Endkampf vom Winde verweht

Markus Czech stand auf der Tribüne in einem Zwischengang, sein Blick ging schnurstracks auf die Anlaufspur des Weitsprungs im Berliner Olympiastadion. Seine Athletin Beatrice Marscheck nahm Anlauf, erhöhte die Geschwindigkeit - Czech verfolgte ihren Weg, wippte mit dem rechten Fuß und sprang dann innerlich mit ab. Doch es sollte nicht reichen, denn der dritte Versuch landete lediglich bei 6,19 Meter. Mit eben dieser Weite schied die Garbenteicherin Marscheck am Freitagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin als Gesamt-31. in der Qualifikation aus und zeigte sich daher kurz nach dem Wettkampf verständlicherweise etwas enttäuscht.

Markus Czech stand auf der Tribüne in einem Zwischengang, sein Blick ging schnurstracks auf die Anlaufspur des Weitsprungs im Berliner Olympiastadion. Seine Athletin Beatrice Marscheck nahm Anlauf, erhöhte die Geschwindigkeit - Czech verfolgte ihren Weg, wippte mit dem rechten Fuß und sprang dann innerlich mit ab. Doch es sollte nicht reichen, denn der dritte Versuch landete lediglich bei 6,19 Meter. Mit eben dieser Weite schied die Garbenteicherin Marscheck am Freitagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin als Gesamt-31. in der Qualifikation aus und zeigte sich daher kurz nach dem Wettkampf verständlicherweise etwas enttäuscht.

"Es ist schon ärgerlich, denn ich hätte trotz der Bedingungen um 6,60 Meter springen können", haderte die 23-Jährige. Größtes Problem am gestrigen Abend war der wechselnde Wind, der den Anlauf zu einem Lotteriespiel werden ließ. "Beatrice ist schnell, ist aber auch leicht und hat wenig Kraft. Das gibt zwangsläufig Probleme beim Anlauf", analysierte Trainer Markus Czech, der sich insbesondere nach dem zweiten Versuch lange mit seinem Schützling unterhielt und Korrekturen vornahm. Als dann jedoch noch der Regen in den Bereich der beiden Weitsprunggruben zog, konnte Marscheck auch im letzten Versuch nicht ihr Potential ausschöpfen und musste mit einem Rückstand von 33 Zentimetern das klare Aus hinnehmen.

Die Garbenteicherin ging als letzte der 18 Starterinnen der Gruppe B in den Anlauf, in der A-Staffel waren ebenso 18 Athletinnen vertreten. Insgesamt 19 der anwesenden Springerinnen hatten in dieser Saison schon eine bessere Weite erzielt als Marscheck, sodass der Finaleinzug unter die besten Zwölf nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu bewerkstelligen gewesen wäre. Mit 6,75 Metern oder mehr wäre sie jedoch automatisch für das Finale qualifiziert gewesen - dies sind zwei Zentimeter über ihrer Bestleistung.

Im ersten Versuch verschenkte Marscheck einige Zentimeter und landete bei 6,07 Meter. Der zweite Anlauf passte dann nicht, zwei Zentimeter trat die Studentin über - auf rund 6,50 Meter schätzte Czech die erzielte Weite. Auf 6,19 Meter steigerte sich Marscheck dann im dritten Versuch, dennoch reichte dies nur zu Rang 31 insgesamt. Mit 6,52 Meter hätte sie die nächste Runde erreicht. "Ich kann ihr aber keinen Vorwurf machen, alle Sprünge waren okay. Man hat ihr etwas die Nervosität angemerkt", sagt Czech. Nervös sei sie zwar gewesen, sagte die Athletin. "Jedoch war es im Vorfeld schlimmer."

Insgesamt zog Marscheck gestern ein positives WM-Fazit. "Ich konnte gut in Kienbaum mit der Nationalmannschaft trainieren, habe viele nette Leute kennen gelernt und war gut vorbereitet. Die Stimmung im Stadion war super. Nur das Wetter hat leider nicht mitgespielt, sonst hätte ich noch mehr Spaß gehabt." Michael Wiener (Berlin)

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