wohlrab das neu gesetzte Ziel vor Augen.

Dennoch wird es anders sein, denn nach dem Spiel stehen einige Verabschiedungen an. Besonders das Karriereende von Nikolai Weber (unser großes Abschiedsinterview auf Seite 21) steht dabei im Fokus. Nach 21 Jahren tritt der Routinier von der Handballbühne ab. Neben ihm verabschiedet der TVH Merlin Fuß, Dieudonne Mubenzem (beide zum HSC 2000 Coburg) und Robin Hübscher (HSG Bieberau-Modau). Außerdem werden die Youngster Phillip Opitz, Tristan Kirschner (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) und Patrick Jockel (Zweitspielrecht TV Gelnhausen) auf Zeit verabschiedet.

Sportlich wartet eine Aufgabe, die für die Mittelhessen vom Papier her und ihrer Heimstärke als machbar erscheint. Dessau zeigte allerdings gegen Dresden, Hamm oder Dormagen, dass sie durchaus Spielverderber für die Heimmannschaften werden können. Nicht zuletzt durch das Hinspiel sollten die Mittelhessen zusätzlich gewarnt sein.

Der beste Torschütze des Teams aus Sachsen-Anhalt dürfte insbesondere Hüttenbergs Tschechen Mubenzem und Reichl bestens bekannt sein, denn Jakub Hrstka ist ihr Teamkollege in der tschechischen Nationalmannschaft. 173 Tore hat der 31-jährige Linksaußen bisher erzielt. Aus den letzten sechs Partien gelang der Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas aber lediglich ein Sieg beim 27:23 gegen den ASV Hamm-Westfalen.

Mit dem »Endspiel um den DHB-Pokal« wird aber alles, was 37 Spieltage vorher war, keine Rolle spielen, denn jetzt gilt für Hüttenberg wie auch Dessau nur der Sieg.

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