Das Finale über 100 Meter: Den Sieg holt sich Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF, r.) vor Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2. v. l.), Lisa Nippgen (MTG Mannheim, 3. v. r.), Rebekka Haase (2. v. r.) und Lisa Mayer (beide Sprintteam Wetzlar, 3. v. l.). Laura Müller (LC Rehlingen, l.) wird Sechste. FOTO: VOGLER
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Das Finale über 100 Meter: Den Sieg holt sich Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF, r.) vor Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2. v. l.), Lisa Nippgen (MTG Mannheim, 3. v. r.), Rebekka Haase (2. v. r.) und Lisa Mayer (beide Sprintteam Wetzlar, 3. v. l.). Laura Müller (LC Rehlingen, l.) wird Sechste. FOTO: VOGLER

Leichtathletik

Endlich wieder Wettkampf für Lisa Mayer und Co.

  • vonRainer Schmidt
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Die Wettkämpfe des Meetings "Fast Arms, Fast Legs" waren für das Sprintteam Wetzlar eine gelungene Ausrichter-Premiere. Der Fokus lag dabei auf der gebürtigen Gießenerin Lisa Mayer.

Mit dem Schwerpunkt auf den Kurzstrecken, ließen die Wetzlarer als Veranstalter die 100-m-Sprints je nach Windrichtung auf der schnelleren der beiden Geraden austragen. Das aus fast der kompletten deutschen Sprintspitze bestehende Feld hatte so beste Voraussetzungen bei der Generalprobe drei Wochen vor der DM in Braunschweig.

Lisa Mayer bot bei ihrem Saisondebüt ohne Zuschauer ansprechende 11,35 Sekunden und wurde in dem engen 100-m-Endlauf Fünfte hinter ihrer Vereinskameradin Rebekka Haase (11,34). Über die 200 m verzichtete die Niederkleenerin auf den Start. "Die Vorfreude, hier wieder laufen zu können, war viel größer als die Aufregung. Ich war total gelöst", wurde Lisa Mayer am Samstag von leichtathletik.de nach dem Finale zitiert.

Das 100-m-Finale gewann Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF) in neuer Bestzeit von 11,21 Sekunden vor Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen/11,23), Lisa Nippgen (MTG Mannheim/11,33), Haase und Mayer. In ihrem Vorlauf siegte Mayer unbedrängt vor Yasmin Kwadwo (LC Paderborn/11,69) in 11,50. Als Schnellste der Vorläufe zeigte sich Rebekka Haase mit 11,40.

Bereits angekündigt hatte Elias Goer (Sprintteam Wetzlar), dass der Schwerpunkt auf den 200 Metern liegen würde. So absolvierte der Wiesecker über 100 m nur den Vorlauf bei Windstille in ordentlichen 10,55. Über 200 m kam Goer mit 21,22 jedoch noch nicht in die Nähe seiner Vorjahresbestzeit von 20,88. Dazu Goer: "Die 100-Meter-Zeit war ohne Rückenwind eigentlich in Ordnung. Dagegen waren die 200 sehr enttäuschend. Ich habe nicht meinen Rhythmus gefunden und sehr schlecht beschleunigt."

Zudem rückte aus hessischer Sicht Steven Müller von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach in den Fokus und gewann in Wetzlar die 200-m-Zeitläufe. Müller, der deutsche Vorjahresmeister auf der halben Stadionrunde, gewann diese bei konstanten Bedingungen mit 20,72 vor Robin Erewa vom TV Wattenscheid (20,86) und Deniz Almas (VfL Wolfsburg/20,88). Den 100-m-Vorlauf schloss der Friedberger zeitgleich mit Goer und Niels Torben Giese (SC DHfK Leipzig) mit jeweils 10,55 bei Windstille auf dem dritten Rang ab. In seinem Finale steigerte sich Steven Müller auf 10,49.

Nach 10,30 im Vorlauf siegte auf den 100 Metern der deutsche Vorjahresschnellste Julian Reus vom LAC Erfurt, mit 10,33 vor Deniz Almas (VfL Wolfsburg/10,38), Roy Schmidt (SC DHfK Leipzig/10,43) und Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar/10,44).

Über die 200 Meter der Frauen trennten die Hallensiegerin Jessica-Bianca Wessolly (MTG Mannheim/23,27), Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF/23,30) und die für das Sprintteam Wetzlar startende Rebekka Haase (23,35) nur wenige Hundertstelsekunden.

Die deutsche Spitze zeigte sich auch über die 400 m. Corinna Schwab (LG Regensburg bestätigte ihre in Berlin gelaufene Bestzeit von 51,97 und gewann mit von Beginn an schnellem Lauf in 52,56 die 400 m der Frauen vor Ruth Sophia Spelmeyer (52,89) vom VfL Oldenburg. Bei den Männern setzte sich Marvin Schlegel vom LAC Chemnitz mit 46,15 durch und verpasste seine Vorjahresbestzeit (46,12) gerade mal um drei Hundertstelsekunden.

Mit dem Titel "Fast Arms, Fast Legs" war der Leichtathletikwettkampf in Wetzlar angekündigt worden. Während im Speerwurf der Männer keine Weiten im international bemerkenswerten 80-m-Bereich erreicht wurden, setzte sich durch Annika Marie Fuchs vom SC Potsdam die Zweite der Rangliste des Vorjahres (63,68) und WM-Teilnehmerin von Doha bei den Frauen mit 60,20 m an die Spitze der Werferinnen.

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